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Neitersen

Kreisliga A: Neitersen II glaubt trotz Fehlstart an die Wende – Sonntag „Bonusspiel“ in Rennerod


René Weiss

Eine Krisensitzung war es nicht, viel mehr eine ausführliche Erörterung der momentanen Situation, als Stefan Bischoff am Dienstagabend vor dem Vorstand und der Mannschaft die Lage der SG Neitersen/Altenkirchen II analysierte. Mit nur einem Punkt aus fünf Partien steht die Rheinlandliga-Reserve am Tabellenende der Fußball-Kreisliga A Westerwald/Sieg. Zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison hatte der Aufsteiger bereits neun Zähler auf dem Konto. Trainer Bischoff erklärte den Fehlstart an diesem Abend („Wir mussten zu Saisonbeginn aufgrund von Ausfällen viel rotieren, und einige Spieler erreichen noch nicht ihr eigentliches Potenzial“), aber Bischoff blickte auch voraus, und das mit motivierenden Worten, denn: „Wir sind breiter aufgestellt als in der vergangenen Saison, und wir besitzen die Qualität, da unten rauszukommen. Es braucht nur ein Erfolgserlebnis, mit dem wir den Schalter umlegen.“

Foto: rwe

Das soll lieber heute als morgen gelingen, wenngleich er für das Auswärtsspiel bei der SG Rennerod/Irmtraut/Seck am Sonntag ab 15 Uhr keine sonderlich hohen Erwartungen hat. „Gegen diese Spitzenmannschaft, an die meiner Meinung nach in dieser Saison niemand herankommt, bin ich zufrieden, wenn wir eine engagierte Leistung abrufen. An Punkte ist normalerweise nicht zu denken. Das wird ein Bonusspiel für uns. Die Wochen danach wollen wir nutzen, um die Wende zum Guten zu schaffen.“

Es ist das Schicksal einer Mannschaft, die im Tabellenkeller steht, das die Kreisstädter und Wiedbachtaler momentan verfolgt. Fast in jeder Begegnung müssen Bischoff und Co. Aktionen über sich ergehen lassen, die „so nur passieren, wenn du unten drinstehst“. Beispiel Saisonauftakt gegen den SV Niederfischbach: Die SG gleicht zum 2:2 und macht sich durch individuelle Fehler die mögliche Überraschung selbst kaputt. Beispiel Auswärtsspiel bei der SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau: Der gegnerische Torwart Christopher Müller kratzt kurz vor der Pause beim Stand von 0:0 einen Ball aus dem Winkel, von dem Bischoff heute noch nicht weiß, wie das geschehen konnte. Beispiel Kreispokalspiel gegen den SC Berod-Wahlrod: Die Neiterser kommen nach einem 2:4-Rückstand zurück, gleichen zum 4:4 aus, um in der letzten Minute der Verlängerung einen Freistoß von Mario Pavelic in den Knick gezirkelt zu bekommen. Und dann noch die Partie gegen die SG Daaden/Biersdorf am vergangenen Sonntag: Man führt in der 78. Minute mit 3:0 und verliert noch mit 3:4. Bischoff: „Eine Begegnung, die so vielleicht einmal in 100 Jahren verläuft.“ Eine Partie, die die Kombinierten vor einem Jahr mit Sicherheit nicht mehr aus den Händen gegeben hätten.

Die Reihe der Negativerlebnisse – siehe Niederfischbach, Alpenrod, Berod-Wahlrod und Daaden – ist nun lang genug. „Wir müssen jetzt auf dem Platz Taten folgen lassen“, sagt Bischoff. Natürlich am liebsten schon am Sonntag auf dem Secker Hartplatz, realistischer aber dann erst sieben Tage später auf eigenem Geläuf gegen die SG Herdorf. Spätestens dann will die Rheinlandliga-Reserve die Kurven kratzen. René Weiss

Der Blick auf die anderen Plätze

SSV Weyerbusch – SV Niederfischbach (Freitag, 19.30 Uhr). Bis zum fünften Spieltag hat es für den SSV Weyerbusch gedauert, um einen Sieg zu erringen. „So wie wir den Kampf angenommen und den Gegner unter Druck gesetzt haben, so stelle ich mir das Spiel in Weyerbusch vor“, hofft Trainer Stefan Hertling, dass mit dem 2:1 über die SG Alsdorf der Knoten geplatzt ist. Der Anfang ist gemacht, jetzt soll die Mannschaft wieder ihre bekannte Heimstärke entwickeln, um am heutigen Freitagabend gegen den SV Niederfischbach den nächsten Dreier nachzulegen. Hertling: „Wir gehen mit breiter Brust in das Spiel und wollen es Niederfischbach so schwer wie möglich machen.“ Die Adler haben durch das Remis gegen Guckheim ein wenig den Anschluss zur Tabellenspitze verloren. „Trotz des vielleicht kleinen Rückschlags sind wir in einer sehr guten Verfassung“, meint Trainer Marco John, der weiter ausführt, wo er noch etwas Luft nach oben sieht: „Wir müssen noch einen Tick effektiver vor dem Tor sein und in letzter Konsequenz verteidigen. Weyerbusch hat jetzt ein Erfolgserlebnis. Das wird ihnen gut tun und gerade auswärts eine schwierige Aufgabe für uns. Wir müssen punkten, wollen wir unsere Ziele nicht aus dem Auge verlieren.“

SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau – SG Guckheim/Kölbingen (Samstag, 18.30 Uhr). Auch nach dem fünften Spieltag bleibt Aufsteiger Guckheim ungeschlagen, und das ist nach dem 3:3 gegen das Spitzenteam aus Niederfischbach ein weiterer großer Erfolg für den durchstartenden A-Klasse-Neuling. Mit der gleichen Einstellung ist der Tabellendritte auch am Samstag nur schwer zu schlagen. Nicht nur die eigene Stärke, sondern auch die Alpenroder Ausbeute von nur zwei Punkten spricht für die Gäste. Die deutliche 1:4-Pleite gegen Niederdreisbach hat die Situation beim Team von Timo Land weiter verschärft.

SC Berod-Wahlrod – SG Kirburg/Hof (Sonntag, 15 Uhr). Der SC hat sich nach den nicht zufriedenstellend verliefenen ersten Wochen gefestigt. Das Heimspiel gegen Aufsteiger Kirburg wird eine nicht zu unterschätzende Aufgabe für den langjährigen Bezirksligisten, weil Kirburg das 3:1 über Herdorf im Rücken hat. Dass die SG erst bei vier Zählern steht, liegt zum Teil auch am recht happigen Auftaktprogramm.

SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach – SG Gebhardshainer Land Steineroth (Sonntag, 15 Uhr). Alsdorfs Trainer Enis Caglayan erwartet am Sonntagnachmittag eine Antwort auf die enttäuschende Leistung seiner Mannschaft in der zweiten Halbzeit gegen Weyerbusch: „Diesen Rückschlag gilt es nun wegzustecken und im Derby wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Es bedarf nicht nur einer kleinen Leistungssteigerung.“ Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die unter Zugzwang stehen: Alsdorf will den Kontakt zur Spitzengruppe wahren, Steineroth ein Polster zu den Abstiegsplätzen aufbauen. Die Gäste haben nach dem Auftakterfolg über Alpenrod nichts Zählbares mehr erreicht – es ist unverkennbar, dass die Mannschaft noch in der Findungsphase steckt. „Steineroth besitzt ganz sicher genug Qualität, um sich in der A-Klasse zu etablieren“, ist sich Caglayan sicher.

SG Daaden/Biersdorf – VfB Niederdreisbach (Sonntag, 15 Uhr). Im Aufeinandertreffen zwischen Daaden und Niederdreisbach steckt immer eine besondere Brisanz, sind es doch die ehemaligen SG-Partner (bis zum Ende der Saison 2008/09 machte man gemeinsame Sache). Nach den beiden Unentschieden in der Vorsaison ist Daaden nach den bisherigen Ergebnissen in dieser Spielzeit der Favorit. Die Mannschaft um Spielertrainer Maximilian Ramb hat alle Aufgaben in der Liga gemeistert. Dem VfB gelangen daheim zwei Siege. Das auswärts zu bestätigen, wäre der nächste Schritt. „Alle Jungs brennen im Training auf das Derby. Auch wenn wir mit Blick auf die Tabelle als Favorit ins Spiel gehen, hat dies bekanntermaßen in einem Lokalderby nichts zu bedeuten. Ich erwarte einen heißen Tanz und ein enges Spiel, aus welchem wir unbedingt als Sieger herausgehen wollen, nachdem wir in der vergangenen Saison zweimal nicht gegen Niederdreisbach gewinnen konnten“, so Ramb

SG Herdorf – Sportfreunde Schönstein (Sonntag, 15 Uhr). Drei Niederlagen in Serie kassierte Aufsteiger Schönstein zuletzt, unter anderem mussten die Sportfreunde unter der Woche das Aus im Kreispokal gegen die Wissener Reserve verschmerzen. Entsprechend motiviert ist der Tabellensiebte, in die Erfolgsspur zurückzukehren und den ersten Auswärtssieg nach dem Aufstieg einzufahren. Die Herdorfer Ergebnisse sind noch recht schwankend. Blieb die SG gegen Weyerbusch und Alsdorf ohne Gegentore, warf einen das 1:3 gegen Kirburg wieder ein Stück weit zurück.


Siegen-Wittgenstein
SG Mudersbach/Brachbach – SG Siegen-Giersberg (Sonntag, 15 Uhr). Die Mudersbacher finden allmählich in die Spur und wollen den nächsten Schritt nach vorne ins Tabellenmittelfeld meistern. „Trotz unserer großen personellen Probleme haben wir vor allem in der Defensive eine gute Mannschaftsleistung geboten“, sagte Trainer Timo Schlabach im Anschluss an den 6:2-Erfolg über Hilchenbach. Die Abwehr muss auch im bevorstehenden Heimspiel stehen, denn mit der SG Siegen-Giersberg kommt eine starke Mannschaft nach Brachbach, die lediglich gegen Burbach leer ausging. Die Siegener haben bereits Salchendorfs Reserve und den SV Netphen, mit denen sie punktgleich das Spitzentrio bilden, geschlagen. rwe

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