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    Siegen-Wittgenstein

    Überlegt, anstatt mit 100 Stundenkilometern

    Gerade einmal zwei Heimniederlagen kassierte der VfB Niederdreisbach in der erfolgreichen Saison 2016/17. Es war der Grundstein für den starken vierten Platz in der Fußball-Kreisliga A Westerwald/Sieg. Auch jeweils vier Niederlagen auf heimischem Platz in den beiden Runden davor konnten sich sehen lassen. Diesmal bietet sich den Grün-Weißen jedoch genau das umgekehrte Bild. Null Siege, ein Unentschieden, drei Niederlagen – mehr war am Koppelberg noch nicht zu holen. Dafür sammelte der Tabellenzehnte in der Fremde immerhin schon acht Zähler. „Wenn ich sehe, dass auswärts nur Lautzert mehr Punkte geholt hat als wir, wir aber in der Heimtabelle Letzter sind, wird mir schlecht. Das ist ein Unding, das müssen wir unbedingt korrigieren“, sagt Trainer Christian Hensel. Die nächste Gelegenheit bietet sich am Sonntagnachmittag ab 15 Uhr im Derby gegen die SG Alsdorf/Kirchen/Freusburg/Wehbach. „Dann müssen wir nachlegen, sonst war der Sieg gegen Alpenrod für die Katz'.“

    Im fünften Anlauf soll's klappen: Der VfB Niederdreisbach (schwarze Trikots, hier gegen die SG Steineroth) kam in dieser Saison am Koppelberg über ein Remis noch nicht hinaus. „Wir müssen jetzt nach dem Sieg in Alpenrod nachlegen“, wünscht sich Trainer Christian Hensel im Derby gegen die SG Alsdorf den ersten Heimdreier.  Foto: Brühl
    Im fünften Anlauf soll's klappen: Der VfB Niederdreisbach (schwarze Trikots, hier gegen die SG Steineroth) kam in dieser Saison am Koppelberg über ein Remis noch nicht hinaus. „Wir müssen jetzt nach dem Sieg in Alpenrod nachlegen“, wünscht sich Trainer Christian Hensel im Derby gegen die SG Alsdorf den ersten Heimdreier.
    Foto: Brühl

    Nur neun Tore gelangen dem VfB in neun Punktspielen, das ist der Hauptgrund für die durchwachsene Bilanz. „Es ist viel Pech dabei“, hat Hensel beobachtet, der zwischen Heim- und Auswärtsspielen einen interessanten Unterschied festgestellt hat: „Unsere Möglichkeiten haben wir überall, aber auswärts machen wir mehr daraus. In Heimspielen scheinen wir es vor dem gegnerischen Tor erzwingen zu wollen, wir wollen zu viel und knallen die Bälle gefühlt mit 100 Stundenkilometern aufs Tor anstatt überlegt abzuschließen. Außerdem ist es uns bislang noch nicht gelungen, zwei gleichstarke Halbzeiten auf den Platz zu bringen. Wenn wir das schaffen, diszipliniert agieren und auf uns schauen, können wir Alsdorf schlagen. Die letzte Saison hat uns mit zwei Siegen gezeigt, dass uns diese Mannschaft anscheinend liegt.“

    Hensels Alsdorfer Kollege Enis Caglayan weiß ganz genau, wie es sich anfühlt, mit seinem Team Achterbahnfahrten hinzulegen und mit ansehen zu müssen, wie man aus einer eigentlich gar nicht so schlechten Leistung zu wenig macht. Während Hensel nur gegen Herdorf eine schwache Vorstellung sah („Die schwächste seitdem ich in Niederdreisbach Trainer bin“), musste Caglayan vor einer Woche beim 2:4 gegen Steineroth erleben, dass sein Team unter Wert geschlagen wurde: „Mit der Gesamtleistung war ich gar nicht unzufrieden. Wir haben den Tabellenzweiten dominiert und waren in fast allen Belangen überlegen. Nur in einem war Steineroth uns voraus: Effizienz vor dem Tor. Dieses Thema begleitet uns aber schon eine Weile und wir werden weiterhin hart daran arbeiten. Wenn man vorne nicht trifft und hinten den Gegnern zu leichtfertig Tore ermöglicht, dann nützt es wenig, wenn man die klar bessere Mannschaft auf dem Feld ist.“

    Worte, die man in diesen Tagen ganz ähnlich auch von Christian Hensel hört. Nur der muss mit seinem Team nun nachlegen, um hinten rauszukommen, während die kombinierten Gäste ihr Augenmerk auf eine andere Tabellenregion richten können. Caglayan: „Nach zwei Niederlagen in der Meisterschaft sollten wir wieder punkten, um nicht den Anschluss zu den oberen Plätzen zu verlieren. Wir haben die nächste Möglichkeit, unsere Leistung auch im Ergebnis widerspiegeln zu lassen.“

    Der Blick auf die anderen Plätze:

    SG Steineroth/Dauersberg/Molzhain – SV Niederfischbach (Freitag, 19.30 Uhr, in Steineroth). Das Spitzenspiel auf dem Steinerother Hartplatz zwischen dem Zweiten aus Steineroth und dem Dritten aus Niederfischbach eröffnet den zehnten Spieltag in der Kreisliga A. „Nach dem schweren Spiel mit einem wichtigen Sieg über Neitersen steht ein sehr schweres Auswärtsspiel an. Steineroth gehört zu den Überraschungen der bisherigen Saison und wird auf heimischer Asche schwer zu knacken sein. Wir werden alles investieren müssen“, ist sich Niederfischbachs Trainer Marco John sicher. Die Gastgeber fühlen sich im Kreisoberhaus inzwischen pudelwohl. Der Aufsteiger stand in dieser Saison noch nie schlechter als auf Rang sieben und hat sich mit nun bereits vier Partien in Folge ohne Niederlage sogar einen Platz in der Spitzengruppe verschafft. Vor allem offensiv haben die Kombinierten einen bemerkenswerten Lauf: Der beste Angriff der Liga erzielte gegen Alpenrod (6:1) und Alsdorf (4:2) insgesamt vier Tore.

