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Hamm ringt in Bad Ems um Anschluss – Wissen muss zurück in die Spur finden – Wallmenroth freut sich aufs nächste Derby

Die Partien des 14. Spieltags in der Fußball-Bezirksliga Ost gehen allesamt am Sonntag über die Bühne.

Hüseyin Samurkas (vorne im blauen Trikot) und Lukas Becher (hinten) liefen mit dem VfB Wissen bei der 1:2-Niederlage gegen Wirges (am Ball Joachim Akwapay) vor allem in der ersten Halbzeit fast nur hinterher. Nach zwei Pleiten soll in Westerburg nun die Wende her. Foto: Regina Brühl
Hüseyin Samurkas (vorne im blauen Trikot) und Lukas Becher (hinten) liefen mit dem VfB Wissen bei der 1:2-Niederlage gegen Wirges (am Ball Joachim Akwapay) vor allem in der ersten Halbzeit fast nur hinterher. Nach zwei Pleiten soll in Westerburg nun die Wende her.
Foto: Regina Brühl

SG Westerburg/Gemünden – VfB Wissen (Sonntag, 14.30 Uhr, Hartplatz Westerburg). „Das ist ein Bonusspiel für uns gegen eine Topmannschaft der Liga“, erklärt Westerburgs Trainer Dobri Kaltchev vor dem Vergleich mit dem VfB Wissen. Hoffnungslos ist die Ausgangssituation jedoch nicht für seine Leute, die zuletzt dreimal in Folge siegreich waren. „Aber wir müssen realistisch bleiben“, mahnt Kaltchev. In Sachen Trainingsbedingungen, Finanzen und Kader sieht er die Wissener klar im Vorteil. Die Gastgeber haben allerdings nichts zu verlieren und wollen die Partie angehen wie die anderen vorher auch: „Wir ändern unsere Philosophie nicht.“ Nach langer Verletzung befindet sich Marvin Binge wieder im Training. Rätsel gebe Justin Keeler auf, zu dem seit sechs Wochen kein Kontakt mehr bestehe, nachdem er sich verletzt gemeldet hat.

„Das ist nicht gerade ein günstiger Zeitpunkt, um auf Westerburg zu treffen“, meint Wissens Trainer Walter Reitz, der den Gegner „deutlich im Aufwärtstrend“ und nahe an der Spitzengruppe sieht. Nach zwei Niederlagen müsse das eigene Team „wieder Boden unter den Füßen gewinnen“, sagt Reitz. „Ein Erfolgserlebnis, egal welcher Art“, wünscht er sich trotz der schwierigen Aufgabe auf Westerburgs Hartplatz. Taktisch will Reitz keine großen Neuheiten ausprobieren. Ändern müsse sich vielmehr die Einstellung, denn „wir haben in den Spitzenspielen zu offensiv gedacht und in der Defensive einiges versäumt“. Zum großen Verletzten-Lager gesellt sich nun auch noch Florian Jaeger. Bei der Aufstellung stellt Reitz dennoch Wechsel in Aussicht: „Ich kann keine Mannschaft belohnen, die zweimal hintereinander verloren hat.“

VfL Bad Ems – VfL Hamm (So., 14.30 Uhr). Nach zwei Niederlagen mit insgesamt zehn Gegentreffern hatte der VfL Bad Ems eineinhalb Wochen Zeit, um seine Defizite aufzuarbeiten. „Jetzt wollen wir ganz klar zuhause gewinnen“, kündigt Trainer Kay Ludwig an, ehe seine Elf am Sonntag auf den Tabellenletzten VfL Hamm trifft. Angesetzt ist die Begegnung auf dem kleinen Kunstrasenplatz auf der Insel Silberau. Offensiv ins Spiel gehen, hoch stehen, das Geschehen in des Gegners Hälfte verlagern sowie lange Bälle und Standard-Situationen der Hämmscher vermeiden – das ist Ludwigs Marschroute für eine womöglich richtungsweisende Partie. Außenverteidiger Darius Werner steht den Kurstädtern wieder zur Verfügung. Gewarnt sind die Gastgeber durch das überraschende 4:1 der Gäste gegen Ellingen.

Trainertipp: Peter Olbrich (SG Ahrbach)

EGC Wirges – FSV Osterspai 2:0
SG Westerburg – VfB Wissen 1:1
SG Elbert – SG Hundsangen 2:1
VfL Bad Ems – VfL Hamm 2:1
Burgschwalbach – Müschenbach 1:0
TuS Montabaur – SG Ahrbach 1:1
SG Wallmenroth – SG Weitefeld 1:1
SG Ellingen – Emmerichenhain 1:2

„Ich hoffe, dass die Mannschaft einen Schub bekommen hat“, sagt Hamms Spielertrainer Michael Trautmann über den zweiten Saisonsieg. Die Punkte seien nicht eingeplant gewesen. Umso mehr wächst die Hoffnung, auch in Bad Ems zu gewinnen und somit in der Tabelle nahe an den Gegner heranzurücken. „Das Team will, es lebt“, schildert Trautmann seine Eindrücke und lobt die kämpferische Einstellung. Wie er weiterhin mitteilt, soll bis Weihnachten gepunktet werden, um die Basis für eine Aufholjagd im neuen Jahr zu legen. Drei Zähler in Bad Ems würden da weiterhelfen. Trautmann setzt zudem auf in den Kader zurückkehrende Spieler, was ihm mehr Optionen bietet. Dass auf einem Kunstrasen gespielt werden soll, hält er für keinen Nachteil. „Von mir aus können wir auch auf der Straße spielen“, beteuert Trautmann.

