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    Laubach

    Vordereifel dreht Partie gegen einen starken Neuling Oberwesel

    Was war das am Freitagabend im ersten Spiel der Fußball-Bezirksliga Mitte nur für ein verrückter Einstieg in die neue Saison. Beim 4:2 (0:2)-Erfolg der gastgebenden SG Vordereifel gegen den bärenstarken Neuling SV Oberwesel gingen die drei Punkte nicht an die bessere Mannschaft, sondern an die mit den meisten Toren – und das zählt im Fußball halt.

    Eine ganz enge Geschichte war das Duell zwischen Vordereifel (in Rot mit Max Geisen) und Oberwesel mit Iljaz Gubetini. Am Ende musste der Aufsteiger Lehrgeld bezahken und verlor 2:4.  Foto: Alfons Benz
    Eine ganz enge Geschichte war das Duell zwischen Vordereifel (in Rot mit Max Geisen) und Oberwesel mit Iljaz Gubetini. Am Ende musste der Aufsteiger Lehrgeld bezahken und verlor 2:4.
    Foto: Alfons Benz

    Dabei sah es lange so aus, als ob der SVO für seinen couragierten Auftritt auch die Ernte einfahren könnte. 62 Jahre hatte es gedauert, bis Oberwesel wieder im überkreislichen Fußball auftreten durfte, bis zum ersten Tor auf der neuen Bühne dauerte es aber nur zwei Minuten. Jonas Strunk war der Torschütze. Eine leichte Unachtsamkeit in der Vordereifeler Defensive hatte er gnadenlos ausgenutzt, der Aufsteiger führte 1:0 (2.). Und nicht nur die mitgereisten Zuschauer vom Rhein staunten über das Spiel ihrer Elf. Sie sahen eine strukturierte Spielanlage und hinten eine klare Lufthoheit gegen die langen Vordereifeler Bälle in die Spitze. Beim Gastgeber dagegen lief nichts zusammen. Ohne eigene Ideen war gegen diesen robusten und spritzigen Gegner kein Kraut gewachsen. Darüber hinaus musste man noch verkraften, dass mit Kapitän Julian Hartmann nach einem Ausrutscher auf dem regennassen Rasen ein wichtiger Aufbauspieler schon in der siebten Minute verletzungsbedingt vom Platz musste. Den 0:2-Halbzeitstand markierte dann der gegnerische Kapitän Christoph Fahning mit einem sehenswerten Freistoß genau in den Winkel (20.).

    Nach der Pause zunächst dasselbe Bild. Oberwesel war weiter das bessere Team, während Vordereifel nicht aus den Pötten kam. Alles deutete auf einen blamablen Saisoneinstieg des Zehnten aus der Vorsaison hin, der gleich mit vier Neuzugängen (Steffen Schmidt, Lukas Mey, Fabian Müllen und Tom Stulla) und dem Wiedereinsteiger Matthias Adams in Spiel gegangen war. Dann aber kam die 64. Minute, und Oberwesel machte den ersten Fehler. Es sollten weitere folgen. Nach einem langen Einwurf tauchte Trainersohn Max Geisen alleine vor Gästekeeper Julian Retzmann auf und erzielte clever den Anschlusstreffer zum 1:2 (64.). „Ohne dieses unnötige Gegentor, glaube ich, hätten wir hier nicht verloren“, äußerte sich Oberwesels Coach Peter Ritter zu dieser die Partie drehenden Szene. Widersprochen hätte dieser Aussage wohl kaum einer unter den 100 Zuschauern. Das ist eben der Fußball und macht ihn so spannend und sehenswert. Tom Stulla – einer der vier vom TuS Mayen gekommenen Spieler – gelang mit einer Direktabnahme aus gut 25 Metern der 2:2-Ausgleich (72.), ehe Torjäger Patrick Stein nur eine Minute später die Führung zum 3:2 markierte (73.). Profitiert hatte er dabei von einem Wegrutscher Chris Jäckels, der ihm freie Bahn in Richtung gegnerisches Tor beschert hatte. Verkehrte Fußballwelt in Laubach.

    Danach versuchte der Aufsteiger die so gnadenlos verlorene Führung zurückzuholen, öffnete die Abwehr und kassierte dadurch in der Nachspielzeit noch den Treffer von Kevin Dreidoppel zum 4:2-Endstand (90.+1). Steffen Diensberg hatte den Torschützen mit einem Pass in die Schnittstelle ideal freigespielt. Vier Torchancen, vier Tore. Effizienter kann man nicht spielen. Vordereifels Trainer Peter Geisen strahlte nach dem Abpfiff über den Saisoneinstand seiner Elf, war aber auch grundehrlich: „Dieser Sieg ist nicht verdient, und der Gegner tut mir wirklich leid. Vor allem in der ersten Hälfte hat Oberwesel richtig gut gespielt. Uns war aber auch klar, dass wir nach einem Tor wieder im Spiel sind, und der Neuling vielleicht ein bisschen fickrig wird. So kam es dann ja auch. Meiner Mannschaft muss ich ein Kompliment machen, wie sie den Rückstand weggesteckt hat und wie sie zurückkam.“

    Auch Ritter hatte ein Kompliment für seine Spieler parat: „Bis zu den Toren waren wir klar besser. Wir haben aber durch die eigenen Fehler Lehrgeld bezahlt und die Spieler mussten erkennen, wie das in dieser Liga bestraft wird. In der A-Klasse wäre das so nicht passiert.“

    Alfons Benz

    SG Vordereifel - SV Oberwesel 4:2 (0:2)

    Vordereifel: Sesterhenn – Kirsch, Schmitt, Stein, J. Hartmann (7. Hoffmann), Mey, Müllen (80. St. Diensberg), Dreidoppel, Geisen, Adams (46. Peters), Stulla.

    Oberwesel: Retzmann – J.Stüber, Strunk, T. Jäckel, Mitchard (73. Clemens), Lehre (75. L. Stüber), Engel, Fahning, Gubetini, Ströter, C. Jäckel.

    Schiedsrichter: Alexander Müller (Mendig).

    Zuschauer: 100.

    Tore: 0:1 Strunk (2.), 0:2 Fahning (20.), 1:2 Geisen (64.), 2:2 Stulla (72.), 3:2 Stein (73.), 4:2 Dreidoppel (90.+1).

    Nächste Aufgabe für Vordereifel: am Sonntag (14.45 Uhr) in Niederburg.

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