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Bad Kreuznach

Der Dreier lag abholbereit vor der Eintracht: Packendes 3:3 gegen den FC Speyer

Olaf Paare

Wenn Thomas Wex, der Stadionsprecher von Fußball-Verbandsligist SG Eintracht Bad Kreuznach, seine Lautsprecheranlage ein wenig lauter aufdreht und seine Stimme noch intensiver vibrieren lässt, dann hat meist sein Sohn Yannik einen Treffer erzielt. Beim 3:3 (3:1) gegen den FC Speyer war es wieder so weit. Der Torjäger traf doppelt – zum dritten Mal in Folge. Wex ist damit so etwas wie eine Klassenverbleib-Versicherung der Eintracht, die erneut einen wichtigen Zähler in einer gefährlichen Verbandsliga-Runde sammelte.

Kaum vom Ball zu trennen: Eintrachtler Yannik Wex (rechts) markiert den dritten Doppelpack in Folge. In den weißen Trikots verfolgen ihn von links: Beytullah Kurtoglu, Deniz Darcan, Niklas Schneider und Bahri Bayir.  Foto: Klaus Castor
Kaum vom Ball zu trennen: Eintrachtler Yannik Wex (rechts) markiert den dritten Doppelpack in Folge. In den weißen Trikots verfolgen ihn von links: Beytullah Kurtoglu, Deniz Darcan, Niklas Schneider und Bahri Bayir.
Foto: Klaus Castor

Allerdings wären auch drei Zähler möglich gewesen. Mehr noch, sie lagen abholbereit vor der Eintracht. Die führte nämlich bis zur 79. Minute mit 3:1, ehe ein Doppelpack von Milot Berisha den Gästen den Ausgleich bescherte. Zunächst köpfte der Mann mit der Nummer zehn einen Eckball in die Maschen. Nach dem Anstoß setzten die Speyerer den Gastgeber sofort unter Druck, Bahri Bayir spielte einen Fehlpass, den die Speyerer zu einem blitzsauberen Spielzug nutzten, den Berisha mit einem beherzten Schuss von der Strafraumgrenze abschloss. „Das Ergebnis ist enttäuschend, das Spiel war es nicht, wir haben gut agiert“, resümierte Eintracht-Trainer Patrick Krick. Er vermisste, dass sein Team den entscheidenden Konter setzte. Möglichkeiten gab es. Nach einem starken Solo von Deniz Darcan verpassten mehrere Eintrachtler (69.), Wex schoss nach einem Platzfehler in die Wolken (75.). Beide Eintrachtler waren auch an der zweiten Möglichkeit beteiligt, den Dreier perfekt zu machen. In der 85. Minute wurde Wex im Strafraum vom Speyerer Torwart Yannik Sahin gefoult. Doch der machte seinen Fehler wieder gut, indem er den Strafstoß von Darcan parierte. „Bisher hatte ich immer getroffen. Schade, dass er nicht drin war“, sagte Darcan. Krick ergänzte: „Da haben wir die Punkte nicht verspielt, wir müssen das 4:1 machen.“

Die Möglichkeit auf die drei Zähler hatte sich die Eintracht in einer starken ersten Hälfte erarbeitet. Von der ersten Minute an war das Team aggressiver, passsicherer, handlungsschneller und gefährlicher. Henrik Sperling gelang nach 14 Minuten nach starkem Flankenlauf von Pascal Missal das 1:0 – sein dritter Treffer in Folge. „Im Moment läuft es sehr gut, es macht einfach viel Spaß in diesem Team“, freute sich Sperling. Ein Fehler von Harry Czyzewski, dem ein harmloser Distanzschuss von Max Lieberknecht (33.) durch die Finger flutschte, warf die Eintracht nicht zurück. Sperling setzte sich erstklassig durch, scheiterte aber an Sahin. Den Abpraller versenkte Wex (36.). Kurz darauf der schönste Eintracht-Angriff, als Adrian Simioanca sich von hinten einschaltete und mustergültig auf Wex flankte, der seinen 13. Saisontreffer markierte.

Darcan analysierte: „Wenn du mit einem Vorsprung in die zweite Hälfte gehst, ist es nicht einfach, die richtige Balance zu finden. Aber das haben wir lange gut gelöst. Allerdings haben die Einwechselspieler der Speyerer viel Dynamik in die Partie gebracht.“ Einer davon war Berisha... Im Vorfeld des 2:3 sah Czyzewski erneut nicht gut aus, als er einen Freistoß unorthodox zur Ecke ins Aus beförderte. „Harry hatte einen ganz beschissenen Tag. Das weiß er, hat in der Kabine mit sich gehadert. Er konnte aber auch die ganze Woche nicht trainieren“, erklärte Krick.

Doppeltorschütze Wex wird die Eintracht am Saisonende verlassen, geht bekanntlich nach Alzey zurück. In Adrian Simioanca (SG Alsenztal) und Gürkan Satici verabschieden sich mindestens zwei weitere Leistungsträger. „Gründe für meinen Abgang möchte ich nicht nennen“, erklärte der Stürmer, der noch keinen neuen Verein gefunden hat. Und was macht der Kapitän? Darcan schwankt noch, kündigt für diese Woche weitere Gespräche mit der Sportlichen Leitung der Eintracht an. Seine Entscheidung dürfte eine Signalwirkung haben für weitere Spieler und damit auch für die Kaderentwicklung bei der Eintracht.

SG Eintracht Bad Kreuznach: Czyzewski – Missal, Simioanca, Baumann, Scheick – Sperling, Bayir (83. Flühr), Kurtoglu, Darcan – Wex, Schneider (90. Satici).

So geht's weiter: am Mittwoch, 19.30 Uhr, bei Hassia Bingen.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

Bäcker von der Hassia zur Eintracht

Die SG Eintracht Bad Kreuznach verstärkt sich zur neuen Saison mit Dominik Bäcker und Levi Mukamba. Mukamba spielte schon als Kind für die SGE und kehrt für sein erstes Männerjahr zurück. Er lief zuletzt in der Fußball-A-Jugend des SV Gonsenheim auf.

Dominik Bäcker wurde bei Hassia Bingen ausgebildet und kam in dieser Saison sporadisch im Verbandsliga-Team zum Einsatz. „Er kommt aus unserer Jugend, hat sich prächtig entwickelt und ein gutes Angebot von uns erhalten. Das hat er zurückgewiesen, was sein gutes Recht ist. Wir wünschen ihm alles Gute bei der Eintracht“, reagierte Hassia-Kotrainer Sandro Schlitz auf den Wechsel. olp

SG Eintracht 02 Bad Kreuznach
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