    SV Stockum-Püschen – SG Alpenrod-Lochum/Nistertal/Unnau (Sonntag, 15 Uhr). Der SV Stockum-Püschen muss dringend den Hebel umlegen. Weil das Team um seinen das Tor hütenden Trainer Nico Tzimas auch nach neun Punktspielen weiterhin auf seinen ersten Dreier wartet, droht es bereits den Anschluss zu den Nichtabstiegsplätzen zu verlieren. Die Gäste müssen im Kalender ebenfalls einige Wochen zurückblättern, um einen Tag mit drei Punkten zu finden. Die Spielgemeinschaft hat sechsmal nach Gang nicht gewonnen.

    SG Rennerod/Irmtraut/Seck – SSV Weyerbusch (Sonntag, 15 Uhr). Die Gäste können gegen Rennerod einen großen Schritt machen und mit einem weiteren Sieg ihren Gegner überholen. Wenn sich die Hertling-Elf so präsentiert, wie in den zurückliegenden Wochen, muss ihr auch vor dem starken Aufsteiger nicht bange sein. 10 ihrer 13 Zähler sammelten die Weyerbuscher in den jüngsten vier Partien. Mit Jan Reinhardt in Reihen des SSV und Pascal Heene bei der SG stehen sich zudem zwei der besten Torjäger der Liga gegenüber. Beide haben schon achtmal eingesetzt. Bei Weyerbusch macht das rund die Hälfte aller Treffer aus.

    SG Meudt/Berod/Elbingen-Hahn – SG Daaden/Biersdorf (Sonntag, 15 Uhr). Zwei Teams, die man deutlich weiter vorne erwartet hätte, bestreiten das Krisenduell. Sowohl Meudt als auch Daaden kommen einfach nicht in die Spur. Große Sorgen bereitet den Gästen die anhaltende Sturmflaute. Beim 0:2 gegen Rennerod blieb die Mannschaft von André Ermert bereits zum vierten Mal ohne Torerfolg.

    SG Neitersen/Altenkirchen II – SC Berod-Wahlrod (Sonntag, 15 Uhr). Seit Saisonbeginn telefonieren Neitersens Coach Stefan Bischoff und Berods Spielertrainer Thomas Schäfer regelmäßig miteinander. Der SC spielt mit einer Woche Vorsprung immer gegen den nächsten Gegner des Aufsteigers, sodass Schäfer seinem Kollegen von den Kombinierten durchaus den einen oder anderen nützlichen Tipp verraten kann. Diesmal können beide vor dem direkten Duell auf das Telefonat verzichten. Bischoff backt kleine Brötchen: „Nicht, weil ich es will, sondern weil mich die personelle Situation dazu zwingt. Wir haben momentan aus unterschiedlichen Gründen viele Ausfälle. Deshalb müssen wir sehen, dass wir durch diesen schwierigen Oktober mit den Spielen gegen Berod, Steineroth und Lautzert irgendwie durchkommen. Wenn wir in diesen drei Begegnungen eine Überraschung schaffen, wäre ich zufrieden. Ich übe auf jeden Fall keinen Druck auf die Mannschaft aus.“

    SG Herdorf – Spvgg Lautzert-Oberdreis (Sonntag, 15 Uhr). Die Favoritenrolle sieht Herdorfs Trainer Benjamin Simon bei Tabellenführer Lautzert, nichtsdestotrotz werden die Gastgeber versuchen, ihre Serie von sechs ungeschlagenen Partien in Folge weiter auszubauen. „Dafür ist allerdings eine enorme Leistungssteigerung gegenüber der Vorwoche vonnöten. Wir müssen gerade in der Defensive kompakter und konsequenter agieren. Außerdem haben wir es gegen Meudt nicht wirklich geschafft, zwingende Torchancen zu kreieren, was vor allem an einer hohen Fehlpassquote im Spielaufbau lag“, so Simon.

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    FC Wahlbach – SG Mudersbach/Brachbach (Sonntag, 15 Uhr). Mudersbach hat die Niederlage in Deuz mit dem gewonnenen Kreispokalspiel gegen Anzhausen/Flammersbach vergessen gemacht und konnte das spielfreie Wochenende somit ohne Sorgenfalten angehen. Auch wenn die Tabellenführung futsch ist – die punktgleichen Neunkirchener haben durch das bessere Torverhältnis die Nase vorne –, ist Trainer Stefan Stark rundum zufrieden mit dem Abschneiden seines Teams: „ Wir haben nach acht Spieltagen 21 Punkte – wer hätte vor der Saison damit gerechnet? Unsere Jungs gehen seit Wochen an ihre Grenzen. Und aus so einer Niederlage kann man auch eine Menge mitnehmen.“ Am Sonntag gastiert die SG beim FC Wahlbach, der zuletzt Salchendorfs Reserve mit 3:1 bezwang.

    Von unserem Mitarbeiter René Weiss

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