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    Karbach: 30 gute Minuten sind beim 2:3 zu wenig

    Eine Direktabnahme von Sören Klappert, die übers Tor ging. Ein Kopfball von David Eberhardt, die der Torhüter glänzend parierte. Chancen auf den Ausgleich hatte der FC Karbach im Oberligaheimspiel gegen den FC Hertha Wiesbach. Doch der wäre nach einer desolaten ersten Halbzeit sicherlich schmeichelhaft gewesen. Am Ende mussten sich die Gastgeber mit 2:3 (0:2) geschlagen geben und damit die dritte Niederlage in Folge hinnehmen.

    Karbachs Tim Puttkammer (in Blau, mit Ball) und seine Teamkollegen (im Hintergrund von links mit David Eberhardt, Tobias Wirtz und Kadir Yalcin) mussten gegen Hertha Wiesbach eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Nach 0:3-Rückstand hieß es am Ende 2:3.  Foto: hjs-Foto
    Karbachs Tim Puttkammer (in Blau, mit Ball) und seine Teamkollegen (im Hintergrund von links mit David Eberhardt, Tobias Wirtz und Kadir Yalcin) mussten gegen Hertha Wiesbach eine empfindliche Niederlage hinnehmen. Nach 0:3-Rückstand hieß es am Ende 2:3.
    Foto: hjs-Foto

    Den Grundstein für diese Niederlage legte die Mannschaft von Trainer Torsten Schmidt zweifelsfrei in Halbzeit eins. Schmidt hatte nach der 0:3-Schlappe bei Eintracht Trier eine defensive Variante gewählt und mit Fünferkette gespielt. „Die funktioniert allerdings nur, wenn die Spieler auf dem Platz bereit sind, auch ihren Defensivaufgaben nachzugehen“, so der Coach. Taten sie allerdings nicht. Und so war jegliche Taktik schon nach zwei Minuten hinfällig beziehungsweise erst gar nicht erkennbar. Da nämlich erzielten die Gäste das 0:1. Nach einem Pass in den Lauf von Maurice Urnau lief der halbrechts alleine aufs Tor zu und musste den Ball nur noch ins lange Eck schieben. Konnte er auch. Weil kein Karbacher Spieler in der Nähe war. Und es ging genau so weiter. Vor allem im Mittelfeld bekamen die Gastgeber überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel. Waren immer einen Schritt langsamer, waren nie da, um mal zweite Bälle abzufangen und fanden überhaupt keine Mittel, um in die Nähe des Wiesbacher Tores zu kommen. Wenn überhaupt, dann hätte mal über die rechte Seite und über Tim Puttkammer und Tobias Jakobs etwas gehen können, aber die hatten ungewohnte Abstimmungsschwierigkeiten, sodass die Versuche eines Doppelpasses oft genau daran scheiterten.

    Apropos Doppelpass. Einfaches Mittel. Von Wiesbach bis zur Perfektion angewendet. Auch deswegen kam es immer wieder zu brenzligen Situationen vor dem Karbacher Tor. Beispielsweise bei einem Schuss von Björn Recktenwald aus 20 Metern (18.), bei einem Abschluss von Samed Karatas nach Vorarbeit von Recktenwald (22.), bei einer schönen Kombination mit einem Abschluss von Recktenwald (25.), bei einer Direktabnahme von Hendrik Schmidt, den David Eberhardt auf der Linie klären musste (28.). Oder auch beim 0:2, als Recktenwald Cordt Andreas Flätgen bediente. Dessen Schuss fälschte Julian Hohns noch ab (29.).

    Und Karbach? Die waren vordergründig mit reagieren beschäftigt. Agierten kaum. Kamen kaum vors gegnerische Tor. Mal ein zu lang geratener Ball von Maximilian Junk auf Puttkammer (15.), mal eine zu unpräzise Hereingabe von Jakobs (24.). „Wir können uns bei Kadir bedanken, dass wir zur Pause nur 0:2 zurückgelegen haben“, brachte es Schmidt auf den Punkt.

