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Alzey

Zugänge setzen bei Wende die Impulse

In dieser 88. Minute brachen bei Spielern, Verantwortlichen und Anhängern von Fußball-Verbandsligist SG Eintracht Bad Kreuznach alle Dämme. Niklas Paulus hatte von der Strafraumgrenze draufgehalten, ins Schwarze getroffen und mit seinem 4:2 den Deckel auf den Auftaktsieg bei RWO Alzey – wir berichteten bereits – draufgesetzt. Die Spieler herzten Paulus, einige rannten zur Trainerbank, auf den Rängen waren die Schlachtrufe unüberhörbar.

So sehen Sieger aus: Die Eintrachtler (von links) Dimitri Mayer, Daniel Pflüger, Ercan Ürün, Nils Flühr, Sebastian Baumann und Patrick Krick bejubeln in Alzey den Treffer zum 4:2.  Foto: Klaus Castor
So sehen Sieger aus: Die Eintrachtler (von links) Dimitri Mayer, Daniel Pflüger, Ercan Ürün, Nils Flühr, Sebastian Baumann und Patrick Krick bejubeln in Alzey den Treffer zum 4:2.
Foto: Klaus Castor

Sekunden später, nach dem Abpfiff, feierte sich die SGE-Familie lautstark als „Derbysieger“. Ein völlig neues Gefühl, schließlich hatte die SGE in der Aufstiegssaison sämtliche sechs Partien mit Derbycharakter verloren. Und dieses Mal schien 35 Minuten lang wieder alles gegen die Eintracht zu laufen. 0:2 stand es nach einer schwammigen Anfangsphase mit wenig Offensivgeist, großen Lücken in der Defensive und schwachem Zweikampfverhalten.

Es folgte eine Umstellung. Die Dreier- wurde zur Viererkette verbreitert, im Sturm erhielt Gürkan Satici Unterstützung von einem zweiten Mann. „Das System mit Viererkette und zwei Angreifern hat sich für diesen Gegner als besser erwiesen. Nach der Umstellung sind wir ganz anders aufgetreten“, stellte SGE-Trainer Patrick Krick fest. Doch es war nicht nur eine taktische Veränderung. Nach dem 0:2 war ein Ruck, ein anderer Geist zu spüren. Der Doppelpack des Alzeyer Torjägers Vllaznim Dautaj (19., 29.) schien die SGEler wachgerüttelt und angestachelt zu haben. Fortan gingen die Bad Kreuznacher, die mit fünf türkisch-stämmigen Spielern begonnen hatten, viel giftiger in die Duelle, hielten dagegen, zudem wurde auch mal der Offensivgang eingeschaltet. Der schnelle Ausgleich durch die Treffer von Yannik Wex (41.) und den Elfmeter von Kapitän Deniz Darcan (43.), der Verantwortung übernahm, tat sein übriges.

Die zweite Hälfte gehörte dann einzig und allein den Gästen, die sich den Dreier dicke verdienten. Auffällig: Die Zugänge waren es, die Impulse setzten: Wex mit dem wichtigen 1:2 und vielen guten Aktionen. Fabian Scheick setzte Satici vor dem 3:2 (68.) glänzend in Szene, und Paulus markierte den Schlusspunkt. „Wir fühlen uns alle sehr wohl bei der Eintracht“, sagte Paulus, der ergänzte: „Bei der Premiere ein Tor zu erzielen, ist klasse. In der Szene davor hatte ich gedribbelt und war gescheitert. Da habe ich bei der nächsten Möglichkeit abgezogen.“ Krick lobte den Zugang: „Niklas hat Abschlussqualitäten und eine tolle Schusstechnik. Wenn er an der Strafraumgrenze ist, muss er es probieren. Das habe ich ihm auch gesagt. Aber alle Neuen haben es gut gemacht.“ Und bei der Wende geholfen. „Mit diesem Einsatz und diesem Willen wollen wir die Mannschaft immer sehen“, erklärte SGE-Vize Hermann Holste.

Im Alzeyer Lager waren Enttäuschung und Ernüchterung groß. „Unerklärlich“, fand Ex-Eintrachtler Florian Unckrich das Verspielen eines 2:0-Vorsprungs. Trainer Tino Häuser kündigte an, „Ursachenforschung“ betreiben zu wollen, erkannte viele Kleinigkeiten, die zu diesem Spielverlauf geführt hatten. Eine war sicher Christian Hahn. Der Ex-Hackenheimer hatte bärenstark begonnen, erschwerte durch aggressives Anlaufen das Aufbauspiel der Eintracht. Seine verletzungsbedingte Auswechslung (38. Minute) stand nicht für ungefähr in einem zeitlichen Zusammenhang mit dem Kippen des Spiels.

So geht's weiter: am Mittwoch, 19.15 Uhr, gegen den VfR Kandel.

Aus Alzey berichtet unser
Redakteur Olaf Paare

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