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Metternich

Treis: Das ist besonders brutal

Während die Fußballer der SG 99 Andernach mit ihrem Anhang überstürmt jubelten und in einer rauschenden Aufstiegsnacht den Sprung in die Rheinlandliga feierten, flossen beim FC Germania Metternich nach der 1:2-Niederlage nach Verlängerung im Entscheidungsspiel vor über 2000 Zuschauern in Mülheim-Kärlich die Tränen - nicht nur bei den Spielern. Denn die zahlreich gekommenen Nachwuchsspieler der Germania samt Eltern, Spieler der zweiten Mannschaft und Alten Herren, sie alle litten mit den Metternicher Akteuren, die auf dem Rasen kauerten. "Das bricht einem das Herz, wenn man die Spieler weinen sieht", sagte FC-Trainer Dominik Treis, und "es ist besonders brutal, wenn man den Gegner dabei feiern sieht."

Sogar die Seite gegenüber der Haupttribüne war beim Entscheidungsspiel zwischen der SG Andernach (rote Trikots) und dem FC Metternich gefüllt - über 2000 Zuschauer verfolgten den 2:1-Sieg der Andernacher, die danach die ganze Nacht den Aufstieg in die Rheinlandliga feierten. Foto: Andreas Walz
Sogar die Seite gegenüber der Haupttribüne war beim Entscheidungsspiel zwischen der SG Andernach (rote Trikots) und dem FC Metternich gefüllt - über 2000 Zuschauer verfolgten den 2:1-Sieg der Andernacher, die danach die ganze Nacht den Aufstieg in die Rheinlandliga feierten.
Foto: Andreas Walz

Die "reine Enttäuschung" verspürte Treis zwar auch noch einen Tag nach der Niederlage, aber seine Spieler haben ihn "unheimlich stolz" gemacht. "Wir haben es geschafft, mit unseren Leistungen so viele Leute aus dem eigenen Verein zu mobilisieren, ich habe zum ersten Mal erlebt, dass wir so einen Geist entwickelt haben, das ist ein sehr gutes Gefühl", sagte Treis. Jede Menge FC-Fans in Mülheim-Kärlich, zuvor schon 350 Zuschauer im letzten Heimspiel der Bezirksliga gegen die SG Vordereifel - die Mannschaft hat mit ihren elf Siegen in den letzten zwölf Meisterschaftsspielen für eine euphorische Stimmung im Verein rund um die Kaul gesorgt.

Die SG 99 Andernach schien im Saisonverlauf schon uneinholbar vorn zu liegen, aber die Germania ließ nicht locker, holte Punkt um Punkt auf und setzte sich sogar an die Spitze. Das 2:2 am vorletzten Spieltag gegen Vordereifel nach 2:0-Führung, wodurch Andernach nach Punkten wieder gleichzog, tat zwar besonders weh, war für den Trainer aber "normal". Treis: "Wenn man in elf Spielen zehnmal gewinnt, ist es normal, dass es einen irgendwo zwischendurch erwischt. Ich bin da eher stolz, dass wir diese Serie geschafft haben. Das war eine hervorragende Leistung."

Nach der Niederlage trafen sich Spieler und Trainer noch in der Nacht und "wir haben dann eben mit unserer Stimmungslage etwas gefeiert". Trainer Treis bleibt beim FC, hat noch Vertrag bis 2017 und "noch keinen Gedanken woanders hin verschwendet". Das Gros der Mannschaft spielt auch in der kommenden Saison für den FC Metternich in der Bezirksliga, jetzt aber gibt es erst einmal eine Fußballpause, ehe am 30. Juni die Saisonvorbereitung beginnt.

Derweil denkt bei der SG Andernach derzeit noch niemand an die kommende Saison in der Rheinlandliga. "Ich bin vor drei Jahren angetreten mit dem mittelfristigen Ziel Aufstieg in die Rheinlandliga. Es ist einfach wunderbar, dass dieser Plan nun aufgegangen ist", freute sich Trainer Franz-Josef Kowalski. SG-Kapitän Kim Kossmann meinte nach der Feier bis in die Morgenstunden: "Das war ein Highlight für immer. Die Kulisse, die Nervosität, die Vorfreude - das alles werden wir wohl alle nie vergessen." Stefan Lebert, lkl

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