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Engers

Engerser Torjäger Wiersch knackt die Hertha

Ludwig Velten

Der FV Engers rückt nach dem vierten Spieltag in der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/ Saar auf den zweiten Tabellenplatz vor. Der FVE besiegte den FC Hertha Wiesbach mit 3:1 (2:0) und verhalf gleichzeitig dem linksrheinischen Nachbarn TuS Rot-Weiß Koblenz zum Sprung an die Tabellenspitze.

Ein Hattrick blieb dem Engerser Christian Wiersch (vorn im grünen Trikot) beim 3:0-Sieg des FVE gegen Hertha Wiesbach zwar versagt, mit seinem Doppelpack und den drei Punkten war der Stürmer aber gewiss hochzufrieden. Links der Wiesbacher Torschütze Jan Umlauf. Foto:  Jörg Niebergall
Ein Hattrick blieb dem Engerser Christian Wiersch (vorn im grünen Trikot) beim 3:0-Sieg des FVE gegen Hertha Wiesbach zwar versagt, mit seinem Doppelpack und den drei Punkten war der Stürmer aber gewiss hochzufrieden. Links der Wiesbacher Torschütze Jan Umlauf.
Foto: Jörg Niebergall

Mit einem Doppelpack im ersten Abschnitt ragte Torjäger Christian Wiersch aus dem Engerser Team heraus. Während der FVE nach drei Siegen und einem Unentschieden noch ohne Niederlage ist, mussten die Gäste nach drei Erfolgen in Folge und 9:0 Toren zum ersten Mal den Platz als Verlierer verlassen.

Es war ein richtig gutes Fußballspiel mit viel Tempo von Beginn an. Doch beide Abwehrreihen ließen kaum echte Torchancen zu. Glück hatte der FV Engers, dass sich Lukas Klappert nach seiner Verletzung aus dem Mittwochspiel schon wieder fit gemeldet hatte und mit Aleksandar Naric wieder ein überragendes Innenverteidiger-Paar bildete.

Mit etwas Glück ging der FVE nach 22 Minuten in Führung. Ein abgefälschter 30-Meterschuss von Manoel Splettstößer landete genau vor den Füßen von Christian Wiersch. Der ließ dem Hertha-Torhüter Julian Wamsbach aus sechs Metern nicht den Hauch einer Chance, Engers führte mit 1:0. „Einige von uns haben geschlafen oder auf Abseits spekuliert. So frei darf kein Spieler in unserem Strafraum zum Schuss kommen“, ärgerte sich Wiesbachs Trainer Michael Petry über den leicht vermeidbaren ersten Gegentreffer seiner Elf in der Saison 2018/2019.

Doch es kam noch bitterer für die Gäste. Nach einem bösen Patzer Wamsbach, der einen harmlosen Ball fallen ließ, bedankte sich Schlitzohr Wiersch mit seinem zweiten Tor (31.).

Das war doppelt ärgerlich für die Gäste. Drei Minuten vor dem 2:0 hatte FC-Stürmer Ruddy Mpassi freistehend den Ausgleich gegen den gut reagierenden FVE-Torhüter Andreas Pütz vergeben. Fast wäre Wiersch (43.) ein Hattrick innerhalb von 21 Minuten gelungen, doch nach der Flanke von Yannik Finkenbusch setzte der Torjäger den Kopfball ein paar Zentimeter über die Torlatte – nichts war's mit Saisontor Nummer vier (43.).

Wiersch sprühte auch weiterhin förmlich vor Ehrgeiz und wirkte leicht angesäuert, als ihn sein Trainer Sascha Watzlawik nach 58 Minuten für den jungen Jonathan Kap vom Platz holte. „Es spricht für Christian, dass er sauer über die Auswechslung war“, zeigte Watzlawik Verständnis und begründete den Wechsel: „Wir haben einen breiten Kader mit jungen Spielern. Zudem hat die englische Woche viel Kraft gekostet.“ Neuzugang Jonathan Kap gelang zwar kein Tor, doch er deutete an, welches Potenzial in ihm steckt.

Als Wiesbach durch Jan Umlauf (74.) auf 1:2 verkürzte, schien der Engerser Sieg noch mal gefährdet. Doch die derzeitige FVE-Elf ist spielerisch in der Lage, solche Momente zu überstehen. Besonders in den letzten Minuten hatten die Gastgeber Chancen, um frühzeitig alles klar zu machen. Kap (87.) nach einer herrlichen Einzelleistung und Yannik Finkenbusch (90. + 3) völlig freistehend schafften es aber nicht.

Als Finkenbusch wenig später im Strafraum zu Fall kam, entschied der gute Schiedsrichter Patrick Simon aus Wonsheim auf Elfmeter. Sören Klappert knallte den Ball eiskalt zum 3:1 in die Maschen. „Das war richtig gut. Nach dem strapaziösen Mittwochspiel haben wir auch die Wiesbacher besiegt, die nach dem guten Start viele als Meisterschaftsfavoriten auf dem Zettel hatten“, freute sich Watzlawik und analysierte: „Wir haben gegen eine starke Abwehr unsere Chancen eiskalt genutzt und selbst hinten nur wenig zugelassen. Der Sieg geht in Ordnung.“ „Wir hatten es bei dem warmen Wetter schwer, einen 0:2-Rückstand aufzuholen. Ein Punkt wäre möglich gewesen. Doch es sollte nicht sein“, fand sich Petry mit der verdienten Niederlage ab.

Von unserem Mitarbeiter Ludwig Velten

FV Engers - FC Hertha Wiesbach 3:1 (2:0)

FV Engers: Pütz – Freisberg, Aleksandar Naric, Lukas Klappert, Horz – Splettstößer, Finkenbusch – Herrmann (72. Fiege), Sören Klappert, Schlesiger (77. Runkel) - Wiersch (58. Kap).

FC Hertha Wiesbach: Wamsbach – Hinkelmann, Lück, Staroscik, Krauß – Feka (90. Ikas), Schmidt, Umlauf, Runco – Mpassi (70. Urnau), Diallo (57. Lillig).

Schiedsrichter: Patrick Simon (Wonsheim). – Zuschauer: 250.

Tore: 1:0, 2:0 Christian Wiersch (22., 31.), 2:1 Jan Umlauf (74.), 3:1 Sören Klappert (90. + 3/Foulelfme-ter).

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