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Mendig

Malberg/Rosenheim nutzt Mendigs Schwächen aus

In der Fußball-Rheinlandliga hat die SG Eintracht Mendig/Bell ihr Heimspiel gegen die SG Malberg/Rosenheim mit 1:4 (0:1) verloren. Gravierender als die verdiente, wenn auch zu hoch ausgefallene Niederlage waren für das ohnehin schon verletzungsgebeutelte Team von Trainer Cornel Hirt aber die nächsten personellen Nackenschläge. Die gab es in Form einer Ampelkarte gegen Kapitän Florian Schlich (78.) und der Roten Karte gegen Torhüter Jan Heinemann (83.).

Da konnte die SG Eintracht Mendig/Bell (grüne Trikots) noch so hoch springen, am Ende hatte die SG Malberg/Rosenheim an der Mendiger Brauerstraße mit 4:1 die Nase vorn. Foto: Andreas Walz
Da konnte die SG Eintracht Mendig/Bell (grüne Trikots) noch so hoch springen, am Ende hatte die SG Malberg/Rosenheim an der Mendiger Brauerstraße mit 4:1 die Nase vorn.
Foto: Andreas Walz

Bei bestem Spätsommerwetter entwickelte sich vor ungewohnt magerer Kulisse am Kirmessonntag eine Partie, die alles andere als Sommerfußball bot. Wobei sich die Mendiger in Durchgang eins eine einzige Torchance erarbeiteten. Nach feinem Zuspiel des zwischen der Mittelposition in einer Dreier-Abwehrkette und der Sechserposition pendelnden Matthias Strahl fand Milan Rawert (25.) in Gästekeeper Matthias Zeiler seinen Meister.

In der 21. Minute wurde die Malberger Überlegenheit belohnt, als Schlich einen Eckball zu kurz abwehrte und Markus Nickol im dritten Anlauf traf. Die Gäste blieben auch in der Folgezeit gefährlicher und gingen mit einer verdienten Halbzeitführung in die Kabine. Hirt reagierte mit mehreren Systemwechseln und beorderte zudem nun Björn Gilles in die zentrale Sturmposition, was dem Spiel der Hausherren Aufschwung verlieh. Fehlte Gilles bei einem Flachschuss in der 59. Minute noch die Kaltschnäuzigkeit, so bildete dies zumindest den Auftakt einer kleinen Drangphase der Mendig/Beller. Als dann Rawert den Ball von der Außenlinie hereinbrachte und dem kurz zuvor eingewechselten Malberger Dennis Prenk bei seiner Grätsche ein Handspiel unterlief, verwandelte Schlich den daraus resultierenden Handelfmeter sicher zum 1:1-Ausgleichstreffer (63.). Gästetrainer Volker Heun sah anschließend „zwischenzeitlich unsere Felle wegschwimmen“, zumal Mendig/Bell durch Mustafa Madanoglu sogar noch das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber an Zeiler scheiterte. Im direkten Gegenzug schlief die gesamte Mendiger Defensive, sodass Nickol frei vor Heinemann auftauchte. Mendigs Keeper blockte beide Schussversuche von Nickol zwar, doch der konnte den Ball in den Lauf von Sven Heidrich legen, der mit einem sehenswerten Sonntagsschuss das vorentscheidende 2:1 markierte (67.). Heuns ehrlicher Kommentar: „Bis dahin wäre ich auch mit einer Punkteteilung einverstanden gewesen, denn die Umstellung von Cornel mit Gilles zentral vorne drin hat uns viele Probleme bereitet. Ich habe zu einer Taktik aus dem alten Rom gegriffen, indem Dennis Penk dann Gilles in Manndeckung genommen hat“.

Ein wenig von Gladiatorenkämpfen hatte dann auch die Schlussphase. Bis dahin äußert fair, nahmen die Nickligkeiten zu, und nachdem Schlich in der 68. Minute die Gelbe Karte für ein Foul gesehen hatte, folgte zehn Minuten später Gelb-Rot. Der Mendiger Spielführer hatte versucht, in schlechtester Maradona-Manier die „Hand Gottes“ zu spielen, um ein Tor zu erzielen. Der bis dahin sicherere Unparteiische Lukas Heep zückte folgerichtig erneut Gelb, sodass Schlich in die Kabine musste. Bereits drei Minuten zuvor hatte Nickol die Vorentscheidung nach einem von Mendig/Bell wieder schlecht verteidigten Freistoß erzielt, als er einen Abpraller nur noch zum 3:1 einschieben musste. Die gute Leistung des Schiedsrichter-Gespanns wurde geschmälert, als dem Trio eine Fehlentscheidung unterlief. Jan Heinemann spielte nach feinem Solo von Gästespieler Yanick Tsannang klar den Ball, ehe Tsannnang zu Fall kam. Heep aber entschied nach Rücksprache mit seinem Assistenten auf Foulspiel, Notbremse und wegen Vereitelung der glasklaren Torchance auch noch auf Rot gegen Heinemann. Den Foulelfmeter verwandelte Pfeiffer gegen den eingewechselten Torhüter Andre Friedrich. Mendigs Trainer Hirt sagte:„Wir waren das ganze Spiel über nicht gut. Die Mannschaft hat nicht frisch gewirkt, und die vorderste Reihe war heute nicht Rheinlandliga-tauglich. Die Ketten haben im Spiel zwar gut verteidigt, gegen die gefährlichen Malberger Standards aber eben nicht, sodass wir verdient verloren haben.“

Harry Traubenkraut

SG Eintracht Mendig/Bell: Jan Heinemann – Schlich, Strahl, Gilles – Bohm (77. Olck), Stalph, Geisen, Oster, Rawert – Madanoglu (84. Friedrich), Niklas Heinemann (81. Ibragimov).

SG Malberg/Rosenheim: Zeiler – Heidrich, S. Gerhardus, Frohn, Kudrenkno (44. Bleeser),–Hombach, Brenner (57. Penk) Nickol, Weinlich – Pfeiffer Bähner (69. Tsannang).

Schiedsrichter: Lukas Heep (Neuwied). Zuschauer: 190.

Tore: 0:1 Nickol (21.), 1:1 Schlich (63., Handelfmeter), 1:2 Heidrich (67.), 1:3 Nickol (74.), 1:4 Pfeiffer (84., Foulelfmeter).

Besondere Vorkommnisse: Gelb-Rote Karte für Mendigs Florian Schlich (78., absichtliches Handspiel), Rote Karte für Mendigs Torhüter Jan Heinemann (83., Notbremse).

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