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    Verrücktes Spiel: SC Idar-Oberstein verspielt 3:1-Führung

    Der SC Idar-Oberstein wartet in der Fußball-Oberliga weiter auf seinen dritten Saisonsieg. Beim Heimspiel gegen den FV Eppelborn reichte es trotz 3:1-Pausenführung nur zu einem 3:3. „Man hat vom Niveau schon gesehen, warum beide Mannschaften in der Tabelle unten stehen“, urteilte SC-Trainer Murat Yasar, während Eppelborns Coach Jan Berger von einem „verrückten Spiel“ sprach. Beide Aussagen stimmen.

    Alex do Nascimento (in schwarz) zieht davon. Der Brasilianer brachte seinen SC Idar-Oberstein gegen den FV Eppelborn mit 1:0 in Führung. Doch am Ende mussten er und seine Mannschaftskameraden sich mit einem 3:3 begnügen.  Foto: Joachim Hähn
    Alex do Nascimento (in schwarz) zieht davon. Der Brasilianer brachte seinen SC Idar-Oberstein gegen den FV Eppelborn mit 1:0 in Führung. Doch am Ende mussten er und seine Mannschaftskameraden sich mit einem 3:3 begnügen.
    Foto: Joachim Hähn

    Die Kurzform der Partie geht so: Bevor der SC Idar-Oberstein nach acht Minuten mit 1:0 in Führung ging, musste eigentlich Eppelborn mit 2:0 vorn liegen. Nach dem 1:1-Ausgleich schoss der SC eine 3:1-Pausenführung heraus, die er in den zehn Minuten nach dem Seitenwechsel eigentlich in eine 4:1-, 5:1- oder sogar 6:1-Führung hätte ausbauen müssen. Die Idarer versäumten das und kassierten per Doppelschlag bis zur 60. Minute das 3:3. Es folgte ein zerfahrenes Abschlussdrittel weit jenseits von dem, was man sich gemeinhin unter Oberliganiveau vorstellt.

    Doch auch die ersten 60 Minuten hatten mit höherklassigem, strukturiertem Fußball nichts zu tun, so kurzweilig sie auch gewesen sein mögen. Beide Mannschaften waren defensiv einfach schwach, verzeichneten krasse individuelle Fehler und luden zum Toreschießen ein. Dass die Angreifer daraus letztlich „nur“ sechs Tore machten, darf als weiterer Beweis für die mangelhafte Tagesqualität beider Teams gewertet werden. „Leider waren wir gute Gastgeber und haben viel zu viele Geschenke verteilt“, ärgerte sich Yasar.

    Doch zunächst wollten die Eppelborner die Geschenke überhaupt nicht haben. Bis zur 4. Minute hatten sie schon dreimal alleine vor dem SC-Tor gestanden, das doch wieder der genesene Andreas Forster hütete, vergaben aber kläglich. Das erste Mal schon nach 35 Sekunden, als Kevin Saks aus acht Metern blank drüber schoss. Zur Strafe ging dann auch nicht Eppelborn in Führung, sondern überraschenderweise der SC. Felix Ruppenthal, der Eppelborn wegen seines Tempos gewaltige Probleme bereitete, startete durch und bediente Thiago, der auf Alex ablegte. Hart und flach schoss der Brasilianer ein – 1:0 (8.).

    Ruhe bekam der SC trotz des Tores nicht. Defensiv passte nichts. Gerade das Mittelfeld-Zentrum, wo Michael Komarov zum ersten Mal von Anfang an zusammen mit Kapitän André Thom auf der „Doppelsechs“ auflief, war offen wie ein Scheunentor. Zwei Großchancen später hatte Eppelborn ausgeglichen. Jan Mayer schlug einen Diagonalpass, Saks übersprang SC-Linksverteidiger Dennis Kaucher, und in der Mitte hatte die Innenverteidigung Jens Schlemmer aus den Augen verloren, der per Kopf zum verdienten, ja für den SC sogar schmeichelhaften, 1:1 traf (14.).

    Sieben Minuten später musste der SC den nächsten Rückschlag hinnehmen. Thom musste wegen einer Oberschenkelverletzung raus (21.). Lucas da Silva kam (er wurde in der 76. Minute übrigens wegen eines Schlags auf den Knöchel wieder ausgewechselt), rückte ins Angriffszentrum, wo Christian Henn begonnen hatte. Henn übernahm die Kapitänsbinde und Thoms Rolle im Mittelfeld. Defensiv stand der SC danach zunächst etwas besser.

    Das hatte sicherlich auch damit zu tun, dass die Idarer wieder in Führung lagen, denn nur eine Minute nach der Auswechslung Thoms stocherte Ruppenthal eine scharfe Freistoßflanke von rechts von Thiago zum 2:1 über die Linie (22.). Bis zur Pause besaß der SC noch zwei, drei Halbchancen und hatte noch einmal Glück, als Kaucher nach einem Kopfball von Lucas Becker auf der Linie das 2:2 verhinderte (35.). Zehn Minuten später schienen die Gastgeber dann auf die Siegerstraße abzubiegen. Lucas stieg völlig alleine im Strafraum hoch und wuchtete die Kugel zum 3:1 ins Netz (45.). Die Ecke zuvor hatte Thiago getreten, der damit seinen dritten Assist des Spiels verzeichnete. „Eigentlich war das der Genickbruch für uns“, sagte FV-Coach Berger, um dann festzuhalten: „Nach der Pause wurden wir dann zehn Minuten lang verprügelt. Man muss klar sagen, dass der SC Idar-Oberstein da das 4:1, 5:1 oder 6:1 verpasst hat. Wir waren eigentlich tot.“ Tatsächlich entwickelten die Idarer nur gewaltigen Druck und waren augenfällig auf das entscheidende 4:1 aus. Doch nur ein Abseitstor von Ruppenthal sprang heraus (49.). Weitere Großchancen vergaben Paulo de Souza (47.), Ruppenthal (51.) und Thiago (53.).

    Eine Einzelaktion brachte Eppelborn urplötzlich ins Spiel zurück. Der eingewechselte Johannes Roßfeld traf aus 19 Metern halblinke Position hoch ins Eck zum 2:3 (57.). „Traumtor“, nannte FV-Coach Berger den Treffer, doch nüchtern betrachtet, war er – so schön er auch anzusehen war – haltbar, und der Schütze wurde nicht attackiert, obwohl der SC Überzahl in Ballnähe hatte.

    Drei Minute später glich Eppelborn dann aus. Der schwache Innenverteidiger Paulo de Souza spielte in der Vorwärtsbewegung einen Fehlpass und lud den FV zu einem Konter ein, an dessen Ende Saks flanke und Maurice Schwenk die Kugel am langen Eck zum 3:3 eindrückte (60.). „Katastrophenball“, nannte Yasar den Fehlpass seines Innenverteidigers, um dann einen Ansatzpunkt für die kommenden Partien zu nennen. „Wir müssen unsere individuellen Fehler abstellen.“

    Am besten schon am Samstag, wenn der SC um 14.30 Uhr im Duell des Fünftletzten gegen den Sechsletzten beim punktgleichen Saar 05 Saarbrücken zu Gast ist.

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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