40.000
Aus unserem Archiv
Region Nahe

Aus der Bezirksliga dürfte kein Kreis-Team absteigen

Olaf Paare

Die Anhänger unseres beliebten Spielchens mussten sich etwas gedulden. Durch die vielen Ausfälle und die damit verbundenen Nachholspiele und krummen Tabellen verzögerte sich der Blick auf die Fußball-Klassen unter dem Motto „Was wäre, wenn heute Saisonschluss wäre?“. Drei Spieltage vor Schluss ist nun der richtige Zeitpunkt gekommen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass es in den höheren Klassen einen Erdrutsch geben wird, der sich nach unten hin aber kaum auswirkt.

Alle auf die Nummer neun: Fans und Spieler der SG Guldenbachtal feiern mit Torjäger Lars Flommersfeld den Gewinn des Kreispokals. Schafft die SG über die Aufstiegsspiele auch den Sprung in die Bezirksliga?  Foto: Klaus Castor
Alle auf die Nummer neun: Fans und Spieler der SG Guldenbachtal feiern mit Torjäger Lars Flommersfeld den Gewinn des Kreispokals. Schafft die SG über die Aufstiegsspiele auch den Sprung in die Bezirksliga?
Foto: Klaus Castor

Aus der Regionalliga müssen nach aktuellem Stand die Südwest-Klubs Röchling Völklingen, TSV Schott Mainz und TuS Koblenz runter. Das beschert der Oberliga sechs Absteiger. Darunter sind im SV Morlautern, im SV Gonsenheim und in der TSG Pfeddersheim drei Vereine, die in die Verbandsliga Südwest rutschen. Selbst wenn der FK Pirmasens die Aufstiegsspiele zur Regionalliga gegen den FC Villingen (Baden-Württemberg) und den TSV Lehnerz (Hessen) erfolgreich bestreitet und neben Meister FC Homburg aufsteigt, würde sich die Anzahl nicht verringern, da in diesem Fall die Klasse auf 18 Teams verkleinert wird. Eine Verkleinerung der Klasse (von 17 auf 16) wird auch in der Verbandsliga angestrebt, deshalb gibt es dort fünf Absteiger. SV Herschberg, ASV Winnweiler, TuS Hohenecken, FK Pirmasens II (alle in die Landesliga West) und den Ludwigshafener SC (Ost) würde es derzeit treffen. Wie in der Oberliga würde ein Aufstieg des Zweiten die Absteiger-Anzahl nicht verringern. Aktuell ist Hassia Bingen Südwest-Zweiter und würde auf SF Eisbachtal (Rheinland) und SV Auersmacher (Saarland) treffen. Im Saarland gibt es einen Sonderfall: Saarlandliga-Tabellenführer TuS Herrensohr hat keine Oberliga-Lizenz beantragt, sodass der Zweite Borussia Neunkirchen als Direktaufsteiger nachrücken und sich zu den Meistern TSV Emmelshausen und Arminia Ludwigshafen gesellen würde.

Da vier der fünf Verbandsliga-Absteiger von der Landesliga West aufgenommen werden müssen, droht dieser Klasse eine Aufstockung. In jedem Fall gibt es vier Absteiger: derzeit Abmelder Karadeniz Bad Kreuznach, SV Schopp, SV Nanzdietschweiler und die SG Eppenbrunn. Schafft der Zweite den Aufstieg, hätten wir nächste Saison 17 Landesligisten. Verpasst er ihn, wären es sogar 18. Meister und Zweiter müssten aktuell in einem Entscheidungsspiel zwischen dem SV Steinwenden und dem SV Rodenbach ermittelt werden. Der Verlierer trifft auf den Ost-Zweiten TuS Marienborn, der derzeit einen Zähler hinter Spitzenreiter TSV Gau-Odernheim liegt.

Die Landesliga-Aufstiegsspiele – wir berichteten bereits ausführlich – entfallen in diesem Jahr, da der SC Weselberg, Tabellenführer der Bezirksliga Westpfalz, auf den Aufstieg verzichtet. Es würden also die beiden Nahe-Klubs SG Hoppstädten-Weiersbach und SC Idar-Oberstein II sowie der Westpfalz-Zweite VfR Kaiserslautern direkt in die Landesliga aufrücken.

