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Erster Saisonsieg: Betzdorf bricht den Bann

Nach 270 tor- und punktlosen Spielminuten hat Fußball-Oberligist SG 06 Betzdorf mit einem 2:1 (0:1)-Auswärtserfolg beim pfälzischen TuS Mechters-heim seine zum Rundenbeginn hingelegte Negativserie beendet. Die Schützlinge von Trainer Dirk Spornhauer profitierten dabei von zwei Schlüsselsituationen mit einer Roten und einer Gelb-Roten Karte gegen die Gastgeber.

Der Einsatz hat sich gelohnt: Florian Jaeger (links) und die Betzdorfer feierten beim TuS Mechtersheim ihren ersten Saisonsieg.  Foto: Martina Lenz
Der Einsatz hat sich gelohnt: Florian Jaeger (links) und die Betzdorfer feierten beim TuS Mechtersheim ihren ersten Saisonsieg.
Foto: Martina Lenz

Bereits beim Warmlaufen wirkte das Betzdorfer Team fest entschlossen, endlich etwas Zählbares einzuheimsen. "Wir sind überglücklich über den ersten Saisonsieg. Natürlich kam es uns entgegen, dass der Schiedsrichter Kevin Sigl bereits nach 20 Minuten für ein alltägliches Foulspiel gewiss etwas fragwürdig die Rote Karte zeigte", erklärte Spornhauer während der Pressekonferenz.

Vom Anpfiff weg beschränkte sich Betzdorf auf Torsicherung mit gelegentlichen Entlastungsangriffen. Toni Foniq, der einzige Angreifer, konnte die Abwehr der Einheimischen aber nicht ernsthaft in Verlegenheit bringen. Auf der Gegenseite ließ auch die aufmerksame Defensive Betzdorfs mit dem starken Torhüter Philipp Klappert und dem umsichtigen Abwehrchef Maximilian Ermert keine klare Einschussmöglichkeit zu. "Wir wollten so lange wie möglich die Null halten", erklärte Foniq. Dass die Mannschaft nicht frühzeitig in Rückstand geriet, hatte sie Torhüter Klappert zu verdanken, der einen fulminanten 16-Meter-Schuss Christopher Hocks bravourös entschärfte. Kurz vor der Pause reklamierte die Mechtersheimer Bank zu Unrecht Elfmeter, als Maximilian Ermert absolut fair den einschussbereiten Ester vom Ball gedrängt hatte. Aus der Überzahl konnte Betzdorf in den ersten 45 Minuten aber kein Kapital schlagen. Im Gegenteil: Mechtersheim spielte feldüberlegen und kombinierte sich geschickt durch das Mittelfeld. Allein der finale Pass fehlte, um erfolgreich zu sein. Fast mit dem Pausenpfiff war es dann doch passiert. Tolga Tuna setzte sich auf der rechten Außenbahn durch, flankte präzise nach innen, wo Georg Ester keine große Mühe mehr hatte, die Kugel unhaltbar ins Tor zu befördern. Im zweiten Abschnitt nahm die Partie an Härte, Hektik und Dramatik zu. Betzdorfs Coach verstärkte in Überzahl die Offensive, wechselte Yanick Tsannang als zweite Spitze ein, der postwendend auch mehr Schwung in die bis dahin wenig gefährlichen Angriffsbemühungen brachte. Als Tsannang seinem Bewacher Christopher Hock entwischt war, zog der die Notbremse. Den fälligen Freistoß aus 20 Metern verwandelte Sebastian Zimmermann mit einem sehenswertem Heber in den rechten Torwinkel zum Ausgleich. Der Treffer wirkte wie ein Befreiungsschlag zur rechten Zeit. Betzdorf kam nun stärker auf und als Mechtersheims Außenverteidiger Marvin Pelzl mit Gelb-Rot den Platz verlassen musste (68.) und die Einheimischen nur noch acht Feldspieler auf dem Rasen hatten, bekam Betzdorf, immer wieder angetrieben von dem überragenden Sven Houck, endgültig Oberwasser. Ein schneller Angriff über vier Stationen, an dem Ersel Sahin, Selman Kapusuz und Yanick Tsannang beteiligt waren, schloss der aufopferungsvoll kämpfende Toni Foniq mit dem 2:1-Siegtreffer ab. In der Schlussphase drängte Mechtersheim energisch auf den Ausgleich, doch mit Glück und Geschick verteidigten die Gäste den knappen Vorsprung.

Von unserem Mitarbeiter Manfred Scherer

Mechtersheim: Stengel – Pelzl, Hock, Brill, Olbrich – Tuna, Imre, Osipidis, Sigl – Ester (72. Hornig), Rehhäußer (58. Sprengling).

Betzdorf: Klappert – Sahin, Ermert, Löb (36. Brato), Jaeger – Houck, Zimmermann – Niedergesäß (72. Kapusuz), Becher, Ramb (46. Tsannang) – Foniq.

Schiedsrichter: Christian Lamberti (Schmelz) – Zuschauer: 189.

Tore: 1:0 Georg Ester (45.), 1:1 Sebastian Zimmermann (55.), 1:2 Toni Foniq (84.).

Besonderheiten: Rote Karte gegen Mechtersheims Kevin Sigl (20., grobes Foulspiel), Gelb-Rote Karte gegen Mechtersheims Marvin Pelz (68., wiederholtes Foulspiel).

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