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Bad Kreuznach

Kehrt die Eintracht in ihr Klubheim zurück?

Olaf Paare

Was passiert mit dem Klubheim der SG Eintracht Bad Kreuznach im Moebus-Stadion? Diese Frage soll am Montag, 25. Juni, an Ort und Stelle beantwortet werden. Im Eintracht-Klubheim steigt dann nämlich um 19.30 die Jahreshauptversammlung des Fußballfördervereins Bad Kreuznach 2000, der in Besitz des Klubheims ist.

Das Objekt der Begierde: Der Fußballförderverein Bad Kreuznach entscheidet, was mit dem imposanten sowie markanten Bau passiert und ob die SG Eintracht Bad Kreuznach wieder ins Spiel kommt.  Foto: Olaf Paare
Das Objekt der Begierde: Der Fußballförderverein Bad Kreuznach entscheidet, was mit dem imposanten sowie markanten Bau passiert und ob die SG Eintracht Bad Kreuznach wieder ins Spiel kommt.
Foto: Olaf Paare

Treibende Kraft des Fördervereins war bis zu seinem Tod der Gastronom Uli Hoffmann, der sich als Vorsitzender um die Instandhaltung, aber auch um den Betrieb kümmerte. So wurde das Klubheim für Veranstaltungen wie Hochzeiten, aber auch für Sitzungen von Parteigremien und Vereinen geöffnet und zur Verfügung gestellt. Mit dem Verein SG Eintracht, vom dem das zweistöckige Gebäude Ende der 80er-Jahre erbaut worden war, hatte das Klubheim dagegen wenig bis gar nichts mehr zu tun, die Fußballer mussten sogar Miete für die Nutzung ihrer Geschäftsstelle bezahlen, die sich in dem frei stehenden Objekt befindet. Als Anlaufpunkt „für die dritte Halbzeit“ hatte die Eintracht ihrerseits den Treff herausgeputzt, der sich im Tribünengebäude des Stadions befindet, und für den Platzverkauf wurde vom Fanklub „Ewig Treuen“ ein alter Imbisswagen renoviert.

Nach Hoffmanns Tod im Februar ist eine Lücke im Förderverein entstanden. Sein Stellvertreter Jörg Lunkenheimer und Schatzmeister Klaus Messer sprangen in die Bresche. „Doch wir können uns um das Klubheim nicht so kümmern, wie Uli das gemacht hat. Dazu fehlt uns die Zeit“, sagt Messer. Deshalb steht neben den Neuwahlen und einer Diskussion über die zukünftige Ausrichtung des Fördervereins ein großes Thema auf der Tagesordnung der Jahreshauptversammlung: die Fortführung des Klubheims. Messer macht kein Geheimnis daraus, dass er sich eine Rückführung an die SG Eintracht vorstellen könnte. „Doch ich kann das nicht über den Kopf unserer Mitglieder hinweg entscheiden. Deshalb werden wir auf der Jahreshauptversammlung darüber sprechen und gegebenenfalls entscheiden“, erklärt Messer. Die Anzahl der Entscheider ist übrigens gering, der Verein verfügt lediglich über 22 Mitglieder.

Die SG Eintracht ist um eine Klärung des Themas Klubheim zweifelsohne bemüht. Präsident Klaus Meffert erklärte auf der zurückliegenden SGE-Jahreshauptversammlung im Jahr 2017, in deren Rahmen er mit Hoffmann intensiv über das Klubheim diskutierte, dass er eine Übernahme anstrebt. Aktuell hält sich die Vereinsführung allerdings bedeckt. „Bitte haben Sie Verständnis, dass ich zu dem Thema derzeit nichts Offizielles sagen möchte“, erklärte Hermann Holste, der SGE-Vizepräsident, gestern auf Anfrage.

Die Eintracht-Spitze wird in den nächsten Wochen genau abwägen müssen, in welche Richtung es gehen soll: Auf der einen Seite würde mit der Übernahme zusammenwachsen, was zusammengehört. Auf der anderen Seite bedeutet eine derart große Immobilie – verbunden mit einem gastronomischen Betrieb – jede Menge Verantwortung und Arbeit. Stephan Rothländer vom Kreuznacher HC, der im Stadion Salinental das Haus des Sports betreibt, sagte unlängst in einem KHC-Porträt treffend: „Als Verein eine Immobilie zu besitzen, hat Vor- und Nachteile. Du hast regelmäßige Kosten und musst dich auch intensiv um dein Eigentum kümmern.“

Reicht dazu die Manpower des aktuellen Eintracht-Umfelds aus? Im sportlichen Bereich hat der Verein in den vergangenen Monaten große Schritte nach vorne gemacht, doch beim Drumherum, beispielsweise beim Platzverkauf oder im Treff, gab es immer mal wieder Engpässe. Und der Aufwand würde sich mit Sicherheit vergrößern, wenn der Verein das Klubheim bewirtschaftet.

Doch zunächst einmal muss der Förderverein entscheiden, wie es weitergeht. „Unsere Jahreshauptversammlung ist öffentlich. Wir würden uns freuen, wenn auch Eintracht-Freunde kommen“, sagt Messer und geht damit einen deutlichen Schritt auf die Fußballer zu.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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