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Kirchberg

Kirchberg trifft zu den günstigsten Zeiten

Es waren – je nachdem, aus welcher Perspektive man es sehen will – die denkbar günstigsten oder denkbar ungünstigsten Momente für Tore: Mit Treffern unmittelbar vor und nach der Halbzeit drehte der TuS Kirchberg das Fußball-Bezirksligaderby gegen die SG Mörschbach/Liebshausen/Argenthal und gewann am Ende mit 4:1 (1:1). „Man weiß natürlich nicht, wie das Spiel gelaufen wäre, wenn wir diese Tore zu den Zeitpunkten nicht gefangen hätten“, meinte Gästecoach Markus Stelter – um direkt nachzuschieben: „Gerecht war das Ergebnis dennoch. Und auch in der Höhe verdient.“

Zumindest in der zweiten Hälfte konnte Kirchbergs Trainer Christian Schneider (rechts) die Zweikämpfe wie hier zwischen seinem Spieler Christopher Wild und Mörschbachs Daniel Römer recht entspannt verfolgen, denn der TuS siegte nach 0:1-Rückstand am Ende doch klar mit 4:1 zu Hause im Derby gegen die SG.  Foto: B&P Schmitt
Zumindest in der zweiten Hälfte konnte Kirchbergs Trainer Christian Schneider (rechts) die Zweikämpfe wie hier zwischen seinem Spieler Christopher Wild und Mörschbachs Daniel Römer recht entspannt verfolgen, denn der TuS siegte nach 0:1-Rückstand am Ende doch klar mit 4:1 zu Hause im Derby gegen die SG.
Foto: B&P Schmitt

Auch sein Gegenüber Christian Schneider wusste natürlich, dass den beiden Treffern zum zwischenzeitlichen 2:1 eine große Bedeutung zukam. „Es war vor allem wichtig, dass wir vor der Pause noch den Ausgleich gemacht haben.“ Vor der Pause und nach einer ersten Halbzeit, in der Kirchberg eher unglücklich agiert und nicht mal unverdient lange Zeit mit 0:1 zurückgelegen hatten.

Die Gastgeber hatten zwar das Spiel an sich gerissen, aber viel zu unpräzise Pässe in die Spitze gespielt. „Der letzte Ball kam oft nicht an“, brachte es Schneider auf den Punkt. Chancen blieben deswegen weitestgehend aus. Das war zum einen tatsächlich der unpräzisen Spielweise geschuldet, zum anderen aber auch den tiefstehenden Gästen. Dabei war das gar nicht mal die Marschrichtung, die Stelter seinen Jungs mit auf den Weg gegeben hatte. „Ich hätte mir schon gewünscht, dass wir mutiger nach vorne spielen. Immer dann, wenn wir das gemacht haben, würde es ja auch mal gefährlich.“ Beispielsweise in der zehnten Minute als Raphael Kauer im linken Mittelfeld einen Ball eroberte, Max Kunze bediente und der im zweiten Anlauf zum 0:1 traf. Oder drei Minuten später, als erneut Kunze auf das Kirchberger Tor zulief, dort aber gestoppt wurde.

Bis Kirchberg zum ersten Mal wirklich gefährlich vor das Tor der Gäste kam, dauerte es 26 Minuten. Und es benötigte eine Standardsituation. Ecke Alexander Singer, Direktabnahme Torsten Resch, Kauer klärte auf der Linie. Es folgten ein Schuss von Oliver Michel (27.), ein geblockter Schuss von Singer (39.), ein Schuss von Roman Bär (41.) und dazwischen eben ganz viele Pässe, die ihr Ziel verfehlten. Und es folgte die erste Minute der Nachspielzeit in Halbzeit eins. Nach einer Flanke von Jonas Heimer kam Süleyman Özer am kurzen Pfosten zum Kopfball – und nickte ein. Es hätte bereits vor der Pause noch bitterer für den Gast kommen können, aber Michel vertändelte einen Pass von Singer, verpasste so selbst den Abschluss, legte auf Singer zurück, dessen Schuss war aber zu harmlos.

„Ich habe den Jungs dann in der Kabine schon gesagt, dass ich enttäuscht bin und dass sie es im Training besser machen als im Spiel, vor allem im Derby“, so Schneider. Mit diesen Worten traf er offensichtlich den richtigen Punkt, denn nach Wiederanpfiff waren die Gastgeber viel präsenter, kreierten Möglichkeiten und erzielten Tore. Das erste zwei Minuten nach Beginn von Halbzeit zwei: Nach einer Flanke von Özer stand Michel am zweiten Pfosten genau richtig und schob ein. Wieder zwei Minuten später lief Michel nach einem Zuckerpass von Singer alleine auf Mörschbachs Schlussmann Marvin Hofrath zu – und fand dort dieses Mal seinen Lehrmeister. Hofrath war auch in der 67. Minute bei einem verdeckten Schuss von Joshua Rieder zur Stelle. „Er hat uns vor einer höheren Niederlage bewahrt“, sagte Stelter nicht ohne Grund.

Machtlos war Hofrath allerdings in der 76. Minute und nach einem Schuss von Heimer. Aus 16 Metern schlenzte der den Ball überlegt ins linke Eck. 3:1 für die Gastgeber. Vielleicht hätte es kurze Zeit später noch mal eng werden können: In der 82. Minute beging Kirchbergs Keeper Peter Kunz ein Handspiel außerhalb des Strafraums. Schiedsrichter Marco Christmann wertete die Situation nicht als klar vereitelte Torchance, Kunz kam mit Gelb davon, Kirchberg musste keinen Feldspieler ins Tor stellen, weil es schon dreimal gewechselt hatte und Mörschbach verpasste es, den Anschluss zu erzielen. Der Freistoß von Danny Weber war zwar gut geschossen und Michael Schmidt hätte im Nachschuss treffen können, aber auch das überstand Kirchberg. Ob verdient oder nicht, das hätte nicht die entscheidende Rolle gespielt. Ohnehin: Konjunktiv.

Stattdessen machten es die Gastgeber deutlich. Nach einem Pass von Heimer traf Singer zum 4:1 (87.). Der Treffer war auch zugleich der schönste der Partie. Aus rund 16 Meter lupfte er den Ball über Hofrath ins Tor. „Verdient gewonnen“, meinte Schneider. „Verdient verloren“, gab Stelter zu.

Sina Ternis

TuS Kirchberg - SG Mörschbach/A./L. 4:1 (1:1)

Kirchberg: Kunz – Heimer, Reifenschneider, Resch (79. Carbach), Singer, Michel (70. Müller), Wild, Rieder, Sagel, Özer (57. Sehn-Henn), Bär.

Mörschbach: Hofrath – Thönges, Schmitz, Peifer (46. Schmidt), Volkweis, Römer, Metz (72. Weber), Kauer, Theise, Kunze, L. Schulzki.

Schiedsrichter: Marco Christmann (Morshausen).

Zuschauer: 150.

Tore: 0:1 Kunze (10.). 1:1 Özer (45.+1), 2:1 Michel (47.), 3:1 Heimer (76.), 4:1 Singer (87.).

Beste Spieler:

Nächste Aufgabe für Kirchberg: am Sonntag (15 Uhr) in Moselkern gegen Müden; für Mörschbach: am Sonntag (14.45 Uhr) in Mörschbach gegen Cosmos Koblenz.

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