Der feststehende Doppelaufstieg entspannt die Situation im Keller der Bezirksliga Nahe. Aktuell gäbe es zwei Absteiger: den SC Birkenfeld und den Verlierer eines Entscheidungsspiels zwischen dem VfL Weierbach und dem FC Brücken. In dieser Klasse muss allerdings beachtet werden, dass noch ein Berufungsurteil gegen Eintracht Bad Kreuznach II aussteht, das die Lage der gefährdeten Klubs FC Brücken (möglicherweise drei Punkte mehr) und SV Türkgücü Ippesheim (möglicherweise zwei Punkte mehr) verbessern würde.

Da aktuell kein Verein aus dem Kreis Bad Kreuznach absteigt, profitiert davon natürlich die A-Klasse, aus der nur der FSV Bretzenheim direkt runter müsste. Die SG Hüffelsheim/Niederhausen/Norheim II bleibt als Vorletzte drin, wenn der Zweite, die SG Guldenbachtal, die Aufstiegsrunde gegen den SV Nohen (Zweiter der A-Klasse Birkenfeld) erfolgreich bestreitet. Als Meister bereichern die TuS Waldböckelheim und der FC Hohl Idar-Oberstein die Bezirksliga.

Die B-Klassen werden erneut als Paket betrachtet. Der FSV Bretzenheim kommt von oben, die TSG Planig II, die Kreuznacher Kickers, der VfL Sponheim II und der FSV Rehborn II steigen aus den C-Klassen auf, in denen es in dieser Saison keine Aufstiegsspiele gibt, sondern aus denen jeweils die ersten beiden hoch dürfen. Macht fünf neue B-Klassen-Klubs, drei gehen in die A-Klasse, ergibt unter dem Strich also zwei Absteiger aus den beiden B-Klassen-Staffeln. Karadeniz Bad Kreuznach II als Ost-Abmelder ist fix, der SV Lauschied im Westen wäre der zweite Absteiger. Der Kreisvorstand würde zudem ein Entscheidungsspiel der Vorletzten – aktuell SG Volxheim/Badenheim gegen TuS Monzingen II – ansetzen, um für den Fall gewappnet zu sein, dass die Hüffelsheimer Zweite absteigt.

In die A-Klasse würden aktuell die SG Meisenheim/Desloch/Jeckenbach II (West) und der Sieger des Ost-Entscheidungsspiels TuS Roxheim gegen SG Wallhausen/Dalberg/Argenschwang aufsteigen. Der Verlierer hätte eine zweite Chance, müsste dann aber den VfR Kirn II in der Aufstiegsrunde bezwingen.

Noch ein Blick in den Kreis Birkenfeld: Aufgrund von derzeit zwei Absteigern aus der Bezirksliga ist mit vier Absteigern aus der A-Klasse zu rechnen: SG Niederhambach/Schwollen, FC Hennweiler, SV Bundenbach und SV Mittelreidenbach. Aufgrund einer wohl geringen Anzahl an Aufsteigern aus der C-Klasse und des Rückzugs von Eintracht Nahe Mitte hält sich aber die Abstiegsgefahr in den B-Klassen in Grenzen. Maximal kann es vier Teams, also die jeweiligen Letzten (SV Niederwörresbach II und SV Wilzenberg) und die Vorletzten (Spvgg Nahbollenbach II und SG Bergen/Berschweiler), treffen. Die Zahl könnte sich aber verringern, sodass der Sieger des Entscheidungsspiels der Vorletzten auf den Verbleib in der B-Klasse hoffen darf.

Ein Hinweis darf nicht fehlen: Das Szenario spiegelt den aktuellen Stand wider. Natürlich können auch noch Veränderungen eintreten. So würde sich beispielsweise ein Abstieg der SG Hüffelsheim/Niederhausen/Norheim aus der Landesliga bis in die B-Klasse auswirken.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

Fußball-Bezirksliga Nahe
Meistgelesene Artikel
Fußball Männer
Südwestdeutscher Fußballverband (SWFV)
Auf ihn kommt es am Sonntag an: David Holste (rechts) muss sich in die Angriffsversuche des Tabellenführers SV Morlautern werfen und die Abwehr der SG Hüffelsheim/Niederhausen organisieren. Foto: Klaus Castor

Landes-/Verbandsliga

Bezirksliga Nahe

A-Klassen

B-Klassen

C-Klassen

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Frauen
Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

im Rheinland

- Westerwald

- Mittelrhein/Mosel

- Rhein-Lahn

im Südwesten

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Mix
Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

Jugendfußball

- im Rheinland

- im Südwesten

Fußballpokale

Hallenfußball

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Regionalsport Mix
Sport-Lokalteile
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
  • Regionalsport
  • Newsticker
  • Lokalticker