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Schöneberg

Trinks benötigt keine Anlaufzeit

Spieler, Trainer, Betreuer, Vorstandsmitglied – es gibt viele verschiedene Facetten im Fußball. Die meisten bleiben einem Genre über viele Jahre treu. Björn Trinks aus Schöneberg ist da anders, er ist variabel, flexibel einsetzbar. Schon als Spieler glänzte er als Keeper und als Stürmer. 2005 gewann er den Torjägerpokal des Oeffentlichen Anzeigers. Auch im Sommer 2017 nahm er wieder einmal einen Perspektivwechsel vor – vom Meister-Trainer (bei Karadeniz Bad Kreuznach) zum Sportlichen Leiter (beim SV Alemannia Waldalgesheim). Wir sprachen mit ihm vor dem Verbandsliga-Start der Alemannia am Sonntag um 15 Uhr gegen den TuS Rüssingen.

Macht eine gute Figur im traditionellen Grün des SVA Waldalgesheim: Björn Trinks. Foto: SVA Waldalgesheim
Macht eine gute Figur im traditionellen Grün des SVA Waldalgesheim: Björn Trinks.
Foto: SVA Waldalgesheim

Herr Trinks, wie unterscheiden sich die beiden Jobs?

Grundsätzlich handelt es sich natürlich um ganz andere Aufgabenfelder. Als Sportlicher Leiter oder Teammanager bin ich für den gesamten Verein verantwortlich, muss alle Bereiche im Auge haben, nicht nur wie bisher als Trainer die erste Mannschaft. Außerdem sind in der neuen Aufgabe auch viele organisatorische Dinge gefragt. Auf der anderen Seite fällt aber das Training mit der Mannschaft weg.

Wie sieht es mit den Gesprächen mit interessierten Spielern aus?

Die habe ich auch als Trainer geführt, da ändert sich gar nicht so viel. Nun aber bin ich natürlich federführend bei Entscheidungen.

Welches Umfeld haben Sie in Waldalgesheim vorgefunden?

Ein hoch professionelles. Es gibt sehr gute Bedingungen in vielen Bereichen. Deshalb habe ich auch keine lange Anlaufzeit benötigt. Ich habe nicht das Gefühl, erst seit acht Wochen bei der Alemannia zu sein, sondern schon viel länger. Nach meinem Erleben sind die Bedingungen mindestens verbandsligatauglich. Ich habe keinerlei Grund zu klagen.

Mindestens – heißt, Sie könnten sich durchaus auch einen Oberligisten SV Alemannia vorstellen?

Wir haben ja das Ziel ausgegeben, oben mitzuspielen. Mehr sollten wir nicht einfordern, schließlich kann da im Laufe einer Saison viel passieren, wie Verletzungen, Pech oder Glück mit Spielverläufen oder Schiedsrichter-Entscheidungen. Aber ich bin davon überzeugt, dass die Mannschaft das Zeug dazu hat, oben mitzuspielen.

Wie bewerten Sie den aktuellen Alemannen-Kader?

Wir haben eine junge Mannschaft. Allerdings gibt es auch eine starke und erfahrene Achse mit Patria, Fennel, Walther, Sawin und Riemer, die gefühlt 400 Länderspiele auf dem Buckel hat. Das sind Führungsspieler, um die die Jungen herum sich freischwimmen können.

War der Wechsel vom Trainer zum Sportlichen Leiter von langer Hand geplant?

Überhaupt nicht. Er ist vielmehr ein Zufallsprodukt. Ich hatte frühzeitig für mich entschieden, als Trainer bei Karadeniz aufhören zu wollen. Der zeitliche Faktor spielte dabei eine große Rolle. Als guter Trainer gehört es dazu, dreimal pro Woche im Training auf der Matte zu stehen, dazu kommt das Spiel. Das war aber beruflich und familiär einfach nicht mehr zu leisten.

Wie entstand der Kontakt zum SVA?

Ich glaube, sehr wichtig war, dass ich Stallgeruch habe, weil ich ja auch mal an der Waldstraße gespielt habe. Zudem wohne ich nur wenige Kilometer entfernt. Und der Kontakt zu Joachim Blum, dem Geschäftsführer der Alemannia, ist nie abgerissen. So wurde ich dann mehr aus Zufall Sportlicher Leiter.

Sie werden aber Karadeniz weiter verfolgen. Wie schätzen Sie die Lage bei Ihrem Ex-Verein, mit dem Sie Bezirksliga-Meister wurden, ein?

Es wird schwer in der Landesliga werden, da der Verein einige Abgänge zu verzeichnen hatte. Aber die Jungs sind stark genug, um die Liga zu halten. Viel wird davon abhängen, wie die Spieler damit umgehen, wenn es mal drei Niederlagen in Folge oder auch höhere Niederlagen gibt. Bis auf eine Saison hat Karadeniz in der Bezirksliga immer oben mitgespielt. Karadeniz kennt in den vergangenen Jahren nur das Siegen. Das Verlieren in den Griff zu bekommen, wird das Entscheidende sein.

Ihre neue Heimat ist die Verbandsliga.

Und die macht richtig Spaß, weil beispielsweise die Wege kurz sind. Einfach nur die Autobahn runter fahren und schon bist du auswärts da. Ich glaube auch, dass es eine ausgeglichene Liga mit gutem Potenzial sein wird. Ich erwarte auch eine spannende Saison. Da wird keine Mannschaft so einfach davonziehen.

Ihr Trainer Patrick Joerg hat im Oeffentlichen Anzeiger die beiden Englischen Wochen zum Auftakt kritisiert.

Eigentlich darf und möchte ich ihm da gar nicht widersprechen, aber ich sehe das Thema ehrlich gesagt sehr entspannt. Es müssen alle Teams fünfmal in zwei Wochen ran. Für mich ist das keine Belastung, sondern eine Herausforderung. Wir hatten eine gute Vorbereitung und sind in der Verfassung, in diesen fünf Spielen unsere Punkte zu holen.

Das Gespräch führte Olaf Paare.

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