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TuS Monzingen weiter auf Erfolgskurs

Zwei Aufsteiger sorgen in der Fußball-Bezirksliga für Furore. Der VfL Weierbach thront mit astreiner Bilanz (vier Spiele, vier Siege) an der Tabellenspitze. Einer der Verfolger heißt TuS Monzingen. Der A-Klassenmeister und Kreispokalsieger setzte sich beim TuS Roxheim mit 3:0 durch und holte damit seinen zweiten Saisonsieg. Auch die SG Eintracht Bad Kreuznach ist auf Kurs. Bei der SG Weinsheim gewann der Titelkandidat mit 2:1. Punktgleich mit Monzingen liegt auch die SG Alsenztal auf Rang drei. Die Alsenztaler treten unter ihrem Neu-Coach Alexander Raab äußerst diszipliniert auf und sind wie der VfL, die SGE und der TuS noch ungeschlagen.

Hier gibt's auf die Socken: Jannik Wachlinger (SG Weinsheim, weißes Trikot) heißt Jimmy Umbs mit einer Grätsche in der Bezirksliga willkommen. Umbs' SGE-Teamkollege Steffen Becker beobachtet die Szene. Foto: Klaus Castor
Hier gibt's auf die Socken: Jannik Wachlinger (SG Weinsheim, weißes Trikot) heißt Jimmy Umbs mit einer Grätsche in der Bezirksliga willkommen. Umbs' SGE-Teamkollege Steffen Becker beobachtet die Szene.
Foto: Klaus Castor

SG Hoppstädten-Weiersbach – TuS Mörschied 1:1 (1:0). Die Personalsituation bei der SG ist alles andere als witzig. Trotzdem behält Abteilungsleiter Alexander Kohn seinen Humor. "Du kannst nur mit den Mädels tanzen, die auf der Kerb sind", sagte er und spielte damit auf das Fehlen verletzter Spieler, insbesondere von Goalgetter Alexander Bambach, an. Der Landesliga-Absteiger dümpelt nach vier Spieltagen nur im unteren Mittelfeld. Die Partie gegen den TuS glich nach der Pause einem offenen Schlagabtausch. In Durchgang eins hatte es die SG versäumt, mehr aus ihrer Feldüberlegenheit und den durchaus vorhandenen Chancen zu machen. "Wir müssen aufpassen, dass wir nicht in eine Krise geraten, und unseren Ansprüchen entsprechend auftreten", so Kohn. Den Führungstreffer markierte Kevin Fuchs in der 35. Spielminute, Pascal Stieh gelang nach einer Stunde der Ausgleich.

SG Alsenztal – SG Idarwald 4:1 (1:0). Die SGA feierte einen deutlichen Sieg. Thomas Dubravsky hatte zwischenzeitlich aber seine Bedenken. "Beim 1:1 dachte ich: Gute Nacht, Kätsche'", gestand der Chef der Alsenztaler. "Wir haben nach der Pause eine Viertelstunde nur 50 Prozent gegeben. Dann wird es direkt eng." Die gute Leistung aus der ersten Hälfte samt des Führungstreffers von Oliver Benz (4.) war plötzlich nichts mehr Wert. Ali Dibooglu hatte nach einem Eckball per Kopf genetzt (62.). Unter den lautstarken Weckrufen ihres Coaches Alexander Raab besannen sich die Gastgeber aber sofort wieder auf ihre Stärken. Carlos Borges sorgte für die erneute Führung (64.). Marc Wolter (74., Foulelfmeter) und Igor Schmidt (78.) besiegelten den zweiten Saisonsieg der SGA.

SG Weinsheim – SG Eintracht Bad Kreuznach 1:2 (0:1). Der Aufsteiger wehrte sich gegen die Eintracht nach Kräften. "Belohnt wurden wir leider nicht dafür", sagte Abteilungsleiter Carsten Rupsys, ordnete den Erfolg der Auswärtigen dabei aber auch als "verdient" ein. Die Partie begann fulminant. Schon nach einer Minute trat Christopher Umbs für die SGE zum Elfmeter an. "Jimmy" setzte den Versuch an den Pfosten. Nach 20 Minuten gingen die Gäste aber doch in Führung. Marcel Filomela traf zum 1:0. Auf dem Weg in die Kabine kam es zu einer Meinungsverschiedenheit zwischen Tim Hulsey und Weinsheims Schlussmann Andreas Endres. Hulsey schubste den Keeper. Der Linienrichter sah es. Christian Wendel (VfL Simmertal) beorderte Hulsey aus der Kabine und zeigte ihm Rot. "Eine harte Entscheidung", fand Rupsys. Zu zehnt verlegte sich die SGE aufs Kontern – mit Erfolg. Joker Pascal Missal (74.) erhöhte auf 2:0. Steffen Mörtzsch verkürzte später per Foulelfmeter auf 1:2 (87.).

VfL Weierbach – Karadeniz Bad Kreuznach 2:1 (0:0). Der VfL macht es sich an der Spitze gemütlich. Auf zum Durchmarsch? "Davon will ich nix hören", sagte VfLer Helmut Purper entschieden. "Wir freuen uns, schwimmen auf der Erfolgswelle, lassen aber die Füße schön auf dem Boden. Der VfL hat in der Region keinen guten Namen. Das soll sich ändern. Dafür brauchen wir Ruhe." Auf dem Platz ging es in der Schlussphase hoch her. Die Platzherren bekamen einen Strafstoß zugesprochen. Alexander Bauer bejubelte auch einen Treffer. Er verwandelte aber erst den zweiten (!) Nachschuss zum 2:1-Siegtreffer (85.). Der erste VfL-Treffer ging aufs Konto von Benjamin Gemmel (60.). Den Ausgleich verbuchte Yasin Senel (67.).

SG Disibodenberg – FC Brücken 2:2 (2:1). 93 Minuten gespielt. Der erste Saisonsieg der SGD schien greifbar. Es ist zwar eine Binsenweisheit, doch ein Spiel dauert manchmal eben mehr als 90 Minuten. Christian Jahn gelang schließlich der Ausgleich für die Gäste. "Ärgerlich", sagte Manfred Schöffel, der Vorsitzende des SC Odernheim. "Wir sind aber auch ein bisschen selbst schuld. Nach dem 2:1 haben wir uns hinten rein drängen lassen." Vor der Pause hatten die Gastgeber einen Rückstand gedreht. Nach Tobias Prietzels 1:0 (22.) für die Brückener netzten Peter Wagner (55.) und Michael Malinka (44.) für die SG.

SC Birkenfeld – VfL Rüdesheim 5:0 (2:0). Der VfL trat wie angekündigt extrem ersatzgeschwächt an. Der SCB nutzte das und sicherte sich mit einer soliden Leistung seine ersten drei Punkte. Eugen Karpunov und Viktor Dick sorgten für die Pausenführung. "Später haben wir dann auf Konter gesetzt und das Spiel so zu Ende gebracht", sagte Helge Dietze, Kicker und Zweiter Vorsitzender der Birkenfelder in Personalunion. Die schnellen Gegenstöße schlossen Karpunov, Jurij Schewtschenko und Michael Wirt ab.

TuS Roxheim – TuS Monzingen 0:3 (0:1). "Wir hatten zwar eine leichte, optische Überlegenheit, konnten aber keine Torchancen herausspielen. Der TuS Monzingen hat seine Möglichkeiten genutzt und deshalb verdient gewonnen", sagte der Roxheimer Abteilungsleiter John Fasig. Rafael Rodriguez nutzte vor der Pause eine Unstimmigkeit in der Abwehr der Hausherren zur Führung. In die verstärkten Offensivbemühungen der Roxheimer setzten die Gäste zwei Konter, die Christoph Alt und Benjamin Panek jeweils erfolgreich abschlossen. Eduard Wiese (Roxheim) sah nach einem Foulspiel die Rote Karte (75.). Carsten Zillmann

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