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    Neue Regel direkt angewandt: Schmittweilerer Tor zählt nicht – Mörschied gewinnt in Brücken

    Der Anfang ist gemacht. In der Fußball-Bezirksliga ist der erste Spieltag der Saison 2017/18 absolviert. Der TSV Langenlonsheim/Laubenheim, im Vorjahr Vizemeister, übernahm direkt die Spitzenposition – mit einem überraschend hohen 7:1-Erfolg über Landesliga-Absteiger SG Alsenztal.

    FC Brücken - TuS Mörschied 1:4 (0:3). „An dem Sieg der Mörschieder gab es nichts zu deuteln“, sagte Brückens Abteilungsleiter Karsten Schultheiß, der ergänzte: „Bei uns haben allerdings fünf Stammspieler gefehlt.“ Das machte sich vor allem in der Anfangsphase bemerkbar. Nach 24 Minuten führte der Gast durch Treffer von Christian Abraham (1.) und Pascal Stauch (14. und 24.) mit 3:0. Nach dem Anschlusstreffer durch Stephan Holländer (53.) schöpften die Brückener noch einmal Hoffnung auf eine Wende, kreierten aber zu wenig zwingende Torchancen. Stauch machte dann mit seinem dritten Treffer alles klar (89.). „So leicht hatten wir es noch nie in Brücken“, konsternierte TuS-Abteilungsleiter Rainer Becker.

    SG Eintracht Bad Kreuznach II - SC Idar-Oberstein II 0:3 (0:1). „Ich mache meinen Jungs keinerlei Vorwurf. Sie haben alles versucht. Der SC Idar hat verdient gewonnen. Er viele talentierte Spieler in seinen Reihen, die es in die Oberliga schaffen werden“, erklärte Eintracht-Trainer Ercan Ürün und ergänzte: „Der SC war vor der Saison mein Favorit auf die Meisterschaft, und er ist es jetzt noch immer.“ Vor allem in Sachen Chancenverwertung waren die Gäste überlegen. Marvin Spät markierte das 1:0 (33.). Kurz darauf hatten die Bad Kreuznacher eine große Chance zum Ausgleich, doch Henrik Sperling scheiterte am Gäste-Torwart. Auch Niklas Paulus versemmelte eine Möglichkeit. In der 49. Minute unterlief Felix Kosek ein Handspiel. Christopher Schupp übernahm Verantwortung und versenkte. Wenig später machten die Idarer mit einem Kontertreffer alles klar. Ramiro Rocden trug sich in die Torschützenliste ein.

    TSV Langenlonsheim/Laubenheim - SG Alsenztal 7:1 (1:0). In der Vorwoche waren die Langenlonsheimer mit einem 1:7 gegen die SG Hüffelsheim aus dem Pokal geflogen, nun revanchierten sie sich mit dem gleichen Ergebnis dafür. „Damals war nicht alles schlecht, und dieses Mal ist vieles gut für uns gelaufen. So geht es manchmal im Fußball“, sagte TSV-Trainer Marco Dörner, der ein erfolgreiches Punktspiel-Comeback beim TSV feierte. In der ersten Hälfte hatten die Gäste mehr von der Partie, auch einen Pfostenschuss zu verzeichnen. Doch kurz vor der Pause markierte Matthias Ginzel die Führung der Gastgeber. „Nach der Pause haben wir den spielenden Innenverteidiger der Alsenztaler stärker unter Druck gesetzt und so mehr Zugriffe auf die Partie bekommen“, analysierte Dörner. Malte Quitsch legte auch schnell das 2:0 nach schönem Pass von Max Noack nach (55.). Die Alsenztaler waren nach dem 1:2 (62.) von Serdar Yildiz aber wieder in der Partie. Drei Minuten später warf sie eine Rote Karte für Philipp Schneider dann aber aus der Bahn. „Niemand weiß, warum er vom Platz musste“, berichtete Dörner. Die Überzahl nutzte der TSV geschickt aus und legte fleißig nach: 3:1 Matthias Schier (70.), 4:1 Ginzel (75.), 5:1 Quitsch (78.), 6:1 Daniel Secker (81.), 7:1 Schier (87., Freistoß).

    SV Winterbach – TuS Hackenheim 0:2 (0:0). Die Winterbacher starteten sehr gut in die Partie und dominierten die ersten 15 Minuten. Anschließend nahmen die Gäste das Heft in die Hand und hatten die größeren Spielanteile. Jedoch blieben die Hausherren zu jeder Zeit gefährlich. „Es war vor allem in den ersten 45 Minuten eine äußerst sehenswerte Partie. Teilweise kann man von einem echten Schlagabtausch sprechen. Unter dem Strich ist der Sieg für uns aber verdient“, resümierte TuS-Routinier Patrick Schulze. Das 1:0 für die Gastmannschaft erzielte Philipp Hahn. Der pfeilschnelle TuS-Stürmer nahm das Leder in der 67. Minute an sich, marschierte durch das Mittelfeld und 25 Meter vor dem Strafraum passte er das Spielgerät zu Flügelspieler Noah Heim. Dieser tankte sich auf dem Flügel durch und legte den Ball punktgenau auf Hahn zurück, der schließlich nur noch einschieben musste. In der 82. Minute erhöhte Marc Schmitt auf 2:0 und sorgte für die Entscheidung.

    FCV Merxheim - SG Weinsheim 3:1 (2:0). „Ein absolut verdienter Sieg“, betonte FCV-Trainer Junus Mustafalic. „In der ersten Hälfte waren wir ganz klar dominant. Der Gäste-Torhüter hat sich bereits nach zehn Minuten verletzt. Diese Tatsache hat die Weinsheimer sichtlich verunsichert. Nach der Pause haben sie es aber geschafft, die Partie wieder etwas ausgeglichener zu gestalten.“ Die Treffer der Hausherren erzielten Yilmaz Azem (18.), Julian Pfrengle (43.) und Kevin Runkel (87.). Für die Weinsheimer war Julian Fischer (66.) erfolgreich.

    SG Schmittweiler/Callbach/Reiffelbach/Roth - SV Türkgücü Ippesheim 4:2 (2:1). „Mir stand erstmals der komplette Kader zur Verfügung. Auch deshalb haben wir uns viele Chancen erarbeitet und unter dem Strich verdient gewonnen“, bilanzierte SG-Trainer Werner Lamneck. Türkgücü-Torjäger Ekrem Emirosmanoglu brachte den Aufsteiger mit einem Strafstoßtor in Führung (15.). Dennis Köhler (25.) und Jannick Hill (42.) drehten die Partie bis zur Pause. Kurz nach dem Wechsel markierten die Gastgeber auch das 3:1, doch es wurde aufgrund einer neuen Regel nicht anerkannt. Während der Ball im Tor landete, stand ein Schmittweilerer Zuschauer an der Mittellinie einen Meter weit im Spielfeld. Der Assistent sah dies und informierte den Schiedsrichter. Der rief beide Kapitäne zu sich, erklärte ihnen die neue Regel und setzte das Spiel mit Freistoß für Türkgücü an der Mittellinie fort. Für die Entscheidung war schließlich René Specht verantwortlich. Zunächst markierte er das 3:1 (71.) und nach Ceyhun Kültürs 2:3 (74.) auch den 4:2-Endstand (90.). Olaf Paare

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