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    Mendig gegen Andernach: Vier Hochzeiter verpassen das Derby

    Es ist wieder Derbyzeit in der Fußball-Rheinlandliga. Die SG Eintracht Mendig/Bell empfängt am Sonntag um 14.30 Uhr an der Brauerstraße die SG 99 Andernach. Die Statistik spricht für die Gäste, allerdings haben die Andernacher viel Respekt vor der neu aufgestellten Eintracht. Letztendlich könnte eine Hochzeit großen Einfluss auf den Ausgang des Derbys haben.

    Spektakulär verlief das letzte Heimspiel der SG Mendig/Bell, das gegen den VfB Linz mit 3:3 endete. Etwas weniger Aufregung und dafür die volle Punktausbeute wünschen sich die Mendiger, von links Matthias Strahl, Sebastian Mintgen und Jeset Akwapay in den schwarzen Trikots, beim anstehenden Derby-Heimspiel gegen die SG Andernach. Foto: Andreas Walz
    Spektakulär verlief das letzte Heimspiel der SG Mendig/Bell, das gegen den VfB Linz mit 3:3 endete. Etwas weniger Aufregung und dafür die volle Punktausbeute wünschen sich die Mendiger, von links Matthias Strahl, Sebastian Mintgen und Jeset Akwapay in den schwarzen Trikots, beim anstehenden Derby-Heimspiel gegen die SG Andernach.
    Foto: Andreas Walz

    Mendigs Trainer Cornel Hirt sieht Steigerungspotenzial in seinem Team vor allem, was die Chancenverwertung angeht. Nach zwölf Gegentoren in drei Pflichtspielen hat die Mendiger Eintracht zuletzt mit dem 0:0 bei TuS Koblenz II im Defensivbereich die Kurve bekommen. Eine stabile Abwehr wird auch gegen die zweitbeste Offensive der Liga – bisher 18 Saisontore – vonnöten sein.

    Bei der SG 99 sticht Sturmtank Jan Hawel heraus, der mit fünf Treffern die vereinsinterne Torschützenliste zusammen mit Daniel Kossmann anführt. Allerdings verfügen die Gastgeber in Person von Florian Wirths über einen Spieler, der dem kopfballstarken Hawel zumindest körperlich ebenbürtig ist.

    Obwohl sein Team in sieben Spielen schon elf Tore erzielt hat, macht Mendigs Trainer Cornel Hirt für die zuletzt magere Punkteausbeute die mangelnde Chancenverwertung verantwortlich: „Gegen Linz und Müden im Pokal mussten wir den Sack schon vorher zumachen“, bemängelt Hirt. „Gegen Koblenz II haben wir maximal eine gute Torchance zugelassen, auf der anderen Seite aber einige Hochkaräter nicht verwertet.“

    Den Derbycharakter am Wochenende will Hirt hingegen nicht künstlich aufwerten: „Natürlich freuen sich die Jungs auf diese Begegnung. Nachdem wir gegen Mayen so unglücklich verloren haben, wollen wir am Sonntag ein besseres Ergebnis erzielen.“

    Personell muss Hirt wieder auf einige verletzte Spieler verzichten. Gerade einmal 15 Akteure des 26 Mann starken Kaders sind einsatzbereit. So werden unter anderem Philipp Geisen, Milan Rawert und Mustafa Madanoglu nicht mitwirken können. „Die Situation ist nicht einfach, es bringt aber auch nichts, sich darüber zu beklagen. Mir stehen genügend gesunde Spieler zur Verfügung, und das muss reichen“, meint Hirt.

    SG 99-Trainer Franz Kowalski, beschreibt das Besondere am Lokalduell: „Für uns ist es das wichtigste Derby seit Jahren. Schon zu A-Klassen und Bezirksligazeiten war es speziell. Man kennt sich, man schätzt sich, auf und außerhalb des Platzes.“

    Auch rein sportlich gesehen dürfte dieses Spiel für die Bäckerjungen zu den bevorzugten in der Rheinlandliga zählen. Seit sieben Spielen hat die SG 99 kein Derby mehr verloren und an der Brauerstrasse sogar drei der letzten vier Aufeinandertreffen gewonnen. „In diesem Jahr ist unser Respekt wesentlich größer“, räumt Kowalski ein. „In Mendig gab es einen größeren Umbruch, und in Cornel Hirt steht einer der erfahrensten Trainer der Liga auf der Gegenseite. Sein Team ist gespickt mit hervorragenden Einzelkönnern. Diesmal sehe ich die Mannschaften absolut auf Augenhöhe.“

    Kowalski wird wohl auf vier Akteure verzichten müssen. Linksverteidiger Georg Egorov heiratet am Samstag, seine Mitspieler Hakan Külahcioglu, Daniel Neunheuser und Burim Zeneli sind zur Hochzeit eingeladen. „Der Termin steht lange fest und ist kein Problem, allerdings wird dort natürlich auch gefeiert. Auf die Spieler kann ich danach nicht zurückgreifen“, erklärt Kowalski. „Aber unser Kader kann das auffangen. jam/lkl

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