40.000
Aus unserem Archiv
Wirges

Wirges dominiert, Linz trifft

Klaus Sackenheim

Die erhoffte Reaktion auf die deftige 1:7-Klatsche in Malberg hat die Spvgg EGC Wirges gezeigt, die drei Punkte, die durchaus verdient gewesen wären, ließ das Team von Trainer Nikolai Foroutan beim 0:2 (0:0) in der Rheinlandliga gegen den VfB Linz aber liegen. „Ich kann der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen“, betonte der EGC-Coach, „aber Fußball definiert sich nun mal über die Zahl der geschossenen und nicht kassierten Tore.“

Ozan Altin (weißes Trikot) und die Spvgg EGC Wirges mussten gegen den VfB Linz die fünfte Niederlage im achten Saisonspiel hinnehmen.  Foto: René Weiss
Ozan Altin (weißes Trikot) und die Spvgg EGC Wirges mussten gegen den VfB Linz die fünfte Niederlage im achten Saisonspiel hinnehmen.
Foto: René Weiss

Seine Elf hatte das Geschehen vom Anpfiff weg klar im Griff, die Partie lief ausschließlich in der Hälfte der Gäste vom Rhein. Das Manko der Westerwälder war aber einmal mal mehr das Ummünzen der klaren Feldvorteile in Tore, klarste Möglichkeiten ließen die Gastgeber ungenutzt. Ahmad Hatoum vergab zunächst zweimal aussichtsreich (12., 20.), ehe VfB-Keeper Lothar Hilkes erstmals sein Können zeigte, als er einen Flachschuss von Marlin Schmidt mit einer Riesenparade aus der rechten Torecke fischte (24.). Aber das muntere Auslassen hochkarätiger Chancen hatte noch nicht seinen Höhepunkt erreicht. Der sonst treffsichere David Röhrig scheiterte zunächst am erneut reaktionsschnellen Hilkes (30.), ehe der Wirgeser Top-Torjäger zwei Minuten später wieder alleine vor Hilkes auftauchte, aber ganz knapp am Tor vorbeischoss.

Sieben Minuten vor der Pause durfte sich dann auch der bis dahin beschäftigungslose Wirgeser Torhüter Deniz Sakalakoglu auszeichnen. Die erste zwingende Torgelegenheit der Linzer, ein 16-Meter-Schuss von Fabian Weber, machte die Wirgeser Nummer eins mit einer Glanzparade zunichte. „Wenn wir zur Halbzeit mit zwei Toren hinten liegen, wären wir gut bedient gewesen“, erkannte VfB-Trainer Paul Becker die klare Dominanz der Wirgeser in der ersten Spielhälfte an. Dann bewies Becker aber ein extrem glückliches Händchen, indem er in der zweiten Hälfte die beiden Torschützen des Spiels einwechselte, die den leichtfertigen Umgang der Wirgeser mit besten Torchancen gnadenlos bestraften. Vor allem der direkt mit Wiederanpfiff aufs Feld geschickte Eray Kizilkan belebte die bis dahin blasse Offensive der Linzer mächtig. Nach einer Stunde düpierte er die EGC-Defensive mit einem tollen Dribbling, ließ drei Abwehrspieler stehen und setzte den Ball zur völlig überraschenden VfB-Führung in die Tormaschen (60.). Die Elf von Foroutan war erst mal geschockt, versuchte aber weiter alles, um sich für ihre ansprechende Leistung zu belohnen. Alexander Gomberts Hereingabe aus spitzem rechten Winkel kratzte Yannic Böcking in letzter Sekunde von der Torlinie (69.), ein gefährlicher Kopfball von Florian Schlich aus kurzer Distanz strich knapp über die Linzer Torlatte (78.). Bezeichnend für den gesamten Spielverlauf waren die beiden letzten Szenen der unterhaltsamen Partie. Einen Seitfallrückzieher von Dennis Simon parierte der bärenstarke Hilkes reaktionsschnell, auf der Gegenseite stand der in der 70. Minute eingewechselte Alexander Kastert bei einer Hereingabe von Michael Fiebiger goldrichtig und schob freistehend zum 0:2-Endstand ein (90.+2).

„In der zweiten Hälfte hatten wir einen besseren Zugriff aufs Spiel und konnten unsere Konter setzten“, freute sich Paul Becker auf Linzer Seite. Nikolai Foroutan schaute nach vorn: „Die Situation ist nicht einfach und völlig unbefriedigend. Die Leistung hat heute gestimmt, die Chancenverwertung war absolut mangelhaft. Aber Aufgeben haben wir nicht in der DNA. Unsere Konzentration gilt der nächsten Aufgabe.“

Wirges: Sakalakoglu – Hatoum (61. Murphy), Schlich, Haas, Gombert – Schwarz, Romes (84. Sturm), M. Schmidt, Simon – Röhrig, Altin (65. P. Schmidt).

Linz: Hilkes – Dillmann, Böcking, Burghard, Joch – Schmitz (74. Seitz), Y. Becker, E. Becker, Mo. Rott (70. Kastert) – Fiebiger, Weber (46. Kizilkan).

Schiedsrichter: Sören Müller (Burgschwalbach).

Zuschauer: 70.

Tore: 0:1 Eray Kizilkan (60.), 0:2 Alexander Kastert (90.+2).

Besonderheit: Gelb-Rote Karte für den Wirgeser Sean Murphy (86., wiederholtes Foulspiel).

Von unserem Mitarbeiter Klaus Sackenheim
Fußball-Rheinlandliga
Meistgelesene Artikel
Fußball Männer
Fußballverband Rheinland

Rheinlandliga

Bezirksliga Ost

Bezirksliga Mitte

Bezirksliga West

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußballverband Rheinland - Kreisligen
Unter der Woche feierte der Unzenberger Marcel Klein (links) seinen 27. Geburtstag. Feiert er am Wochenende die Punkte 27 bis 29 seiner Elf?  Foto: Walz

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Frauen
Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

im Rheinland

- Westerwald

- Mittelrhein/Mosel

- Rhein-Lahn

im Südwesten

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Mix
Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

Jugendfußball

- im Rheinland

- im Südwesten

Fußballpokale

Hallenfußball

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Regionalsport Mix
Sport-Lokalteile
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach