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Der Fall Mamo: Ürün geschockt, Betroffene bleiben aber gelassen

Die Entscheidung des Verbandsgerichts, die Berufung der SG Eintracht Bad Kreuznach II gegen die Umwertung ihrer Spiele abzulehnen (wir berichteten), hat bei den betroffenen Vereinen der Fußball-Bezirksliga unterschiedliche Reaktionen ausgelöst. Zur Erklärung: Die Eintracht hatte beim FC Brücken mit 1:0 gewonnen und bei Türkgücü Ippesheim 1:1 gespielt, in diesen Partien aber in Ismael Mamo einen Spieler eingesetzt, dessen Passunterlagen nicht vollständig waren. Die Begegnungen wurden in Siege für Brücken und Ippesheim umgewandelt.

„Wir sind, ehrlich gesagt, geschockt“, sagt Ercan Ürün. Der SGE-Trainer legt nach: „Dass so etwas vorkommt, hätten wir nicht gedacht. Es hat Beweise gegeben, dass der Spieler nicht gespielt hat. Deswegen haben wir auch Einspruch eingelegt. Wir wollten darüber diskutieren, aber diese Chance hat uns der Verband nicht gegeben.“ Die Schiedsrichter der Partien hatten im erstinstanzlichen Verfahren der Verbandsspruchkammer bestätigt, dass Mamo gespielt habe. Gegen die Eintracht wertete das Verbandsgericht nun im Berufungsverfahren zudem, dass es bereits am 20. September ein Urteil aufgrund des Einsatzes von Mamo in Brücken gegeben hatte, das die Eintracht akzeptiert und somit dem Einsatz des Spielers nicht widersprochen hatte.

Ürün fühlt sich trotzdem ungerecht behandelt, denkt auch an die Vereine, die durch das Urteil benachteiligt sind: „Es geht nicht um unsere vier Punkte, sondern um die Mannschaften aus Merxheim, Weierbach und Weinsheim, die nun betroffen sind. Mit Fair Play hat das nichts zu tun. Wir werden an der Sache dranbleiben und versuchen, alle Möglichkeiten auszuschöpfen.“ Die SGE bestreitet am Sonntag ein Gastspiel in Mörschied.

Durch das Urteil hat der SV Türkgücü Ippesheim zwei Punkte mehr auf dem Konto. SV-Abteilungsleiter Gökhan Bariskan ist bewusst, dass sein Team als Gewinner aus der Causa hervorgegangen ist, möchte sich aber aufs Sportliche fokussieren: „Für uns ändert sich wenig. Wir schauen jede Woche auch in die Landesliga und hoffen, dass die SG Hüffelsheim drinbleibt. Dann gibt es in der Bezirksliga nur zwei Absteiger. Das wäre für alle Beteiligten am besten.“

Da der SV Türkgücü sowie der FC Brücken zusätzliche Zähler erhalten haben, ist der FCV Merxheim auf den drittletzten Rang abgerutscht. „Es ist absolut richtig, dass die Eintracht die Punkte abgezogen bekommen hat. Aber für uns ist das natürlich sehr unglücklich“, merkt FCV-Abteilungsleiter Mike Marcaccini an. Nicht die Entscheidung an sich, sondern der Zeitpunkt sorgt für Unmut. Marcaccini: „So etwas kann auch schon in der Vorrunde oder zumindest in der Winterpause auffallen. In der Tabelle ändert sich nun, zwei Spieltage vor Schluss, extrem viel. In erster Linie ärgere ich mich aber darüber, wie unsere Saison gelaufen ist. Wenn wir sechs Punkte mehr geholt hätten, wären wir durch, selbst wenn es drei Absteiger geben sollte.“

Für die SG Weinsheim hat sich der Vorsprung auf die potenziellen Abstiegsränge verkleinert. „Wir haben uns schon gedacht, dass dem Einspruch der Eintracht nicht stattgegeben wird, und damit gerechnet, dass Ippesheim und Brücken die Punkte bekommen“, sagt SGW-Trainer Hans-Peter Zimmermann.

Helmut Purper, der Vorsitzende des VfL Weierbach, der durch die sportgerichtlichen Punktgewinne des FC Brücken und des SV Türkgücü Ippesheim quasi zum Abstieg verurteilt worden ist, sagt zum Urteil selbst überhaupt nichts. Purper stellt klar: „Wir können die Fehler nicht bei anderen suchen. Wir haben in der Rückrunde sechs Punkte geholt. Und deshalb müssen wir die Fehler nur bei uns suchen. le/olp/sn

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