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Diefflen

Marschall-Plan geht nur manchmal auf

Olaf Marschall hatte seiner Mannschaft einen Plan mitgegeben. "Wir hatten im Training geübt, diagonale Bälle zu spielen und dann nachzurücken", erläuterte er nach dem Spiel, und monierte dann: "Aber wir machen das zu selten und rücken eben auch nicht entschlossen nach. Nach der pause haben wir das zwei- dreimal über Thiago gemacht und schon ist es gefährlich geworden. Diagonale Bälle sind nun einmal das wichtigste Mittel gegen Viererketten." Marschalls Ansatz ist denkbar einfach.

Den überragenden Angreifer des FV Diefflen, Chris-Peter Haase bekam der SC Idar-Oberstein (hier Kapitän Christoph Schunck) nie in den Griff.  Foto: Philipp Semmler
Den überragenden Angreifer des FV Diefflen, Chris-Peter Haase bekam der SC Idar-Oberstein (hier Kapitän Christoph Schunck) nie in den Griff.
Foto: Philipp Semmler

Marschalls Ansatz ist denkbar einfach. "In der Oberliga sind die Abwehrreihen nicht so sicher. Fehler passieren ständig. Bei uns vorm Tor, beim Gegner vorm Tor, also, wo muss der Ball hin", fragte der ehemalige Nationalspieler rhetorisch und gab dann selbst die Antwort: "Vor das gegnerische Tor natürlich." Ein durchaus nachvollziehbare Logik. Das Problem: Beim SC werden zu viele lange Bälle zentral in die Spitze gespielt, und tatsächlich ist das Nachrückverhalten verbesserungswürdig. Zudem ist der Ansatz des Trainer durchaus auch hinterfragbar, denn offensichtlich ist, dass der SC immer dann besser ist als die Gegner, wenn er kombiniert – wenn tolle Fußballer wie Christoph Schmell, die beiden Brasilianer Alex und Thiago, Nico Pantano, auch Tim Eckstein und Eugen Vetter mit schnellen flachen Pässen agieren.

Ein weiteres Problem, das Marschall sieht ist das mangelnde Selbstvertrauen. "Uns fehlt ein Erfolgserlebnis", sagt er. "Die Jungs glauben nicht an ihre Stärke, und offenbar kommt der eine oder andere nicht mit dem Druck klar." Für den Trainer ist das auch nicht verwunderlich, angesichts der Nackenschläge, die das Team immer wieder kassiere. Tatsächlich steckte der SC nun schon zum wiederholten Mal einen Gegentreffer in der Nachspielzeit ein, der Punkte kostete. Nach Neunkirchen sogar schon zum zweiten Mal mit der letzten Aktion des Spiels.

Schon am Dienstag nimmt der SC Idar-Oberstein den nächsten Anlauf, um den ersten Saisondreier einzufahren und damit die Rote Laterne abzugeben. Im Haag gastiert um 19 Uhr Röchling Völklingen, aktuell mit fünf Punkten auf dem Konto. Mit dabei ist dann auch Marcel Veek, den der SC mittlerweile verpflichtet hat. "Wir haben uns entschieden, im Angriff noch etwas zu machen und haben Marcel unter Vertrag genommen", bestätigt Martin Schneider, der Fußball-Abteilungsleiter des SC.

Sascha Nicolay

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