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Betzdorf

SG Betzdorf: Wunschkandidat Neuhaus kommt für Weller


René Weiss

Junge Spieler sind ein Steckenpferd von Stefan Hoffmann. Er trainierte erfolgreich die A-Jugend der SG 06 Betzdorf, kann Talente begeistern, auch abseits des Rasens väterliche Ratschläge geben und Perspektiven aufzeigen. Mit dieser Mentalität trat er vor wenigen Wochen das Amt des Sportlichen Leiters bei der SG Betzdorf an, und die wird auch bei der Verpflichtung des neuen Rheinlandliga-Trainers für die Saison 2018/19 deutlich: Ingo Neuhaus übernimmt die Grün-Weißen im Sommer und folgt damit auf Marco Weller.

Foto: Regina Bruehl

Der Verein und der ehemalige U 21-Nationalspieler werden sich nach dem 34. Spieltag in beiderseitigem Einvernehmen trennen. Und das, so hoffen es die Verantwortlichen genauso wie der Trainer selbst, weiterhin als Sechstligist. Weller hatte – wer will es einem engagierten Trainer verdenken – insgeheim gehofft, mit höheren Ambitionen in die nächste Runde gehen zu können, was derzeit auf dem Bühl jedoch nicht einfach zu stemmen ist. „Beide Seiten haben in einem offenen Gespräch erläutert, dass die Vorstellungen und Möglichkeiten momentan nicht zu vereinbaren sind“, erklärt Hoffmann. „Wir haben da die gleichen Auffassungen.“ „Bis zum Saisonende werde ich alles daran setzen, mit dem aktuellen Kader den Klassenverbleib zu sichern“, verspricht Marco Weller.

Positiver Rolleffekt setzt ein

Es wäre ein eminent wichtiger Meilenstein, zumal einige potenzielle Neuzugänge in bisherigen Gesprächen zum Ausdruck gebracht haben, ihre finale Entscheidung auch von der Ligazugehörig der 06er abhängig machen zu wollen. „Es laufen momentan Verhandlungen. Sowohl bei den Spielern aus dem aktuellen Kader als auch möglichen Neuen“, so Hoffmann, der aktuell einen „positiven Rolleffekt“ beobachtet, den es jetzt in Schwung zu halten gelte. „Momentan“, ergänzt der Sportliche Leiter, „kann ich gut schlafen. Wir befinden uns in einer optimistischen Phase, es besteht glaube ich kein Grund Angst zu haben.“ Unter anderem auch, weil die sich mit Wellers Entscheidung entstehende Lücke auf der Bank bereits geschlossen werden konnte.

Neuhaus ist schnell überzeugt

Es waren nicht viele Gespräche zwischen Stefan Hoffmann und Ingo Neuhaus, die notwendig waren, um den 52-Jährigen zu überzeugen. Nur anderthalb Wochen lagen zwischen der ersten Kontaktaufnahme und der Zusage. „Zunächst war ich einmal angenehm überrascht, dass Betzdorf an mich herangetreten ist und direkt mit offenen Karten gespielt hat, was grundsätzlich meinem Naturell entspricht. Das Konzept, das mir der Vorstand präsentierte, hat mich überzeugt, interessiert mich, und ich bin motiviert, die Herausforderung in einer höheren Liga anzunehmen“, sagt der Inhaber der B-Lizenz, der im kommenden Jahr die DFB-Elite-Jugend-Lizenz anstrebt. Neuhaus, der bis zum Ende der Saison 2014/15 die A-Jugend des VfL Hamm betreute und bis zum Saisonende noch beim mittelrheinischen A-Ligisten SV Leuscheid (Kreis Sieg) an der Seitenlinie steht, hat – und das passt wiederum zu Hoffmanns Philosophie – ein Faible für junge Spieler. „Ich glaube, ich habe ein ganz gutes Händchen für Nachwuchsleute“, sagt der Bitzener über sich selbst. Die Spielerliste, die die Betzdorfer Verantwortlichen für die Saison 2018/19 präsentierten, gefällt Neuhaus in ihrer aktuellen Ausfertigung inklusive Planungen schon einmal ganz gut. Die Sieg-Heller-Städter strecken gezielt auch die Fühler nach Spielern des Jahrgangs 1999 aus – wohl wissend einen Coach an Land gezogen zu haben, der es versteht mit ihnen umzugehen. „Wir orientieren uns in einem niedrigeren Becken. Nicht, was die Qualität, aber sehr wohl das Alter angeht“, beschreit Hoffmann das Feld, das er bei der Zusammenstellung des neuen Aufgebots momentan fleißig beackert.

Umbruch statt Wunder

Dass aber, vor allem, weil der sich abzeichnende Kader wohl ein junges Durchschnittsalter aufweisen wird, nicht von heute auf morgen Wunderdinge und eine Rückkehr in vergangene Oberliga-Zeiten zu erwarten sind, ist dem Weller-Nachfolger bewusst: „Ein Umbruch passiert nicht mal eben in einem Jahr, das ist ein mehrjähriger Prozess. Wir müssen den Spielern Perspektiven bieten, ein familiäres Umfeld schaffen und mit Argumenten gegen die starke Konkurrenz im Westerwald ankommen können.“

Neuhaus war von Anfang an Hoffmanns „Hauptkandidat“. Nur eine weitere Alternative stand auf seinem Zettel, nachdem er die Anforderungen an das Gesamtpaket des neuen SG-Trainers abgewogen hatte: „Sowohl die trainerlichen als auch die menschlichen Fähigkeiten stimmen bei ihm. So fanden wir schnell einen Nenner.“

Von unserem Mitarbeiter René Weiss

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Ingo Neuhaus trainierte bis zum Ende der Saison 2014/15 die A-Jugend des VfL Hamm und kehrt nach seinem dreijährigen Engagement in Leuscheid in seinen Heimat-Fußballkreis zurück.

Foto: René Weiss
SG 06 Betzdorf
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