    Der wurde nach eigenen Augen in der Kabine keineswegs laut, fand aber scheinbar dennoch die richtigen Worte. Denn nach Wiederanpfiff und mit der Umstellung auf Dreierkette kamen die Karbacher endlich in der Partie an. Die angestrebte Aufholjagd erhielt aber erst einmal einen Dämpfer – mit dem 0:3 durch Recktenwald (62.). Doch praktisch im Gegenzug erzielten die Gastgeber dank eines abgefälschten Balls und durch Junk den 1:3-Anschluss. Eberhardt wurde in den Angriff befördert, die stärkste Karbacher Phase wurde eingeläutet. Zudem hatte Schmidt mittlerweile auch Torjäger Enrico Köppen auf dem Feld, er war nach 61 Minuten für Marco Gietzen gekommen. Gleichzeitig kam Selim Denguezli für Tobias Wirtz. Eine Minute nach dem Doppelwechsel fiel wie erwähnt das 0:3. Wirtz hatte wie Dominik Kunz bei den Karbachern erstmals in der Startelf gestanden, Kunz wurde nach 74 Minuten gegen Michael Kohns ausgetauscht. Die Karbacher Schlussoffensive wurde in der 75. Minute mit dem 2:3 belohnt. Flanke Hohns. Flugkopfball Puttkammer. Denguezli musste nur noch den Fuß hinhalten. Karbach versuchte in der Folge alles, um den Ausgleich zu erzielen, doch es reichte nicht. Genau wie gute 30 Minuten eben oft nicht ausreichen, um erfolgreich aus einem Spiel zu gehen.

    Damit stehen nach acht Partien nur elf Punkte auf dem FC-Konto, die nächsten Gegner in der Liga heißen Pirmasens (Zweiter) und Homburg (Erster). Da vor würde wahrscheinlich ein Erfolgserlebnis am Mittwoch im Rheinlandpokal beim Bezirksligisten SG Elztal gut tun.

    Sina Ternis

    FC Karbach - Hertha Wiesbach 2:3 (0:2)

    Karbach: Yalcin – Gietzen (61. Köppen), Hohns, Wirtz (61. Denguezli), Eberhardt, Puttkammer – Göderz, Junk, Jakobs – Kunz (74. Kohns), S. Klappert.

    Wiesbach: Wamsbach – Lück, Schmidt, Karatas (62. Zöller), Flätgen, Recktenwald (84. Paulus), Hinkelmann, Urnau (90. Fink), Noll, Ogorodnik, Runco.

    Schiedsrichter: Christian Gittelmann (Gauersheim).

    Zuschauer: 232.

    Tore: 0:1 Urnau (2.), 0:2 Flätgen (29.), 0:3 Recktenwald (62.), 1:3 Junk ( 63.), 2:3 Denguezli (75.).

    Beste Spieler: Puttkammer – Recktenwald.

    Nächste Aufgabe für Karbach: am Mittwoch (19.30 Uhr) in der 3. Runde des Rheinlandpokals in Gering bei der SG Elztal.

    Das sagten die Trainer im Pressegespräch

    Torsten Schmidt (FC Karbach): Wir haben ganz bewusst defensiver angefangen und uns für die Fünferkette entschieden. Dann muss allerdings auch immer die Bereitschaft zur Abwehrarbeit da sein. Stattdessen haben wir uns ausspielen lassen. Die erste Halbzeit war wirklich zum Vergessen. In der zweiten Hälfte wurde es besser, auch mit der Umstellung auf ein 3-5-2-System. Wir hatten dann ja auch die Möglichkeiten zum Ausgleich, haben es aber in den entscheidenden Momenten nicht geschafft, den Ball über die Linie zu drücken. Dabei war Wiesbach in der Defensive nicht so sattelfest.

    Michael Petry (Wiesbach): Wir haben überragend angefangen, und die Jungs haben nach dem 0:6 vergangene Woche die richtige Reaktion gezeigt. Uns war natürlich auch bewusst, dass zwei Mannschaften aufeinandertreffen, die nach ihren Niederlagen in der Vorwoche unbedingt gewinnen wollten und dass beide das Potenzial haben, auch vorne mitzuspielen. Uns war es wichtig, die Null zu halten. Das ist uns ja zumindest eine Halbzeit lang gelungen. Das 1:3 ist natürlich relativ früh gefallen, sodass wir noch mal zittern mussten. Ich denke aber, der Sieg war am Ende hochverdient.

    FC Karbach
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