SG Ellingen/Bonefeld/Willroth – SG Emmerichenhain/Niederroßbach (Sonntag, 15 Uhr, in Straßenhaus). Der Kampf ums Überleben in der Bezirksliga hat für die SG Ellingen längst begonnen. Durch einen Sieg beim Tabellenletzten in Hamm sollte der Anschluss ans untere Mittelfeld der Tabelle geschafft werden. Doch es kam anders. Hamm holte sich den zweiten Saisonsieg und stürzte damit die Ellinger noch tiefer in den Keller. „Wir haben zu wenig investiert, vor allem die Leistung in der zweiten Halbzeit war schlecht. Trotz aller personellen Rückschläge muss die Mannschaft mehr zeigen.“, ärgerte sich SGE-Trainer Thomas Kahler über die verpasste Chance. Und ausgerechnet jetzt kommt in der SG Emmerichenhain einer der großen Favoriten auf den Aufstieg. „Das ist eine sehr starke Mannschaft, wir sind klarer Außenseiter. Jeder denkt, dass wir verlieren. Das ist vielleicht unsere Chance“, sagt Kahler und fügt mit Respekt hinzu: „In David Quandel hat Emmerichenhain eine regelrechte Torfabrik. Der braucht nur eine Chance, um zu treffen.“ Deshalb liegt das Hauptaugenmerk in allen Besprechungen darauf, dem 19-maligen Torschützen keine Chance zu ermöglichen.

Mit einem 2:1 über Elbert hat die SG Emmerichenhain sichergestellt, dass sie nach wie vor um den Titel mitspielt. Dass der nächste Gegner zuletzt eine Klatsche beim Schlusslicht kassierte, mache die Sache laut Nihad Mujakic nicht einfacher. „Die werden zu 110 Prozent bei der Sache sein“, meint Emmerichenhains Trainer, der sich nicht von den jüngsten Ergebnissen blenden lassen will. Für seine Mannschaft gehe es darum, in den vier Spielen vor Weihnachten noch ordentlich zu punkten. In der Winterpause hofft Mujakic dann auf eine personelle Erholung. Nunmehr acht Ausfälle seien in der Summe nicht zu ersetzen, jetzt ist auch Julian Jung verletzt. „Ich bin kein Typ, der jammert“, will Mujakic kein Mitleid und lobt: „Hut ab, was die Mannschaft leistet.“

SG Wallmenroth/Scheuerfeld – SG Weitefeld-Langenbach/Friedewald/Neunkhausen (Sonntag, 15.30 Uhr). Lange war unklar, ob am Sonntag in Wallmenroth oder in Scheuerfeld aufgelaufen wird. Seit Freitagnachmittag steht jedoch fest: Es wird auf dem Hartplatz in Scheuerfeld gekickt. Doch auf welchem Platz auch immer gespielt würde, das Spiel gegen die SG Weitefeld besitzt für Stefan Häßler so oder so Derby-Charakter. „Neben Wissen ist das das Derby, auf das wir uns am meisten freuen“, betont Wallmenroths Trainer. Zumal seine Mannschaft daheim unbesiegt ist, vier Siege in Serie geholt hat und in der Tabelle deutlich vor Weitefeld rangiert. Häßler hat daher keinen Bedarf, größere Änderungen vorzunehmen, denn „wir stehen sensationell gut da“. Verzichten muss er auf den rotgesperrten Peter Bayer, außerdem fehlen werden Tim Lück und Timo Schulz.

„Der Untergrund ist egal“, betont Weitefelds Trainer Jörg Mockenhaupt zur Sportplatzfrage. Immerhin sei der Hartplatz in Scheuerfeld ebener als der Rasen in Wallmenroth. „Es kommt auf die Einstellung an, das Spielerische wird auf keinem der Plätze im Vordergrund stehen“, sagt er voraus. Auf jeden Fall werde es „ein hartes Brett“, um beim Aufsteiger aus der Nachbarschaft zu bestehen. Beide Mannschaften befinden sich auf dem aufsteigenden Ast. Weitefeld hat zuletzt zweimal gewonnen und ist auswärts unbesiegt. Mockenhaupt freut sich, dass sein Team zu Torgefährlichkeit und Zweikampfstärke zurückgefunden hat. Dazu kann er personell aus dem Vollen schöpfen. Thorsten Stötzer/lv

SG Hundsangen trennt sich von Spielertrainer Martin Scherer

Der abstiegsgefährdete Tabellendreizehnte SG Hundsangen/Obererbach hat sich von Spielertrainer Martin Scherer getrennt. „Wir müssen der prekären Tabellensituation Rechnung tragen“, sagt dazu der Vorsitzende Thomas Wrzeciono. „Das ist der einzige Grund, es gab keinerlei Knies, wir werden freundschaftlich auseinandergehen.“ Ein Nachfolger steht laut Wrzeciono noch nicht fest. Am Sonntag im Spiel bei der SG Elbert sollen sich Dominik Pistor, der Trainer der SG-Reserve aus der Kreisliga B Süd, sowie Co-Trainer Daniel Hannappel um die sportlichen Belange kümmern. gh

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