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Idar-Oberstein

SC Idar-Oberstein hofft gegen den 1. FC Kaiserslautern auf 5000 Zuschauer im Haag-Stadion

Eigentlich will Murat Yasar wirklich noch nicht Stellung zum 1. FC Kaiserslautern beziehen, schließlich möchte sich der Trainer des SC Idar-Oberstein voll auf das wichtige Oberliga-Heimspiel gegen den FC Karbach konzentrieren. Aber dann hat Yasar doch einen Einblick in seine Gedankenwelt rund um das Traumlos des gegen den viermaligen Deutschen Meister und zweifachen DFB-Pokalsieger gewährt. Yasar sagt: „Für mich ist dieses Los ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es natürlich schön, auf der anderen Seite wäre es besser gewesen, wenn wir den FCK vielleicht die eine oder andere Runde später bekommen hätten. Trotzdem ist es natürlich ein Highlight.“ Mit einem Augenzwinkern mutmaßt der Idarer Trainer außerdem: „Beim Südwestdeutschen Fußballverband waren bestimmt alle ganz froh, dass das Los uns zugefallen ist. Bei vielen anderen Vereinen hätte es bestimmt das eine oder andere Problem mehr gegeben.“

Einmal hat der SC Idar-Oberstein in dieser Saison schon gegen die Profis des 1. FC Kaiserslautern gespielt. Im Freundschaftskick in Mühlbach unterlag der SC dem 1. FCK 1:5. Lucas setzte sich damals mit Kult-Profi und Cornflakeszähler Jan Löhmannsröben auseinander.  Foto: Joachim Hähn
Einmal hat der SC Idar-Oberstein in dieser Saison schon gegen die Profis des 1. FC Kaiserslautern gespielt. Im Freundschaftskick in Mühlbach unterlag der SC dem 1. FCK 1:5. Lucas setzte sich damals mit Kult-Profi und Cornflakeszähler Jan Löhmannsröben auseinander.
Foto: Joachim Hähn

Yasar hat natürlich recht, ein richtiges Heimspiel, also eines auf eigenem Gelände, gegen den 1. FC Kaiserslautern können nicht viele Vereine im SWFV stemmen. Nur wenige Klubs können die Sicherheitsauflagen erfüllen, die ein Pflichtspiel gegen die Roten Teufel mit ihrem heißblütigen, aber in Teilen eben auch nicht unproblematischen Anhang, mit sich bringt. Der SC Idar-Oberstein gehört zu der Handvoll Klubs, deren Stadion die Voraussetzungen für ein solches Spiel erfüllen. „Wir müssen keine baulichen Veränderungen vornehmen“, bestätigt Martin Schneider, der sportliche Leiter des SC Idar-Oberstein. „Unser Stadion ist noch aus unserer Regionalligazeit gerüstet. Es erfüllt alle Auflagen.“

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass der SC Idar-Oberstein einen Rekordbesuch bei einem Pflichtspiel verzeichnen wird. Den hält bisher die DFB-Pokalpartie vor 20 Jahren gegen Arminia Bielefeld. 4550 Zuschauer quetschten sich damals in den noch nicht ausgebauten Haag. Damals gab es noch keine Gegengerade und keinen Gästeblock hinter dem Tor. „Wir müssen wahrscheinlich eine Maximalkapazität definieren“, erklärt Schneider. Die könnte bei 5000 Besuchern liegen. Das diese Zahl keine Utopie ist, zeigt ein Rückblick auf ein Freundschaftsspiel vor ziemlich genau fünf Jahren. Damals gastierte der 1. FCK als ambitionierter Zweitligist beim von Thomas Riedl und Olaf Marschall trainierten SC Idar-Oberstein, und es pilgerten an einem verregneten Donnerstagabend knapp 2000 Besucher in den Haag, zu einem Spiel, in dem es um nichts ging. 5:0 gewannen die Lauterer damals.

Wie außergewöhnlich ein Pflichtspiel gegen die erste Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern im Kreis Birkenfeld ist, zeigt ein Blick in die Fußballgeschichte. Die Partie im Haag könnte das erste Pflichtspiel der Roten Teufel im Kreis seit dem 8. Februar 1959 sein. Damals verloren die Lauterer mit den Weltmeistern Horst Eckel und Werner Liebrich überraschend 0:1 beim VfR Baumholder.

Auf einen Sieg spekuliert der SC Idar-Oberstein diesmal eher nicht, er hofft vielleicht im Stillen auf eine Sensation. Auf jeden Fall wünscht sich wünscht sich Martin Schneider ein Fußballfest. Er freut sich auf ein „außergewöhnliches Ereignis für die Region“, aber er macht auch klar: „Unsere Aufgabe im Verein ist es nun, die Voraussetzungen zu schaffen, denn über allem steht die Sicherheit.“ Auf jeden Fall freuen sich alle beim SC auf das Spiel, natürlich auch Murat Yasar, auch wenn der Trainer derzeit richtigerweise alles dafür tut, dass der Fokus auf dem Oberligaheimspiel am Samstag gegen Karbach liegt.

Sascha Nicolay

SC Idar-Oberstein
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