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Bezirksliga-Serie: Trainer Lamneck will erneuten Fehlstart vermeiden

Werner Lamneck trainiert ein Spitzenteam. Ganz korrekt ist diese Aussage natürlich nicht. Die SG Disibodenberg überwinterte schließlich nur auf Rang sieben und hat deutlichen Rückstand auf die besten Mannschaften der Bezirksliga.

Augen zu und durch: Die SG Disibodenberg (in blau) möchte die 40-Punkte-Marke so schnell wie möglich knacken. Wer dabei die gegnerischen Abwehrreihen unter Druck setzen soll, ist noch ungeklärt.  Foto: Klaus Castor
Augen zu und durch: Die SG Disibodenberg (in blau) möchte die 40-Punkte-Marke so schnell wie möglich knacken. Wer dabei die gegnerischen Abwehrreihen unter Druck setzen soll, ist noch ungeklärt.
Foto: Klaus Castor

Von unserem Mitarbeiter Carsten Zillmann

Schaut man nur die Partien ab dem siebten Spieltag an, wird deutlich, wie gut Lamneck und seine Fußballer wirklich kickten. Klar, der Saisonstart war eine Katastrophe. Drei Punkte aus sechs Partien machten Angst. Dann platzte mit einem 7:0-Erfolg gegen die SG Weinsheim der Knoten. Statistisch waren seitdem nur die SGE Bad Kreuznach, Karadeniz Bad Kreuznach und die SG Alsenztal besser als die SGD, die im Schnitt zwei Zähler pro Spiel einsammelte. Ob dieser Wert gehalten werden kann, ist fraglich. Lamneck fehlen ausgerechnet die passenden "Mädels"...

Das lief gut: "Wir hatten ein Tief und haben es überwunden", sagt er. "Die Serie danach war richtig gut und der Jahresabschluss dementsprechend zufriedenstellend." Entscheidender Wendepunkt war ein intensives Gespräch mit der Mannschaft. Dazu liefert Lamneck eine interessante Erklärung: "Mir hat vor 30 Jahren mal jemand gesagt, Fußball ist wie Tanzen. Du kannst nur die Mädels zum Tanzen auffordern, die auch im Saal sind." Lamneck hatte schlichtweg zu wenige Spieler im Kader. Die Gründe waren vielfältig: Studium, Weiterbildung, Ausbildung, Anreise mit dem Zug und, und, und. Während andere Coaches gerne die Zeitenwende und die mangelnde Einstellung kritisieren, zeigte Routinier Lamneck viel Verständnis. "Ich muss den Spielern einfach immer Türen öffnen und neue Chancen geben", sagt er. "Wir zahlen kein Geld. Also ist es meine Aufgabe, die Spieler ins Training zu locken mit Spaß und Freude am Sport. Mehr bleibt mir nicht. Das ganze Gejammer von früher hilft jedenfalls keinem."

Das muss besser werden: Lamneck will unbedingt einen erneuten Fehlstart vermeiden. Sein Ziel sind mindestens 40 Punkte. Dazu fehlen im Augenblick noch 13 Stück. "Punkte, Punkte, Punkte", sagt er. "Nur das zählt. Je schneller wir sie haben, desto ruhiger wird die Runde." Konkret setzt Lamneck außerdem auf eine Stärkung der Defensive: "Wir müssen schauen, dass wir stabil stehen und sehen, wer ein paar Tore machen kann."

Die Personalsituation: Dort stellt sich erneut die "Mädels-Frage". Benjamin Schmell wird nicht mehr für die SGD auf Torejagd gehen. Er wechselte im Winter zur SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach in die Landesliga. Zusätzlich fallen Tobias Fett (Referendariat im Saarland) und Patrick Dörr (Bundeswehr) mit großer Sicherheit für die Rückrunde aus. "Der Kader wird kleiner. Wir müssen noch enger zusammenrücken", fordert Lamneck. Hilfreich ist sicherlich die Rückkehr von Björn Bonenberger. Der Ex-Coach kehrt nach längerer Verletzungspause in den Kader zurück und soll wieder einer von Lamnecks "Häuptlingen" werden.

Der Gewinner der Saison: Lamneck nennt zwei Spieler, die eher überraschend zu ihren Rollen kamen. Michael Malinka war traditionell als Außenverteidiger unterwegs, wechselte dann aber – notgedrungen – in die Innenverteidigung. "Dort hat er sofort Verantwortung übernommen", lobt Lamneck. "Er macht den Mund auf, organisiert und hat sich taktisch und spielerisch weiterentwickelt. Rennen und kämpfen konnte er auch vorher schon." Jonas Suhr war eigentlich ein Kandidat für die zweite Mannschaft, machte sich aber mit großem Leistungseifer und Flexibilität nahezu unverzichtbar. "Er kann auf vielen Positionen auflaufen. Gerade in unserer Situation ist das wichtig." Neben den beiden hat sich auch Marvin Lokay, ein Eigengewächs, hervorragend entwickelt.

Der beste Spieler der Bezirksliga: Lamneck kann keinen Spieler nennen und erklärt auch warum: "Ich kenne die Liga erst seit einem Jahr. Außerdem kann ich nur Spielleistungen beurteilen. Den besten Spieler kann ich aber nur beurteilen, wenn ich das Ganze betrachte." Er nennt ein Beispiel aus seiner eigenen Mannschaft: "Unser wichtigster Spieler war sicher Benjamin Schmell. Er war in jedem Training, hat auch da immer alles gegeben. Außerdem war er unser Spielmacher und hat Tore geschossen. Dafür habe ich noch einige Kandidaten, wie unseren Torhüter Marco Blaesy oder Christoph und Peter Wagner. Wie das bei anderen Klubs aussieht, kann ich aber – mangels Einblick – nicht bewerten."

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