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Bad Kreuznach

SGE erkämpft sich in wilder Partie ein 3:3

Lukas Erbelding

Nach 77 Minuten schien die Verbandsliga-Begegnung zwischen der SG Eintracht Bad Kreuznach und der SG Rieschweiler bereits zugunsten der Gäste aus der Pfalz entschieden zu sein. Dennis Becker hatte für die Rieschweilerer 3:1-Führung gesorgt, die auch vollkommen in Ordnung ging. Doch in der Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. In einem hektischen Aufeinandertreffen mit Rudelbildungen und zwei Platzverweisen kämpften sich die Eintracht-Fußballer zurück, vermieden zumindest die Niederlage und sicherten sich ein 3:3 (0:0)-Unentschieden.

Eigentlich hatte die Aufholjagd bereits vor dem Treffer von Dennis Becker begonnen. Obwohl die SGR die Partie vermeintlich im Griff hatte und 2:0 führte, musste sie 14 Minuten vor Schluss den Anschlusstreffer hinnehmen. Janik Greinert foulte SGEler Niklas Schneider im eigenen Strafraum. Den Elfmeter verwandelte Sebastian Baumann zum 1:2 aus Sicht der Eintracht. Der Kapitän war nach langer Verletzungspause eingewechselt worden und konnte direkt erste Akzente setzen. „Sebastian führt die Mannschaft. Es ist wichtig, dass er zurück auf dem Platz ist“, sagte SGE-Trainer Patrick Krick. Der Spielführer selbst betonte: „Für mich war es ein überragendes Gefühl, nach drei Monaten wieder in unserem schönen Stadion spielen zu können.“

Direkt nach seinem Tor waren die Bad Kreuznacher offenbar noch zu euphorisiert, ließen den Auswärtigen unmittelbar nach dem Anstoß zu große Räume. Dennis Becker war nach einem Vertikalpass im Zentrum völlig blank, startete ein Solo und stellte auf 3:1. Die SGR sah wie der sichere Sieger aus, aber die Eintracht setzte doch noch zu einer Energieleistung an. Die aufkommende Hektik mit lautstarken Wortgefechten über Schiedsrichterentscheidungen, Rangeleien auf dem Platz und auch leidenschaftlichen Diskussionen auf der Tribüne schien der Eintracht in die Karten zu spielen. In Minute 85 schlug Baumann einen langen Ball auf Davin Dzaka, der die Kugel auf Philipp Skiba weiterleitete. Dieser war völlig unbewacht und verkürzte auf 2:3 aus Sicht der Heimischen.

Die SGE war wieder da, während die Rieschweilerer konfus wirkten und sich bei diesem Spielstand sogar auskontern ließen. Den Abschluss von Niklas Schneider konnte SGR-Schlussmann Marc Zimmermann noch parieren (88.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit einer nun vogelwilden Begegnung war es aber so weit. Tobias Beltz brachte einen weiten Pass in den Strafraum, Skiba versuchte es mit einem Seitfallzieher, scheiterte jedoch an Zimmermann. Den Nachschuss allerdings haute Dzaka zum 3:3-Endstand unter die Latte. Der Jubel war groß, doch kurz darauf kam es zu einer weiteren Rudelbildung zwischen mehreren Spielern. Schiedsrichter Dorian Schurer zückte gegen Fabien Spreitzer die Ampelkarte, der Rieschweilerer Luca Littner sah sogar den roten Karton.

„Im Vorfeld war klar, dass es ein anderes Spiel wird als gegen Gau-Odernheim oder Gonsenheim. Es wäre falsch, die Erwartung zu haben, dass wir in jeder Partie solche Leistungen bringen können“, resümierte SGE-Coach Krick und ergänzte: „Wenn man die vergangenen drei Wochen sieht, war es unser schlechtestes Spiel. Dank einer Willensleistung haben wir uns zurückgekämpft. Eine Niederlage wäre ärgerlich gewesen. Den Punkt nehmen wir gerne mit.“

Vor der Pause hatten sich die Teams einen ausgeglichenen Kick geliefert. Nach dem Kabinengang war die SGR tonangebend gewesen. Maximilian Buchholz (46.) und Tobias Leonhard (65.) hatten die Pfälzer 2:0 in Front geschossen. Danach bewies die SGE, dass in jeder Phase mit ihr zu rechnen ist – in diesem Fall auch dank ihres wieder genesenen Kapitäns Baumann, der seine Rolle nun wieder auf dem Spielfeld mit Leben füllen kann.

SG Eintracht Bad Kreuznach: Becker – Dent, Beltz, Kuba, Spreitzer – M. Gilles (62. Baumann) – Mukamba (59. Flühr), Ba. Bayir (75. Dzaka), Stavridis, Skiba – Schneider.

So geht's weiter: am Sonntag, 15 Uhr, beim FK Pirmasens II.

Von unserem Mitarbeiter Lukas Erbelding
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