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    Idar-Oberstein

    Weltuntergang? So weit ist der SC Idar-Oberstein noch nicht

    Eine bisschen in Richtung Weltuntergang tendierte die Stimmung auf der Sitzplatztribüne im Haag-Stadion schon, nachdem der SC Idar-Oberstein nur 3:3 gegen den FV Eppelborn gespielt hatte. Viele treue Zuschauer sahen schwarz für die Oberligazukunft des Sportclubs, nachdem er eine 3:1-Führung ziemlich fahrlässig verspielt hatte. Fanunikum Werner Enck – wer sonst – machte seinem Unmut auf der Tribüne lautstark Luft, faltete die Mannschaft verbal zusammen und schrie aus, was wohl Viele dachten, aber nicht so lautstark ins Stadion hinausposaunten: „Ihr führt 3:1, müsstet 4:1 oder 5:1 vorne liegen und jetzt steht es 3:3, ihr 'Schlofkepp'“. Wie eine entscheidende Niederlage im Rennen um den Oberligaverbleib kam dem Publikum dieses also 3:3 vor.

    So funktioniert das Spiel. SC-Trainer Murat Yasar erklärt Thiago seinen Plan. Den Schiedsrichterassistenten dahinter scheint die kleine Spontankonferenz an der Seitenlinie nicht zu interessieren.  Foto: Joachim Hähn
    So funktioniert das Spiel. SC-Trainer Murat Yasar erklärt Thiago seinen Plan. Den Schiedsrichterassistenten dahinter scheint die kleine Spontankonferenz an der Seitenlinie nicht zu interessieren.
    Foto: Joachim Hähn

    So nachvollziehbar die Reaktionen auf die für Neutrale unterhaltsamen, nüchtern betrachtet jedoch schwachen 90 Oberliga-Minuten des SC Idar-Oberstein auch waren, so überzogen ist die Weltuntergangsstimmung.

    Nicht weit weg vom grünen Bereich

    Vor dem Spiel am Samstag bei Saar 05 Saarbrücken am legendären Kieselhumes (Anpfiff 14.30 Uhr) hat die Mannschaft von Trainer Murat Yasar noch alle Oberligatrümpfe in der Hand. Ja, der SC Idar-Oberstein muss wachsam sein, muss sich unbedingt steigern – aber er ist absolut bei der Musik. Der Klassenverbleib, das erklärte Ziel, muss objektiv betrachtet nach zehn Spielen nicht in Frage gestellt werden. Schon die Tabelle widerlegt all jene, die im Unentschieden gegen Eppelborn eine Niederlage sehen – ganz einfach deshalb, weil dieses schreckliche 3:3 immerhin einen Punkt brachte, der den SC sogar zwei Tabellenplätze nach oben klettern ließ. Sechstletzter sind die Idarer nun, stehen also auf dem ersten denkbaren Abstiegsrang. Sie sind punktgleich mit dem Siebt- und Achtletzten und lediglich drei Punkte hinter Platz acht. Der SC ist also nicht gerade im grünen Bereich, aber auch nicht so meilenweit davon entfernt, dass eine Weltuntergangsstimmung zu rechtfertigen wäre.

    Situation von Saar 05 überrascht

    Insofern liegt SC-Coach Murat Yasar richtig, wenn er das 3:3 gegen Eppelbon zwar aufarbeitet, aber seine Kraft vor allen Dingen in die Vorbereitung auf die Partie bei Saar 05 steckt. Weggesteckt habe er das Remis, sagt er, ehe er lachend erzählt: „Man schläft nach so was halt immer ein bisschen komisch, aber es geht am Samstag schon weiter und deshalb bleibt wenig Zeit, um nachzukarten. Man wertet schon wieder die Informationen aus, die man über Saar 05 Saarbrücken bekommen hat.“ Dass die Saarländer punktgleich mit dem SC sind, wegen des schlechteren Torverhältnisses aber einen Platz tiefer rangieren, überrascht Yasar. „Ganz klar, ich habe diese Mannschaft deutlich weiter oben erwartet“, betont er, ehe er festhält: „Dass Saar 05 auf einem Abstiegsplatz steht, relativiert in meinen Augen unsere Situation.“

