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    Zwickau

    DFB-Pokal in Zwickau: Koblenz bietet Dresden bis zum Schluss Paroli

    Fußball-Regionalligist TuS Koblenz hat dem Zweitligisten SG Dynamo Dresden in seinem „Heimspiel“ der ersten Runde des Wettbewerbs um den DFB-Pokal in Zwickau über weite Strecken Paroli geboten und nur denkbar knapp mit 2:3 (1:1) verloren. „Das war ein Topspiel, eine würdige Eröffnung des Wettbewerbs in dieser Saison. Wer weiß, wie es gelaufen wäre, wenn unser Elfmeter kurz vor Schluss dringewesen wäre“, sagte TuS-Vizepräsident Hannes van Heesch unmittelbar nach dem Schlusspfiff der spannenden Begegnung vor 6300 Zuschauern.

    Der Pokal-Paukenschlag zu Beginn: Dejan Bozic (rechts) überwindet Dresdens Torhüter Markus Schubert zum 1:0 für Regionalligist TuS Koblenz. Am Ende setzte sich aber doch der Zweitligist aus Sachsen durch.    Foto: Robert Michael
    Der Pokal-Paukenschlag zu Beginn: Dejan Bozic (rechts) überwindet Dresdens Torhüter Markus Schubert zum 1:0 für Regionalligist TuS Koblenz. Am Ende setzte sich aber doch der Zweitligist aus Sachsen durch.
    Foto: Robert Michael

    Der Koblenzer Trainer Petrik Sander hatte seine Startformation gegenüber dem jüngsten Spiel in der Regionalliga gegen den SC Freiburg II (1:2) auf einer Position geändert. Daniel von der Bracke, der in der Liga wegen seiner Roten Karte im Auftaktspiel beim Aufsteiger SV Röchling Völklingen (2:3) zuletzt eine Zwei-Spiele-Sperre absitzen musste, rückte an Stelle von Dino Bajric auf die zweite Sechserposition neben dem TuS-Pokalheld vergangener Tage, Michael Stahl.

    Dresdens Trainer Uwe Neuhaus tauschte seinen Torwart und schickte, anders als zuletzt beim Zweitliga-Punktspiel beim FC St. Pauli (2:2), Markus Schubert an Stelle von Marvin Schwäbe zwischen die Pfosten. Im Feld gab es bei Dynamo weitere vier Änderungen in der Startformation im Vergleich zum Spiel am Millerntor.

    Über das Zustandekommen dieses in der Pokalgeschichte des Deutschen Fußball-Bundes bislang einmaligen Spiels ist im Vorfeld genug gesprochen und geschrieben worden. Deshalb rein ins Geschehen: Die Fans des Favoriten aus Dresden sorgten gleich für eine lautstarke und stimmungsvolle Atmosphäre. Aber auch der Koblenzer Anhang, etwa 400 Köpfe stark, war im Stadion des Drittligisten FSV Zwickau nicht zu überhören.

    Erst recht nicht, als die sechste Minute lief. Über links hatten sich die Schängel erstmals an den Strafraum von Dynamo herangearbeitet. Einwurf von Andreas Glockner von der linken Seite. Solche Situationen führen für die TuS nicht selten zu Großchancen: Wenige Sekunden später lag der Ball wirklich im Dresdener Kasten. Zunächst wurde der Koblenzer Kapitän André Marx noch abgeblockt, doch der in der vergangenen Saison oft als „Chancentod“ kritisierte Dejan Bozic setzte nach und schoss Sanders Team mit 1:0 in Führung. „Ich bin sicher, dass wir mindestens ein Tor schießen werden“, hatte TuS-Coach Sander vor dem Spiel gesagt. Und da war es schon. Die „Gäste“ waren nur kurz geschockt, nahmen das Heft danach fest in die Hand. 70 Prozent Ballbesitz dürften es gewesen sein, doch gegen die gut organisierte TuS-Defensive gab es für Dresden nicht Chancen im Minutentakt. Selbst nach dem wunderbar herausgespielten 1:1-Ausgleich über die rechte Seite knickten die Koblenzer nicht ein und spielen weiter munter mit. Auf rechts hatte sich Sascha Horvath freigespielt. Der narrte Marco Müller und passt flach nach innen, wo Erich Berko aus kurzer Entfernung kein Problem hatte, den Ball zum 1:1 über die Linie zu schieben (11.). Sanders Team verteidigte in der Folge weiterhin konzentriert und erfolgreich, Chancen für Dresden gab es dennoch. Horvath schoss aus 18 Metern drüber (18.), und als Manuel Konrad Horvath in der Mitte steil schickte, schien t das 1:2 fällig zu sein. Doch Chris Keilmann eilte rechtzeitig aus seinem Kasten. Auch der Nachschuss von Berko fand nicht den Weg ins Tor (22.). Als Glockner dazwischen auf der anderen Seite volley aufs lange Eck zielte, musste Schubert zur Ecke klären (22.) – ein Nadelstich.

