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Karbach

Karbach: Schmidt erklärt Verzicht auf Eberhardt und Denguezli

Der FSV Jägersburg und der FC Karbach haben einiges gemeinsam: Beide Klubs spielen seit der Saison 2015/16 in der Fußball-Oberliga, beide haben sich ziemlich schnell in der 5. Liga etabliert – und beide sind in dieser Runde mit je sechs Punkten aus drei Begegnungen ziemlich gut gestartet. Am Samstag steigt um 15.30 Uhr das direkte Duell im Homburger Stadtteil.

Der 23-Mann-Kader des FC Karbach ist gut aufgestellt, auch weil kaum Spieler verletzt sind: Deshalb muss Trainer Torsten Schmidt (weißes Shirt) – wie hier Linus Peuter – die ein oder andere Personalie erklären. Am vierten Spieltag gastieren die mit sechs Zählern gut gestarteten Karbacher beim FSV Jägersburg. Foto: hjs-Foto
Der 23-Mann-Kader des FC Karbach ist gut aufgestellt, auch weil kaum Spieler verletzt sind: Deshalb muss Trainer Torsten Schmidt (weißes Shirt) – wie hier Linus Peuter – die ein oder andere Personalie erklären. Am vierten Spieltag gastieren die mit sechs Zählern gut gestarteten Karbacher beim FSV Jägersburg.
Foto: hjs-Foto

Die Bilanz in den bisherigen sechs Auseinandersetzungen spricht mit 4:2 Siegen für Karbach. „Beide Vereine kann man gut miteinander vergleichen“, meint auch FC-Coach Torsten Schmidt: „Jägersburg ist wie wir ein sehr familiärer und kleiner Verein. Mit sechs Punkten sind sie genauso gut gestartet. Unser Ziel ist es, wieder mehr Heimspiele zu gewinnen, das ist uns mit den Siegen gegen Diefflen und Pfeddersheim bisher gelungen. Jetzt wollen wir den nächsten Schritt machen und auch den ersten Auswärtspunkt holen.“

Das einzige Gastspiel haben die Karbacher vor einer Woche mit 0:2 bei Schott Mainz verloren. Jägersburg schlug davor am ersten Spieltag den Regionalliga-Absteiger Schott durch ein spätes Tor mit 1:0. „Da hat Jägersburg sehr defensiv agiert“, sagt Schmidt: „Gegen uns erwarte ich sie deutlich offensiver.“ Nach dem Sieg gegen Schott mussten die Saarländer zweimal auswärts ran – dem 1:4 in Pfeddersheim folgte ein 3:1 in Bingen. Karbach schlug die Pfeddersheimer am Dienstag verdient mit 3:1.

Dieser Erfolg lieferte einige interessante Personalgeschichten: Da wäre zum einem das Startelfdebüt von Andreas Nicolay zu nennen. Dass der ehemalige A-Klasse-Kicker der Spvgg Cochem bereits am dritten Spieltag das Vertrauen von Schmidt ausgesprochen bekam, spricht für Nicolay. Er kassierte ein Lob von seinem Trainer: „Andi hat gute Möglichkeiten, auch in Jägersburg von Beginn an zu spielen.“ Nicolay sagte unmittelbar nach dem Pfeddersheim-Spiel: „Körperlich ist die Oberliga natürlich etwas ganz anderes als die A-Klasse, da geht es schön zur Sache. Aber ich habe mich auf dem Platz wohl gefühlt. Jeder Einsatz bringt mich natürlich weiter.“

Die ersten fünf Minuten in dieser Saison sammelte Maximilian Junk gegen Pfeddersheim. Der Kapitän wurde in der 85. Minute eingewechselt. Knieprobleme hatten bei Junk zuletzt immer wieder zu Rückschlägen geführt. „Maxi ist nun in dem Zustand, dass er Minuten sammeln kann, um bald eine Option für die Startelf zu werden“, sagt Schmidt. Neben Junk kam auch André Marx als Joker ins Spiel. „André hatte nach seiner Weisheitszahnentzündung vor dem Spiel nicht trainieren können, da war es die logische Folge, dass er nur reinkommt“, begründete Schmidt: „In Jägersburg wird André auf jeden Fall wieder beginnen.“

Nicht wegzudenken sind aus der FC-Stammelf Tim Puttkammer und Enrico Köppen, das bewiesen beide auch gegen Pfeddersheim. Köppen traf doppelt und führt mit drei Toren die Schützenliste der Oberliga an. Dass er nach dem Abgang von Sören Klappert (zu Ligakonkurrent Engers) der einzige Mittelstürmer im FC-Kader ist, beflügelt anscheinend Köppen. „Dass hat sich schon in der Rückrunde angedeutet und hat nichts mit dem Abgang von Sören zu tun“, meint Schmidt: „Köppi hat einfach großes Selbstvertrauen momentan. Das hat man beim 3:1 gesehen.“ Da vernaschte Köppen erst einen Gegenspieler, um dann den Pfeddersheimer Keeper gefühlvoll zu überlupfen.

Das 2:0 hatte Puttkammer markiert, er spielt seit dieser Saison auf dem offensiven linken Flügel. Der 27-Jährige spielt seit acht Jahren für Karbach – und das eigentlich immer als Außenverteidiger. „In der Planung der Saison hat sich früh herauskristallisiert, dass Tim nach vorne rückt, weil wir gute Abwehrspieler dazugeholt haben“, sagt Schmidt: „Jetzt können wir seine Offensivqualitäten noch besser nutzen. Ihm gefällt die neue Rolle sehr gut. Für uns alle ist das gewinnbringend.“

Beim Sieg gegen Pfeddersheim gab es nicht nur zufriedene Gesichter im FC-Kader. Die alteingesessenen David Eberhardt und Selim Denguezli standen nicht im 18-Mann-Kader, obwohl sie einsatzbereit gewesen wären. Schmidt erklärt den Verzicht auf das Duo, auf das der Trainer in der Vergangenheit immer große Stücke gehalten hat: „Selim war in der Vorbereitung verletzt, David hatte auch Rückstand. Für sie ist es momentan wichtiger, konditionell zu arbeiten, um den Anschluss herzustellen. Deshalb waren sie nicht im Kader.“ Ob beide Verständnis für die überraschende Entscheidung hatten? „Natürlich nicht“, antwortet Schmidt: „Ihre Begeisterung hielt sich in Grenzen. Das wäre ja auch schlimm als Fußballer. Aber die beiden sind erfahrene Spieler, die wissen, dass die Begründung für den Verzicht richtig war.“ Eberhardt steht in Jägersburg wieder im Kader, für Denguezli reicht es noch nicht – genau wie für Johannes Göderz (nach Krankheit wieder im Training) und Christopher Gerhartz (weiter am Knöchel verletzt). Michael Bongard

FC Karbach
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