    Das SC-Team sollte liefern

    Tatsächlich findet im Kieselhumesstadion oder auf dem Kunstrasenplatz daneben also eines dieser so wichtigen direkten Duelle im Tabellenkeller statt. Für den SC ist das also die Chance, die Stimmung aufzuhellen und sich zunächst einmal weg von den Abstiegsplätzen zu schießen. Man könnte freilich auch die Gefahr sehen, die eine Niederlage brächte. Die Gewitterwolken würden schwerer, der SC geriete mehr unter Druck – und die dann folgende Partie gegen den FC Karbach könnte dann womöglich doch einen entscheidenderen Charakter bekommen, als es Mannschaft und Trainer lieb sein dürfte. Es steht also außer Frage, dass zum aktuellen Zeitpunkt kein Platz für allzu düstere Prophezeiungen ist, die Idarer Mannschaft aber in Saarbrücken liefern sollte – zumindest eine gute, konzentrierte, gierige Leistung.

    „Dass seine Mannschaft zuletzt zweimal die Anfangsphase total verschlief und seine Spieler reihenweise individuelle Fehler begingen, dass die Kommunikation untereinander auf dem Platz verbesserungswürdig war, die Rückwärtsbewegung nicht stimmte und viele kleine Baustellen klafften, ist für Yasar in erster Linie ein „Kopfproblem“. Der Trainer sagt: „An der grundsätzlichen Einstellung im Training und im Spiel mangelt es keinem Spieler. Die Jungs trainieren, dass es eine Freude ist.“ Deshalb betont Yasar, der im Übrigen festhält, dass es sich für einen Trainer beim SC ruhig arbeiten lässt: „Die Mannschaft kriegt meine volle Rückendeckung.“

    Trainerlob für Komarov

    Der SC-Coach setzt darauf, dass „Saar 05 Saarbrücken auch nicht gerade vor Selbstvertrauen strotzt“ und verspricht: „Wir sind darauf gepolt, dort etwas mitzunehmen. Wir sind absolut in der Lage dazu.“

    Allerdings hat sich die personelle Situation nach der Partie gegen Eppelborn nicht gerade verbessert. Kapitän André Thom wird wegen seiner Muskelverletzung ausfallen, und hinter den beiden Brasilianern Alex und Lucas stehen Fragezeichen. „Alex hat eine Rippenprellung davon getragen und Lucas hat einen Knöchel, so dick wie ein Handball“, informiert Yasar. Ob Justus Klein nach seiner Kiefer-OP wieder dabei sein kann, ist noch offen. „Es ist durchaus möglich, dass jetzt die Stunde für die Jungs schlägt, die bisher nicht so viel Spielzeit hatten“, sagt Yasar.

    So wie für Michael Komarov, der gegen Eppelborn sein Startelf-Debüt feierte. Der Obersteiner Junge, der aus der vom FC Hohl aus der A-Klasse zum SC kam, hatte allerdings gerade zu Beginn erhebliche Probleme, mit dem Tempo und den taktischen Anforderungen in der Oberliga klarzukommen, biss sich dann aber immerhin ins Spiel. Yasar lobte: „Er ist ins kalte Wasser geworfen worden, und wenn um ihn herum lauter erfahrene Spieler es nicht geregelt bekommen, die Partie in den Griff zu bekommen, dann kann ich das von ihm am wenigsten erwarten. Für mich hat Michael ein sehr gutes Spiel gemacht.“ Es ist also durchaus möglich, dass Komarov auch in Saarbrücken auf der verantwortungsvollen Sechserposition aufläuft. Vielleicht baut Yasar aber weitere Erfahrung ein und bringt Ex-Kapitän Christoph Schunck, der dem Team mit seiner Zweikampfhärte, seinem Auge und seiner Gelassenheit zweifellos weiterhelfen könnte. Wie immer bei personellen Fragen lässt sich Yasar nicht in die Karten schauen, sondern stellt klar, was für ihn wirklich wichtig ist: „Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen, unbedingt.“

    Wenn dem SC Idar-Oberstein das im Kieselhumesstadion bei Saar 05 Saarbrücken gelingt, dann ist die Weltuntergangsstimmung bei den Anhängern schnell vergessen, wenn nicht, dann steht der SC eine Woche später gegen den FC Karbach zum ersten Mal in dieser Runde wirklich unter Druck – auch wenn Yasar zurecht immer wieder betont: „Wir haben gewusst, dass die Saison schwierig wird.“

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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