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    Andernach

    Andernach rutscht bei den Eisbachtalern aus

    Was verbindet Fußball mit dem Eiskunstlaufen? Nichts, rein gar nichts - sollte man meinen. Und doch gab es im ersten Meisterschaftsspiel des Jahres in der Fußball-Rheinlandliga beim 2:1 (0:1)-Erfolg der Sportfreunde Eisbachtal gegen die SG 99 Andernach am Samstag unübersehbar gewisse Parallelen zwischen den beiden völlig artfremden Sportarten. Das begann schon mit den äußeren Bedingungen. Hatte die Partie noch auf einem grünen Kunstrasen begonnen, so beendete der Schlusspfiff von Schiedsrichter Felix Eliah Salzmann aus Hahnstätten vor 120 Zuschauern ein Schaulaufen der Sieger auf einer schneebedeckten Kunsteisbahn.

    Mit diesem Schuss gelang Max Olbrich (rotes Trikot) in der 85. Minute der verdiente Siegtreffer zum 2:1 für die über weite Strecken klar feldüberlegenen Eisbachtaler Sportfreunde gegen Andernach. Foto: Andreas Hergenhahn
    Mit diesem Schuss gelang Max Olbrich (rotes Trikot) in der 85. Minute der verdiente Siegtreffer zum 2:1 für die über weite Strecken klar feldüberlegenen Eisbachtaler Sportfreunde gegen Andernach.
    Foto: Andreas Hergenhahn

    Und auch ansonsten können zu diesem Fußballspiel durchaus Anleihen aus der Kunstlaufszene genommen werden. Da wäre einmal die Pflicht. Diese dauerte für Andernach ganze fünf Minuten lang. In dieser Zeit orientierten sich die Gäste kurzfristig in Richtung Eisbachtaler Strafraum. Daniel Neuhäuser zwang Sportfreunde Torwart Johann Heinz zu einer ersten Parade, stand beim anschließenden Eckball goldrichtig und köpfte (5.) unbehindert zur Gästeführung ein.

    In der nun folgenden Kurzkür zogen sich die Andernacher bis zur Pause in eine Zuschauerrolle bei defensiver Schwerstarbeit zurück. "Da fanden wir überhaupt kein Mittel", so Andernachs Trainer Franz Kowalski, "uns in Richtung Eisbachtaler Tor zu bewegen. So stark war der Druck der Gastgeber, die sich gefühlte 25 Eckbälle erspielten. Bei allem Druck aber nichts Zählbares zu Wege brachten." Das lag zum einen an Andernachs gutem Torwart Niklas Nett, zum anderen aber an der aufmerksamen Innenverteidigung um Kadir Mete Begen und Georg Egorov. Beide klärten nach einer der gezählten 15 Ecken gegen Andreas Hundhammer und Lukas Reitz auf der Linie.

    Und dann kam die zweite Halbzeit und mit ihr die Kür, die praktisch ohne die Gäste stattfand. Auf glattem Kunstrasen bewegten sich die Eisbachtaler wie auf festem Untergrund, spielten, kombinierten und kämpften. Und letztlich mit Erfolg. Zunächst war es Jannik Ernet (52,), der aus 16 Metern unhaltbar zum 1:1-Ausgleich traf. Und dann, fünf Minuten vor dem Spielende, beendete Max Olbrich, der den Ball aus 20 Metern in den Winkel setzte, das ansonsten muntere Chancenvergeben. Letzteres war dann auch das einzige Manko, was den Sportfreunde-Vorsitzenden Hans-Werner Reifenscheidt besonders in der ersten Halbzeit wohl zu einer unruhigen Dauerwanderung rund um die Sportanlage veranlasst hatte.

    Unruhig war nach der Pause dann auch Franz Kowalski, der ob des teilweise desolaten Auftritts seiner Mannschaft, die nicht ein einziges Mal vor dem Eisbachtaler Tor auftauchte, gar nicht erst nach Ausreden suchte: "Gut, die Platzverhältnisse ließen nach der Pause gar keinen regulären Fußball mehr zu. Aber das war für beide Mannschaften gleich. Die Eisbachtaler haben mehr investiert, und wir haben zugeschaut, wie sie sich den Sieg verdient haben. Für uns gilt es jetzt, diesen schwachen Auftritt zu verarbeiten und am Sonntag in Morbach erneut anzugreifen."

    Unruhig war auch Eisbachtals Patrick Reifenscheidt bei seinem Trainerdebüt. Er peitschte seine Jungs immer wieder nach vorn, forderte Druck, und seine Mannschaft marschierte und funktionierte - abgesehen von den ersten Minuten - über die gesamte Spielzeit.

    So fiel es ihm leicht, großzügig über die verschenkten Torchancen seiner Mannschaft hinwegzugehen: "Was im Endeffekt zählt, sind doch nur die drei Punkte. Dazu, wie die Mannschaft den frühen Rückstand verdaut und dann auf schwierigsten Geläuf guten Kombinationsfußball mit unbändigem Willen verknüpft hat, kann ich nur sagen: Hut ab. Mit dieser Spielweise haben wir Andernach den Schneid abgekauft und verdient dieses Jahr mit einem wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenverbleib eröffnet. Diese Leistung stimmt zuversichtlich." par

    SG 99 Andernach: Nett - Philipp Schmitz, Egorov, Begen, Unruh (88. Patrick Schmitz) - K. Kossmann, Anh (46. Hilt), D. Kossmann, Külahcioglu (62. Weidenbach), Hawel, Neunhäuser.

    SG 99 Andernach
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