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Bad Neuenahr-Ahrweiler

Ahrweiler BC steht nach Heimsieg gegen Mendig schon wieder weit vorn

Hans-Josef Schneider

Die Erfolgskurve des Ahrweiler BC geht weiter steil nach oben. Nach drei Aufstiegen in Serie sorgen die Fußballer aus der Kreisstadt jetzt auch in der Fußball-Rheinlandliga für Furore. Sie haben aus den drei ersten Begegnungen punktemäßig das Maximum erreicht. Beim 3:0 (1:0)-Heimsieg gegen die SG Eintracht Mendig/Bell hat das Team von Trainer Jonny Susa vor der Kulisse von 540 Zuschauern das erste von vier Rhein-Ahr-Derbys für sich entschieden und sich schon wieder in der Tabelle ganz oben eingenistet. Die Mendiger hingegen haben mit der dritten Niederlage in Folge einen klassischen Fehlstart hingelegt.

Ein Sonderlob vom Trainer verdiente sich ABC-Verteidiger Sam Schüring (links), der nicht nur das Führungstor erzielte, sondern auch in der Defensive, hier gegen Mendigs Niklas Heinemann, zuverlässig abräumte.  Foto: Vollrath
Ein Sonderlob vom Trainer verdiente sich ABC-Verteidiger Sam Schüring (links), der nicht nur das Führungstor erzielte, sondern auch in der Defensive, hier gegen Mendigs Niklas Heinemann, zuverlässig abräumte.
Foto: Vollrath

Eigentlich hätte ABC-Coach Susa vollauf zufrieden sein müssen. War er auch, was das Ergebnis angeht. Ansonsten fand der Trainer anerkennende Worte nur für seinen Keeper Alexander Gorr, der mit etlichen Glanzparaden aufwartete und die gegnerischen Angreifer ein ums andere Mal schier zur Verzweiflung brachte, sowie für Sam Schüring – und das nicht nur, weil er fast mit dem Pausenpfiff das 1:0 (45.) besorgt und damit der Partie im Apollinaris-Stadion eine entscheidende Wende verpasst hatte.

Bis dahin musste der Übungsleiter des Öfteren seine Akteure vom Spielfeldrand aus „zum Fußballspielen“ auffordern. „Wir haben im ersten Durchgang sehr viel falsch gemacht“, stellte Susa fest und suchte nach Gründen: „Meinen Jungs schien das dicke Lob aus dem Mund von Mendigs Trainer Cornel Hirt noch in den Klamotten zu stecken, das er uns vor dem Spiel gemacht hat. Jedenfalls war die Mannschaft gegenüber dem Wirges-Spiel nicht mehr wiederzuerkennen. Ein Glück, dass die beiden ersten Tore zum richtigen Zeitpunkt gefallen sind.“

Beim Führungstreffer hatte Alexander Dick mit seiner hohen Hereingabe die Vorarbeit geleistet, beim 2:0 (49.) offenbarte Almir Porca wieder einmal seine Torjägerqualitäten. Weil sich zwei Mendiger Abwehrspieler nicht einigen konnten, wer die Kugel aus dem Torraum befördern soll, war der Bosnier gedankenschneller und avancierte zum lachenden Dritten.

Wenig zu lachen hatte dagegen Gästecoach Cornel Hirt. Erst musste er mit ansehen, wie Björn Gilles (27.) in seiner ersten 1:1-Situation an Torwart Gorr scheiterte. Und dann hatte der gleiche Spieler in der 44. Minute eine noch bessere Gelegenheit, den gegnerischen Keeper zu überwinden. Das Fatale an der Geschichte: Im direkten Gegenzug zeigten die Platzherren, wie man es besser machen kann.

Das gleiche Spielchen wiederholte sich kurz nach dem Seitenwechsel. Diesmal tauchte der gerade eingewechselte Mendiger Malte Wedemeyer alleine vor dem ABC-Keeper auf. Aber auch er machte es nicht besser als sein Mitspieler Gilles. Wedemeyer boten sich sogar noch zwei weitere hochkarätige Chancen. Sowohl nach dem Zuckerpass von Niklas Heinemann (52.) als auch nach einem Konter (81.) blieb jeweils Tausendsassa Gorr Herr der Lage.

Die fehlende Chancenverwertung war das, was Hirt an seinen Mannen bemängelte. Doch er hatte auch ein dickes Lob parat, als er seinem Team Charakter attestierte: „Wir müssen einfach anerkennen, dass Ahrweiler über mehr individuelle Klasse verfügt und uns von der Körperlichkeit her deutlich überlegen war“, stellte der Mendiger Coach fest. Hirt weiß um den Druck, der jetzt auf ihm und der Mannschaft lastet. „Ich habe gewusst, dass es vor allem zu Saisonbeginn schwer werden würde“, relativierte er. „Doch ich bin überzeugt und vertraue darauf, dass wir uns bald aus der Krisensituation befreien werden.“

Übrigens: Im zweiten Spielabschnitt hatte auch die Heimmannschaft ihren Anteil daran, dass Susas Wunsch in Erfüllung ging, der wachsenden Fankulisse fußballerische Feinkost zu liefern. Als die Gäste mehr in die Offensive investierten, öffneten sich Räume für den ABC, um die eigene Angriffsmaschine ins Rollen zu bringen. Ab der 70. Minute spielten die Gastgeber eine Vielzahl von besten Gelegenheiten heraus, doch erst kurz vor dem Abpfiff servierte Jan Rieder mundgerecht und uneigennützig dem mitgelaufenen Porca den Ball, sodass dieser nur noch zum 3:0 einschieben musste und sein Torkonto auf fünf erhöhte.

Noch ein Wort zum Schiedsrichtergespann: Markus Wozlawek und seine Assistenten Rudi Weiß und Jan Ulmer zeigten eine makellose Leistung. Nur einmal musste Wozlawek die Gelbe Karte zücken in einem Spiel mit Lokalcharakter, das aber von beiden Seiten absolut fair geführt wurde. Komplimente bekam das Gespann von beiden Seiten. „Beide Teams haben es mir auch leicht gemacht“, meinte Wozlawek. Und Cornel Hirt verriet: „Ich bin immer froh, wenn das Gespann aus dem Rhein/Ahr-Kreis kommt.“

Von unserem Mitarbeiter Hans-Josef Schneider

„Meinen Jungs schien

das dicke Lob aus dem Mund von Gästetrainer Cornel Hirt noch in den Klamotten zu stecken.“

ABC-Trainer Jonny Susa war mit der Leistung seines Teams nur bedingt zufrieden.

Ahrweiler BC - SG Eintracht Mendig/Bell 3:0 (1:0)

Ahrweiler: Gorr, Schüring, Kalin (63. Minwegen), Liersch, Alexander Dick, Götte (82. Sukic), Andreas Dick, Sonntag, Rieder, Paul Gemein (86. Tobias Gemein), Porca.

Mendig/Bell: Jan Heinemann, Stalph, Gilles, Akwapay (61. Strahl), Geisen (46. Wedemeyer), Rausch (77. Madanoglu), Bohm, Oster, Niklas Heinemann, Schlich, Rawert.

Schiedsrichter: Markus Wozlawek (Bad Breisig). Zuschauer: 540.

Tore: 1:0 Sam Schüring (45.), 2:0 Almir Porca (49.), 3:0 Almir Porca (88.).

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