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Mendig

Mendig/Bell: Rückfall in alte Zeiten

Der Fußball-Rheinlandligist SG Eintracht Mendig/Bell hat im ersten Pflichtspiel des Jahres eine 1:2 (0:1)-Niederlage gegen die SG Malberg/Rosenheim kassiert. Nach einer guten ersten Hälfte verlor die Mannschaft des Mendiger Trainerduos Erkan Göktepeli/Thomas Brühl im zweiten Spielabschnitt mal wieder völlig den Faden und brachte sich somit um mögliche Punkte. Durch die gleichzeitigen Siege der unmittelbaren Konkurrenz rücken die Vulkanstädter dem Tabellenkeller wieder bedrohlich nah. Die Gäste kletterten dagegen durch den Auswärtserfolg auf Rang sechs des Verbands-Oberhauses.

Niklas Heinemann (rechts) und seine Kollegen zeigten im Heimspiel gegen die SG Malberg/Rosenheim zwar einen guten ersten Durchgang, Zählbares sprang für Mendig/Bell aber nicht heraus.  Foto: Andreas Walz
Niklas Heinemann (rechts) und seine Kollegen zeigten im Heimspiel gegen die SG Malberg/Rosenheim zwar einen guten ersten Durchgang, Zählbares sprang für Mendig/Bell aber nicht heraus.
Foto: Andreas Walz

Viel hatte sich die Eintracht für die erste Partie vorgenommen. Gegen die Gäste aus dem Westerwald wollte man mit einem Dreier starten und in der Tabelle ein, zwei Plätze gutmachen. Nach den 90 Minuten an der Brauerstraße stecken die Kombinierten aus Mendig und Bell allerdings wieder mitten im Abstiegskampf.

Dabei hatten die Hausherren in der ersten Hälfte wesentlich mehr vom Spiel und den Führungstreffer gleich mehrmals auf dem Fuß. Aus einem geordneten System heraus kam Mendig/Bell vor allem durch frühes Gegenpressing immer wieder zu Ballgewinnen. Die erste große Gelegenheit hatte Thomas Nürnberg, der nach schöner Kombination allerdings den Ball nicht richtig traf (25.). Sechs Minuten später war es erneut Nürnberg, der nach Hereingabe von John Rausch nur Zentimeter am Spielgerät vorbeirutschte. Malberg/Rosenheim wusste bis kurz vor dem Pausenpfiff überhaupt nicht zu überzeugen. Trainer Michael Boll war von dem Auftritt seiner Schützlinge im ersten Durchgang überrascht: "Das war keine gute Halbzeit von uns. Zu viele kleine Fehler und Nervosität haben den Mendigern zu einigen Chancen verholfen. Die Halbzeitführung war mehr als glücklich." Eben diese Führung resultierte aus der einzigen Unachtsamkeit der Mendiger Hintermannschaft, die die Westerwälder durch Kenny Scherreicks auch prompt bestraften (45. + 1).

Nach dem Seitenwechsel wurde die Begegnung zunächst offener, Mendig/Bell kam durch eine schöne Kombination über Florian Schlich, Matthias Strahl und schließlich Damir Mrkalj zu einem ersten Warnschuss, der aber nur an den Pfosten prallte (51.). Nach rund einer Stunde ließ Mrkalj dann aufblitzen, wofür man ihn im Winter verpflichtete. Nach einem langen Ball von Schlich überlistete er mit einem bedachten Heber Matthias Zeiler im Tor der Gäste mit dem Treffer zum 1:1.

Wie die Gastgeber nach dem Ausgleich agierten, war ein Rückfall in alte Zeiten. Anstatt sich mit einem Punkt zufriedenzugeben oder ohne größeres Risiko nach vorn zu spielen, verlor die Eintracht nun komplett die Ordnung. Die Folge waren zahlreiche Konterchancen der Gäste. Zunächst verpassten es Nico Bähner (63., 73.) und Thomas Blum (64.) noch, daraus Kapital zu schlagen. Der fällige Siegtreffer der Westerwälder fiel dann aber doch noch in der 80. Minute. Nach einem Schussversuch prallte der Ball von Takeru Iino genau vor die Füße von Markus Nickol, der aus wenigen Metern zum 2:1 einschob. Ein Aufbäumen der Vulkanstädter blieb aus, die Gäste hätten sogar frühzeitig alles klarmachen können, doch Nickol versagten in der 84. Minute die Nerven.

Gästetrainer Boll verriet das Siegesrezept: "Wir wussten, dass Mendig gerade in den zweiten 45 Minuten viele Gegentore kassiert, und haben darauf auch spekuliert. Der Sieg geht aufgrund einer Leistungssteigerung unsererseits in Ordnung."

Sein Gegenüber Erkan Göktepeli war naturgemäß nach dem missglückten Auftakt alles andere als zufrieden: "Der erste Durchgang war ordentlich, nur belohnen wir uns da nicht mit Toren. Danach verlieren wir unerklärlicherweise wieder komplett die Ordnung und laufen ein ums andere Mal ins offene Messer, obwohl wir in der Halbzeit den Spielern klargemacht hatten, dass wir auch mit einem Punkt gut leben könnten." jam

SG Eintracht Mendig/Bell
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