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    Daniel Bernd im Interview: Was ist bloß mit Karbach los?

    Sechsmal (!) hat der FC Karbach in der Fußball-Oberliga am Stück verloren, die Vorderhunsrücker befinden sich in ihrer größten Krise seit Jahren. Vor dem Heimspiel am Samstag (15.30 Uhr) gegen den SV Morlautern sprachen wir mit dem Vorsitzenden Daniel Bernd über die Situation auf dem Quintinsberg.

    FC-ChefDaniel Bernd
    FC-ChefDaniel Bernd
    Foto: FCK

    Herr Bernd, Ihr Verein durchlebt die größte Pleitenserie seit der Neuausrichtung im Jahr 2005. Was ist los mit dem FC Karbach?

    Da spielen viele Faktoren rein. Der Kader ist zu klein, das war uns von Anfang an aber bewusst. Dazu war der Spielplan in den vergangenen Wochen mit den Brocken Trier, Homburg, Pirmasens nicht auf unserer Seite. Aber wir haben ja auch gegen andere, die auf unserem Niveau sein sollten, klar verloren. Das Problem ist, dass sich die Spieler mit anderen Sachen befassen als mit Fußball. Die absolute Geilheit, Oberliga zu spielen, ist bei uns abhanden gekommen. Wir trainieren oft nur mit 13, 14 Mann aus dem 23-Mann-Kader, weil Spieler aus beruflichen Gründen fehlen, weil sie in Kurzurlaub sind, weil sie verletzt sind oder weil sie sonstige Probleme haben. Aber das ist hier keine B-Klasse, das ist Oberliga. Und da wird jede Nachlässigkeit bitter bestraft.

    Die Saison hat mit elf Punkten aus fünf Spielen top begonnen.

    Ja, da haben wir aber noch von unserer sehr guten Vorbereitung gelebt. Dann kamen die Niederlagen, es wurden immer weniger Spieler. Und es wird nicht besser, jetzt kommen auch noch Sperren hinzu.

    Sie sprechen die Rote Karte von Tobias Jakobs am Dienstag beim 0:3 in Engers an.

    Ja, Tobi soll nachgetreten haben laut Schiedsrichter. Auch Engerser Verantwortliche haben das anders gesehen. Rot war zu hart. Aber trotzdem: Tobi war gerade eingewechselt worden. Und wie er dann anläuft bei dem Zweikampf... Ja, er überzieht eben manchmal. Jetzt ist er mindestens zwei Spiele gesperrt.

    Die Undiszipliniertheiten häufen sich in der Mannschaft. Stürmer Enrico Köppen verschlief vor Wochen beim Highlight-Spiel in Trier den Treffpunkt, der um halb zwölf war. In Engers gaben Ihre Spieler ein ganz schlechtes Bild ab.

    Richtig. Wie sich die Jungs, die jede Woche miteinander weggehen, in der ersten Halbzeit in Engers angegiftet haben, habe ich so noch nicht erlebt. Zu Köppi: Es ist eine Art Selbstzufriedenheit bei uns eingetreten, dann passiert so etwas. Wann das seinen Anfang genommen hat, weiß ich nicht. Aber das Theater vor einem Jahr mit dem Wiederholungsspiel in Mechtersheim und unserem Verzicht auf die Regionalliga ist da sicherlich ein Ausgangspunkt. Wir waren in der Rückrunde der Vorsaison von den Punkten her schon ein Abstiegskandidat. Das setzt sich nun fort, einen Punkt sind wir nur noch von der Abstiegszone entfernt. Die Sache ist relativ einfach: Jeder sollte mal auf sich gucken. Aber jeder ist momentan damit beschäftigt, sich zu verteidigen und mit dem Finger auf andere zu zeigen.

    Jetzt kommen zwei heiße Wochen auf Karbach zu: Am Samstag gegen Morlautern, eine Woche später in Idar-Oberstein, ehe am 21. Oktober 1. FC Kaiserslautern II auf den Quintinsberg kommt. Und mittendrin (18. Oktober) das Pokalspiel gegen Salmrohr.

    Wir gucken nur auf Morlautern am Samstag, weiter gucken wir nicht.

    Was fordern Sie denn jetzt von der Mannschaft?

    Ich erwarte, dass die Spieler die Klappe halten und nicht alles hinterfragen. Das habe ich ihnen direkt nach dem Engers-Spiel am Dienstag in der Kabine gesagt – und es noch mal am Mittwoch vor dem Training wiederholt. Das Wichtigste ist jetzt das Spiel gegen Morlautern. Darauf müssen sich die Spieler konzentrieren. Ich denke, keiner will am Ende seinen Anteil am Abstieg haben. Vor allem nicht die vielen Spieler, die noch bei uns sind und ihren Anteil am Aufstieg vor mehr als zwei Jahren hatten. Jeder muss jetzt bereit sein, eine deutliche Schippe draufzupacken. Ich will keinen sehen, der nur Dienst nach Vorschrift macht. Und das war es in den letzten Wochen bei einigen noch nicht mal...

    Trainer Torsten Schmidt ist die 13. Saison beim FC Karbach, er steht mit Ihnen für den Aufstieg von der B-Klasse bis in die Oberliga. Schmidt ist unantastbar. Umgekehrt: Haben Sie Angst, dass er die Brocken hinwirft, wenn es so weitergeht?

    Die Frage sollte man eher Torsten stellen. Er weiß, welche Rückendeckung er im Verein hat. Wir haben sechs Spiele in Folge verloren. Das gab es noch nie. Natürlich gibt es auch kritische Fragen an ihn. Aber darum geht es nicht, es geht nicht um Torsten, es geht um die, die auf dem Platz stehen. Was Torsten für den Verein von morgens bis abends leistet, das findest du in der Oberliga kein zweites Mal. Natürlich habe ich Bedenken, dass er müde wird und vielleicht hinschmeißt. Ich kann nur sagen: Hoffentlich nicht.

    Sie haben den kleinen Kader angesprochen. Muss Karbach im Winter nachbessern?

    Mit Yannick Rinker (Auslandssemester) und Sebastian Schmitt (verletzt) werden uns zwei wichtige Spieler nach der Winterpause wieder zur Verfügung stehen. Auf beide bauen wir. Mit Transfers ist das in der Winterpause immer so eine Sache. Sie müssen was bringen und sie müssen finanzierbar sein, denn die Freigabe muss im Winter ja erkauft werden.

    Das Gespräch führte unser Redakteur Michael Bongard

    FC Karbach
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