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Treis-Karden

SG Müden stark, SG Vordereifel schwach

Alfons Benz

Die SG Müden/Treis-Karden/Moselkern hatte gerufen und die SG Vordereifel war gekommen. Aber nicht wie ursprünglich vorgesehen auf den Müdener Hartplatz. Dem regnerischen Wetter geschuldet fand die Partie in der Fußball-Bezirksliga Mitte auf dem Kunstrasen in Treis-Karden statt. Während das einzige Aufeinandertreffen zweier Bezirksliga-Mannschaften aus dem Kreis Cochem-Zell vor dem Anpfiff einiges an Brisanz versprach, sahen die trotz des schlechten Wetters immerhin rund 160 Zuschauer während der 90 Minuten davon aber nichts. Vielmehr sahen sie einen klaren und hochverdienten 4:1(2:1)-Heimsieg einer vor allem vor der Pause sehr starken Mosel-SG gegen einen Gegner aus der Eifel, der dem nicht viel entgegenzusetzen hatte.

Mirco Mono (links) und seine SG Müden/Treis-Karden/Moselkern waren dem Lokalrivalen SG Vordereifel (mit Steffen Diesnberg) immer einen Tick voraus und gewannen mit 4:1. Foto: Alfons Benz
Mirco Mono (links) und seine SG Müden/Treis-Karden/Moselkern waren dem Lokalrivalen SG Vordereifel (mit Steffen Diesnberg) immer einen Tick voraus und gewannen mit 4:1.
Foto: Alfons Benz

Entsprechend ernüchternd und zu tiefst enttäuscht fiel auch der Kommentar von Vordereifels Trainer Peter Geisen zum Auftritt seiner Elf aus. „Das war gar nichts, so kannst du hier nichts holen. Wenn man das ein Derby nennt, dann hatte nur Müden das begriffen. Sie haben hochverdient gewonnen, sie haben viel mehr Aufwand betrieben und waren läuferisch eine Klasse besser. Der Blick auf die Tabelle und das Ergebnis zeigen genau das Kräfteverhältnis von heute zwischen den beiden Mannschaften.“

Müden liegt mit jetzt 21 Punkten auf Platz fünf und Vordereifel mit weiterhin neun Zählern auf dem 15. und vorletzten Tabellenplatz. Allerdings zeigt das Tableau durch etliche Spielausfälle an diesem 14. Spieltag ein etwas verzerrtes Bild.

Ein verzerrtes Bild sahen die Zuschauer aber nicht auf dem Spielfeld. Vom Beginn an zeigten die Gastgeber, wer heute im Stadionrund Herr sein sollte und wollte. Vordereifel dagegen wirkt dagegen eher gehemmt und in vielen Szenen viel zu zaghaft. Es waren erst drei Minuten gespielt, als Vordereifels Torwart Patrice Sesterhenn mit einem wahnsinnigen Reflex eine Direktabnahme von Müdens Spielertrainer Andreas Oberreiter von der Linie fischte. Arlind Schmitt hatte die Kugel nach innen geschlagen. Es entwickelte sich weiter ein einseitiges Spiel, meistens in Richtung Gästetor. Es dauerte 21 Minuten, bis man den ersten Vordereifeler Torschuss vermerken konnte. Der Ball von Nico Anheier flog aber über den Kasten. Wenig später zeigte Schmitt, wie man es besser macht. Mit aller Gewalt landete er einen Volltreffer zum 1:0 in den Winkel des Vordereifeler Gehäuses (22.). Zehn Minuten später nahm Markus Thönnes ein Zuspiel von Tobias Viertl dankend an und vollendete sicher zum 2:0 (32.).

Von Vordereifel war weiter nichts zu sehen, auch in der Defensive zeigten sich eklatante Schwächen, vor allem beim Verteidigen der langen Müdener Bälle über außen. Wie aus dem Nichts fiel dann doch das Tor zum 2:1-Pausenstand. Trainersohn Max Geisen hatte einen Freistoß des ansonsten unauffälligen Lukas Mey mit dem Hinterkopf an den Innenpfosten und von dort ins Netz gebracht (38.).

Bis zum Pausenpfiff folgten jetzt die einzigen Minuten, in denen Vordereifel einigermaßen im Spiel war. Und mit einen bisschen Glück hätte sogar der Ausgleich fallen können. Müdens Torwart Florian Bauer lenkte einen Schuss von Mey aber soeben noch zur Ecke (42.). Kurz zuvor hätte Markus Thönnes jedoch schon etwas früher für Klarheit sorgen können. Völlig freistehend donnerte er jedoch einen Ball von Oberreiter neben den Pfosten (41.).

Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie zunächst etwas an Glanz, ehe die Oberreiter-Truppe wieder einen Gang zulegte – und das erfolgreich. Nach einem Konter bediente Viertl Schmitt und es stand 3:1 (68.). Dann machte Viertl selbst das Ding, als er in Abstaubermanier einen zuvor von der gegnerischen Abwehr geblockten Ball von Thönnes zum 4:1-Endstand einschob (83.).

Sein Trainer Oberreiter strahlte und war mehr als zufrieden: „Was soll ich viel sagen? Das war vor allem vor der Pause eine klasse Leistung der gesamten Mannschaft. Die bessere Elf hat ganz klar gewonnen.“

Von unserem Mitarbeiter Alfons Benz

SG Müden/Treis/Moselkern - SG Vordereifel 4:1 (2:1)

Müden: Bauer – Windheuser, Brachtendorf, Schnorpfeil, Wellems (90. Breitbach), Oberreiter, Konzer, M. Mono, Markus Thönnes, T. Viertl, Schmitt (83. Angsten).

Vordereifel: Sesterhenn – N. Diensberg, Weiler, Stulla, Dreidoppel (76. Kirsch), Geisen, T. Hartmann (25. Adams), St. Diensberg, Mey (66. Feldhausen), Anheier, Stein.

Schiedsrichter: Christoph Zimmer (Wittlich); Zuschauer: 160

Tore: 1:0 Schmitt (22.), 2:0 Markus Thönnes (32.), 2:1 Geisen (38.), 3:1 Schmitt (68.), 4:1 T. Viertl (83.).

Nächste Aufgabe für Müden: am Sonntag (14.45 Uhr) in Niederburg; für Vordereifel: am Sonntag (14.45 Uhr) in Laubach gegen Rheinböllen.

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