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Gutenberg

Vereine demonstrieren Desinteresse an Futsal-Turnieren

Olaf Paare

Am Tag der deutschen Einheit (3. Oktober) und an Allerheiligen (1. November) sollten sich die Fußballer an der Nahe nichts vornehmen. Von der Bezirksliga an abwärts werden an den beiden Feiertagen komplette Spieltage ausgetragen. Diese Neuerung fand bei der gemeinsamen Klassenbesprechung der A-Klasse Bad Kreuznach und der C-Klasse Bad Kreuznach 1 im Sportheim des TuS Gutenberg Zustimmung.

„Wir haben damit auf die Erfahrungen der vergangenen Saison reagiert“, erläuterte Thomas Dubravsky, der Fußball-Kreisvorsitzende. Wegen des frühen Wintereinbruchs waren im November und Dezember viele Spiele ausgefallen, manche Vereine hatten zum Jahreswechsel gerade mal 13 Partien absolviert. Nun wird der 17. Spieltag statt am 2. Dezember bereits am 3. Oktober ausgetragen und der 18. Spieltag statt am 9. Dezember am 1. November. Der 16. und nun letzte reguläre Spieltag ist somit am 25. November geplant, ehe eine dreieinhalbmonatige Winterpause bis zum 10. März ansteht.

Die lange Zeit wollte Dubravsky mit einem verstärkten Angebot an Futsal-Turnieren überbrücken. Er regte an, Qualifikationsturniere für die Kreismeisterschaft auszuspielen, eines für die Teams der Bezirksliga und A-Klasse, ein weiteres für die B- und C-Klassen-Klubs. Doch Begeisterung sieht anders aus – viele Vereinsvertreter hielten sich bedeckt oder äußerten ihre Ablehnung. Zumal die Hallenkapazität ein Problem darstellt. Die Jugend hatte in der Vorsaison nur wenige Termine von den Vereinen erhalten. Nun zusätzliche Termine zu finden, wäre schwierig. Dubravsky schlug die Hallen in Bockenau und Stromberg als Austragungsorte vor, doch das lehnten die Klubs aufgrund der geringen Hallengrößen ab. „Dann belassen wir es eben so, wie es derzeit ist“, bilanzierte Dubravsky am Ende der Diskussion und fand die Zustimmung der Klubs. Es wird also nur eine Kreismeisterschaft am 13. Januar geben, für die sich die Vereine über die Feldplatzierungen qualifizieren.

Apropos Diskussion: Dubravsky führte aus, dass es seinem Stellvertreter Otfried Seefeldt und ihm gelungen sei, beim Verband die neue Regel durchzuboxen, dass Klubs nicht mehr freiwillig eine Klasse zurückgehen dürfen, sondern bei einem Rückzug in die C-Klasse oder die Liga ihrer zweiten Mannschaft absteigen müssen. „Dass das geklappt hat, können wir uns ans Revers heften“, sagte Dubravsky und fügte an, sich nun dafür einsetzen zu wollen, dass der Aufstieg verpflichtend wird und ein Verein nicht mehr auf den Sprung nach oben verzichten darf. Jörg Heth vom TuS Gutenberg regte an, dass der Tabellenletzte zwingend absteigen muss. In der vergangenen Saison hatte der FSV Bretzenheim das Glück, mit nur einem Punkt in der A-Klasse zu bleiben – der fehlenden Absteiger aus der Bezirksliga, dem Aufstieg der zweitplatzierten SG Guldenbachtal und dem Zusammenschluss der SG Braunweiler/ Sommerloch und der SG Wallhausen/Dalberg/Argenschwang zur SG Gräfenbachtal sei Dank. Heth hätte es gerne gesehen, wenn die Bretzenheimer trotzdem abgestiegen wären und die A-Klasse in dieser Saison mit 15 Teams gespielt hätte, um somit die Absteigerzahl gering zu halten. Dubravsky und Seefeldt wollen die Anregung in den Verbandsgremien vorbringen.

A-Klassen-Staffelleiter Wolfgang Staub stellte in seinem Rückblick fest, dass die Anzahl an Karten angestiegen ist und forderte die Vereine auf, am Fair-Play-Verhalten zu arbeiten. Sein C-Klassen-Kollege Udo Marx appellierte daran, den Umgang mit den Schiedsrichtern zu überdenken. Er gab zu: „Ich habe da in der vergangenen Saison einige Urteile ausgesprochen, die ich nach längerem Überlegen mittlerweile mit härteren Strafen fällen würde. Lasst mir die Schiedsrichter in Ruhe.“

Bei den Terminabsprachen fiel die große Kooperationsbereitschaft der Vereine auf. Lediglich der Hoffnung der SG Gräfenbachtal auf ein Freitagspiel an der Wallhäuser Kerb wurde von der SG Fürfeld/Neu-Bamberg nicht entsprochen. Gespräche in den nächsten Tagen sollen zu einer für alle akzeptablen Lösung führen.

Apropos Wallhausen: Staffelleiter Staub, waschechter Wallhäuser, hatte gleich zu Beginn der Sitzung erklärt, aus Gründen der Befangenheit keine Strafen und Sperren seines Heimatvereins – Teil der neuen SG Gräfenbachtal – auszusprechen und die Fälle an seine Stellvertreter weiterzuleiten. Eine Überraschung hatte Gastgeber TuS Gutenberg aufgetischt. Emsige TuS-Damen schmierten leckere Brötchen, die den Vereinsvertretern kostenfrei gereicht wurden. Vielleicht auch ein Grund für den reibungslosen Verlauf der Tagung.

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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