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Bingen

Fabian Liesenfeld geht auf Nummer sicher: Hassia Bingen gewinnt hochklassiges Spitzenspiel

Olaf Paare

Der beste Spieler der Fußball-Verbandsliga hat das einzige Tor im bisher besten Spiel der Verbandsliga-Saison geschossen – auf diese einfache Formel lässt sich der 1:0 (1:0)-Sieg von Hassia Bingen gegen den FC Arminia Ludwigshafen bringen. Fabian Liesenfelds Treffer hält die höchste Klasse des Südwestdeutschen Fußballverbands offen, die Binger sind bis auf einen Zähler an den Spitzenreiter vom Rhein herangerückt.

Ist auch von einer Grätsche eines Ludwigshafeners (schwarze Trikots) nicht zu stoppen: Fabian Liesenfeld drückt dem Spiel von Hassia Bingen wieder einmal den Stempel auf und erzielt das Tor des Tages.   Foto: Klaus Castor
Ist auch von einer Grätsche eines Ludwigshafeners (schwarze Trikots) nicht zu stoppen: Fabian Liesenfeld drückt dem Spiel von Hassia Bingen wieder einmal den Stempel auf und erzielt das Tor des Tages.
Foto: Klaus Castor

„Wir wollten unbedingt diese drei Punkte. Und dieser unbedingte Wille war in der Szene, die zum Tor geführt hat, zu spüren und zu sehen“, erklärte Nelson Rodrigues, der Trainer der Binger, vollkommen richtig. Bereits im Mittelfeld hatten sich mehrere Hassiaten auf den ballführenden Ludwigshafener gestürzt und das Leder erobert. Der folgende lange Ball landete bei Liesenfeld, der an der Abseitslinie lauerte und sich so den Zweikampf mit Arminia-Keeper Kevin Urban erarbeitete. „Er war eigentlich vor mir am Ball, aber ich kam dann ins Laufduell mit ihm, bin vor ihm und werde gefoult“, schilderte Liesenfeld selbst die Szene des Tages. Viele andere wären wohl gefallen und liegen geblieben, doch nicht der Guldentaler. „Ich wusste ja nicht, ob der Schiedsrichter pfeift, also habe ich mich aufgerappelt, und zum Glück ist der Schuss auch reingegangen“, sagte Liesenfeld. 44 Minuten waren in diesem Moment gespielt.

„Wir waren exakt dieses eine Tor besser und haben verdient gewonnen“, resümierte Rodrigues, der festhielt: „Das war ein sehr gutes Spiel zweier Mannschaften, die sich auf einem höheren Niveau wie Verbandsliga bewegt haben. Ich fand auch die Ludwigshafener sehr stark. Aber wir hatten die richtigen Antworten parat.“

Dabei hatte die Partie nicht gut begonnen für die Binger. Axel Neumann musste nach zwei deftigen Fouls verletzt vom Feld. Doch der eingewechselte Dominik Kranz spielte in der Innenverteidigung neben einem wie immer vorbildlichen Kapitän Enes Softic glänzend, und der nach vorne auf die Neumann-Position gerückte Christian Klöckner brachte auch im Mittelfeld seine Qualitäten im Zweikampf- und strategischen Verhalten ein. Nicht zu vergessen: Der zweite Sechser Jannik Persch machte eine bärenstarke Partie. „Ich hätte nicht gedacht, dass wir unser Pressing über 90 Minuten derart durchhalten. Ein Riesen-Kompliment an alle Spieler, das war läuferisch einfach Bombe. Jetzt gehen wir auf dem Zahnfleisch“, lobte Liesenfeld und ergänzte: „Das frühe Angreifen war notwendig, damit die Ludwigshafener nicht ihre spielerische Klasse ausleben können.“ Sein Coach sah es genauso: „Wir wollten das Gegenteil von Angsthasenfußball zeigen, und das ist uns gelungen.“

Die Ludwigshafener suchten zwar von der ersten Minute an den Weg nach vorne, doch gefährlich wurden sie nur selten. Speziell in der zweiten Hälfte fehlten ihnen die Mittel, um die Binger mal auszuhebeln. Zudem stoppten Stockfehler und Fehlpässe den Spielfluss der Gäste, die auch schwache Standards (Einwürfe und Ecken ins Aus) zeigten. Die Binger verfügten allerdings auch über ein großes Manko: Sie versäumten es, das 2:0 zu setzen und die Partie locker nach Hause zu spielen.

Nun kommt wieder Liesenfeld ins Spiel. Er rackerte und kämpfte an vorderster Front, sicherte Bälle und bediente die Mitspieler, doch Baris Yakut (62.), Christopher Lind (65.) und der unglücklich agierende Joker Dominik Bäcker mit der letzten Aktion des Spiels verpassten es, die Beruhigungspille zu versenken. So blieb es spannend. Und das gilt auch für die aktuelle Situation in der Verbandsliga... „Wir haben uns mit fünf Siegen aus fünf Spielen in eine gute Lage gebracht. Die Spitze ist eng zusammengerückt“, gehörte Liesenfeld das Schlusswort eines Spitzenspiels, das mehr als 230 Zuschauer verdient gehabt hätte.

Hassia Bingen: Schotte – Kraft, Klöckner, Softic, Cevirmeci – Neumann (19. Kranz), Persch – Schrimb, Yakut (90. Mizuguchi) – Liesenfeld, Lind (67. Bäcker).

So geht's weiter: am Sonntag, 15.30 Uhr, bei Ludwigshafener SC.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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