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    Koblenz

    Rot-Weiß spielt vorn viel zu harmlos

    Ende einer Mini-Serie: Nach zwei Siegen ohne Gegentor in der Fußball-Oberliga kassierte TuS Rot-Weiß Koblenz eine 1:2-Niederlage gegen den FV Diefflen. „Das hatte mit Oberliga nichts zu tun“, lautete das bittere Fazit von Fatih Cift.

    Rot-Weiß-Spieler Armin Jusufi behauptet in dieser Szene zwar den Ball, aber die Punkte der Oberligapartie auf dem Oberwerther Kunstrasen nahmen die Gäste aus Diefflen mit nach Hause. Foto: Didi Mühlen
    Rot-Weiß-Spieler Armin Jusufi behauptet in dieser Szene zwar den Ball, aber die Punkte der Oberligapartie auf dem Oberwerther Kunstrasen nahmen die Gäste aus Diefflen mit nach Hause.
    Foto: Didi Mühlen

    Der Trainer der Koblenzer Vorstädter kommentierte mit seinen klaren Worten vor allem den harmlosen Auftritt seiner Mannschaft in der ersten Halbzeit. Für Stimmung rund um den Oberwerther Kunstrasen sorgten allein die Gästefans, im Bus angereist aus dem Saarland. Keine einzige Torchance konnte sich RWK vor der Pause gegen den FV Diefflen erarbeiten, ein Team, das in seinem dritten Oberligajahr nach oben strebt. Dagegen verortete Coach Cift seine Elf „im unteren Tabellendrittel“ und sorgte sich um die Zukunft: „Wir müssen aufpassen, dass wir am Ende nicht zu den letzten sechs Mannschaften gehören.“

    Mit Glück und dank Diefflens Nachlässigkeit bei der Chancenverwertung hielt RWK 45 Minuten lang die Null. „Wir waren harmlos wie Nonnen im Kloster“, wagte Cift einen kühnen Vergleich. Die Gäste hätten durch ihren starken Kapitän und Sturmführer Chris-Peter Haase, der die Koblenzer Verteidiger austanzte und dann schlecht zielte (25.), ebenso in Führung gehen können wie sechs Minuten zuvor, als der Ball nach einer Hereingabe vom langen Rot-Weißen Jan Henrich abgefälscht wurde und Torhüter Tobias Oost an die Brust prallte. Eine Minute vor der Halbzeit verzog der FV-Spieler Niclas Judith aus guter Position. „Unterirdisch“ nannte Cift das bis dahin von seinen Mannen Gebotene.

    Ausgerechnet Armin Jusufi, dem nur wenig gelang und der in dem Saarländer Kristoffer Krauß einen aufmerksamen Gegenspieler hatte, sorgte nach einer Stunde für den Weckruf. Seinen Flachschuss parierte FC-Keeper Migliara glänzend per Fußabwehr. „In der zweiten Hälfte haben sich viele gestrafft“, anerkannte Cift, aber nach vorn tat sich immer noch zu wenig. Nur Derrick Miles wurde von der Trainerkritik ausgenommen: „Der hat Betrieb gemacht und den Ball gut verteilt, aber er ist nun mal kein Vollstrecker.“ Der stand auf der anderen Seite: Nachdem FV-Torjäger Fabian Poß nach Thilo Kraemers Foul an der Strafraumgrenze nur die Freistoßmauer getroffen hatte, kam der zweite Ball gefährlich vors Koblenzer Tor, wurde von Haase gedankenschnell zurückgelegt und von Michael Fritsch eingeschoben (75.). „Die beiden gehören zu den beiden stärksten Oberligaspielern“, so Cift zum FV-Duo Poß/Haase (letzte Saison zusammen 54 Tore), „mit den beiden in unseren Reihen hätten wir keine Sorgen.“

    Maximilian Hannappel, noch nicht ganz fit und drei Minuten zuvor eingewechselt, ließ mit einer Energieleistung die Koblenzer wieder hoffen. Nach langem Spurt in die Spitze verwertete er die Flanke von Christian Meinert, dessen Vorstöße auf der linken Bahn stets für Gefahr sorgten. Der 1:1-Ausgleich durch Hannappels Kopfball-Bogenlampe (79.) hatte aber gerade mal gut fünf Minuten Bestand, dann köpfte Haase nach Eckstoß zum 2:1 für Diefflen ein. „Völlig unnötig, dieser Gegentreffer durch einen Standard, da waren wir selbst schuld“, schimpfte Cift. Mehr als ein Abseitstor brachte TuS Rot-Weiß in der finalen Druckperiode nicht zustande; mit dem letzten Pfiff des Schiedsrichters verdunkelte, passend zur Stimmung bei den Koblenzer Vorstädtern, eine tiefschwarze Wolkenbank den Himmel.

    Von unserem Mitarbeiter

    Thomas Wächtler

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