    Auch zur Pause hieß es 1:1, nachdem ein von Michael Schüler abgefälschter Schuss von Lucas Röser für Dresden ebenso am Außenpfosten gelandet war (36.) wie auf der Gegenseite Bozics zweite Großchance des Spiels (42.). „Die Koblenzer spielen unheimlich stark und halten sich toll. Das Tor war sensationell“, fasste der Koblenzer Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig die ersten 45 Minuten auf der Haupttribüne treffend zusammen.

    Nach der Pause änderte ein flottes Tor die Vorzeichen zugunsten von Dresden schnell. Philip Heise schoss einen Freistoß von der rechten Strafraumkante aus über die TuS-Mauer hinweg zum 1:2 ins Netz (49.). Fortan dominierte Dynamo, doch Koblenz wehrte sich nach besten Kräften und mehr als ansprechend.

    Nach 65 Minuten kam der Regen, wenig später bei der TuS Dino Bajric für Stahl ins Spiel. Auch weiterhin konnte sich Dynamo des Sieges nicht sicher sein. Sander brachte Stürmer Erik Wekesser für Defensivmann von der Bracke (74.), Keilmann parierte glänzend einen verdeckten Flachschuss von Patrick Möschl (76.), und die TuS orientierte sich noch mal nach vorn. Riskieren wollte Dresden jetzt nicht mehr als nötig, zog sich weiter zurück, um über Konter das entscheidende dritte Tor zu erzielen. Das passte Koblenz in Person von Dimitrios Popovits überhaupt nicht. Der wieselflinke und extrem lauffreudige Grieche spielte sich in den Strafraum und traf mit einem trockenen Schuss halbhoch ins kurze Eck zum 2:2 (80.).

    Koblenz war kurz berauscht und kassierte durch Aias Aosman prompt das 2:3 – längst war es ein packender Pokalkampf. Als Florian Ballas Bozic im Strafraum zu Fall brachte, gab es auch noch Elfmeter für die Schängel. Doch Glockner scheiterte an Schubert (85.). Acht Minuten später ging der Schlusspfiff im erleichterten Jubel der Dynamo-Fans unter.

    Aus Zwickau berichten unsere Redakteure Stefan Kieffer und Christoph Hansen

    TuS Koblenz: Keilmann – Antonaci , Marx, Schüler, Marco Müller – von der Bracke (74. Wekesser), Stahl (68. Bajric) – Lahn, Glockner, Popovits – Bozic.

    SG Dynamo Dresden: Schubert –

    Fabian Müller, Gonther, Ballas, Heise – Konrad – Möschl, Horvath (89. Hartmann), Aosman (90.+1 Benatelli), Berko – Röser (87. Markkanen).

    Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart).

    Zuschauer in Zwickau: 6300.

    Tore: 1:0 Dejan Bozic (6.), 1:1 Erich Berko (11.), 1:2 Philip Heise (49.), 2:2 Dimitrios Popovits (80.), 2:3 Aias Aosman (84.).

    Besonderes Vorkommnis: Glockner (Koblenz) scheitert mit Foulelfmeter an Dresdens Torwart Schubert (85.).

    Nächste Aufgabe für TuS Koblenz: Regionalliga-Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 II (Fr., 19 Uhr, in Mülheim-Kärlich, Schulzentrum).

    TuS Koblenz
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