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Kreis Bad Kreuznach

Für Lenz wäre der Eingriff in den Aufstiegskampf ein Traum

Lukas Erbelding

Kreis Bad Kreuznach. Im zweiten Teil unserer großen Serie richtet sich der Fokus auf die Mannschaften der Fußball-A-Klasse Bad Kreuznach, die aktuell im Mittelfeld auf den Plätzen elf bis sieben zu finden sind.

Der Start in die Saison konnte sich für die SG Fürfeld/Neu-Bamberg (Rang elf, 18 Punkte) noch sehen lassen. Nach fünf Spielen hatten die Kombinierten vier Siege auf dem Konto und mischten im Spitzenfeld der A-Klasse mit. Anschließend folgten jedoch sieben Partien in Folge ohne Dreier. Lediglich am 19. November, als es ein 2:0 gegen den SV Medard gab, feierte die SG noch einmal ein Erfolgserlebnis. Die Kombinierten mussten Woche für Woche auf zahlreiche Leistungsträger verzichten. In regelmäßigen Abständen kamen neue Verletzte hinzu. Einen solchen Aderlass kann auch eine erfahrene Mannschaft nur schwer verkraften. Der erste mögliche Abstiegsplatz ist vier Zähler entfernt. Entsprechend wird es für die Elf von Trainer Günter Nessel in erster Linie darum gehen, sich in der gesicherten Zone festzusetzen. Bei dieser Mission können die SGler auf einen hochkarätigen Winterzugang setzen. Alan Zimmermann, ehemaliger Spielertrainer der SG Braunweiler/Sommerloch, wechselte an den Eichelberg und kann mit seiner Routine sowie seiner spielerischen Qualität zu einer echten Verstärkung für die Nessel-Auswahl werden.

Beim VfL Rüdesheim, dem Zehnten, verlief die Spielzeit quasi umgekehrt. Nach vier Niederlagen zum Auftakt fand sich die aus der Bezirksliga abgestiegene Rosengarten-Auswahl erneut im Tabellenkeller wieder. Danach stabilisierten sich die Leistungen der Rüdesheimer, die mittlerweile 18 Punkte auf dem Konto haben. „Nach den vier Niederlagen am Anfang sind wir schon zufrieden mit der Saison“, sagt VfL-Trainer Pascal Berg, der aber davon überzeugt ist, dass seine Schützlinge ihr Potenzial noch nicht ausgeschöpft haben: „Die Jungs haben noch nicht das abgerufen, was sie können.“ Angetan ist Berg besonders von den Bedingungen in Rüdesheim. „Das Umfeld mit den vielen engagierten Helfern ist wirklich top.“ Nachholbedarf sieht der Coach bei der Trainingsbeteiligung seiner Schützlinge, denn auch Berg weiß: „Die Konkurrenz schläft nicht. Für uns zählt in dieser Runde der Klassenverbleib. Wir haben uns keine Punktezahl als Ziel gesetzt, wissen aber, dass wir jeden Gegner ärgern können.“

Viel Bewegung herrschte in der Winterpause bei der TSG Planig, dem Neunten. Der Verein trennte sich von Trainer Savas Kaya, der erst vor dieser Spielzeit zur TSG gestoßen war, und entschloss sich, in Toan Tran den bisherigen Übungsleiter der Reserve als Coach zu installieren. Die Planiger gelten als Mannschaft, die besonders in spielerischer Hinsicht starke Akzente setzen kann. Dies bewies sie vor der Winterpause unter anderem bei ihrem 9:0-Kantersieg gegen den FSV Rehborn. In Anbetracht der Ausgeglichenheit in der Spielklasse müssen sich die Stadtdteil-Kicker aber eher nach unten orientieren. Doch ein Mittelfeldplatz dürfte für den Aufsteiger im Bereich des Möglichen sein, zumal das Team gerade im Angriffsspiel zu überzeugen wusste und bereits 40 Tore erzielen konnte. Mit dieser Zahl stellt die TSG die siebtbeste Offensive der Liga.

In der SG Nordpfalz (Platz acht, 21 Punkte) hat sich ein weiterer Neuling bestens in der A-Klasse etabliert. Zwar dauerte es bis zum siebten Spieltag, ehe es mit dem ersten Sieg klappte. Danach zeigte die Tendenz bei der SG aber steil nach oben. „Am Anfang hatten wir unsere Ergebnisprobleme. Wir waren nicht schlechter als die gegnerischen Teams. Danach haben wir uns an die neue Liga gewöhnt. Wir sind mehr als zufrieden“, betont Nordpfalz-Abteilungsleiter Mario Jost. Aufgrund zahlreicher noch ausstehender Nachholspiele ist die aktuelle Platzierung aber nicht mehr als eine Momentaufnahme: „Wir sind uns bewusst, dass es sehr eng zugeht.“ Besonders stolz ist Jost darauf, dass sich die SG-Kicker vom durchwachsenen Start nicht haben unterkriegen lassen. „Ich bin stolz, dass wir nie von unserem System abgewichen sind. Dafür haben wir auch viel Lob bekommen. Wir haben uns nie entmutigen lassen.“ Für die zweite Halbserie würde sich der Abteilungsleiter insgesamt mehr Konstanz wünschen, um das Ziel Klassenverbleib so schnell wie möglich fixieren zu können. Mit der Vorbereitungszeit ist Jost im Großen und Ganzen zufrieden: „Die erste Mannschaft zieht gut mit. Wir weichen öfter in die umliegenden Hallen aus. Insgesamt läuft es gut, auch wenn die Bedingungen schwierig sind.“

Mit dem Abstiegskampf wird der SV Medard (Platz sieben, 26 Punkte) nichts mehr zu tun haben. Eher dürfen die Sulzbachtal-Kicker noch einen vorsichtigen Blick nach oben werfen. Der Zweite, die SG Disibodenberg, hat zwar sieben Zähler mehr gesammelt, aber auch schon zwei Partien mehr bestritten. „Insgesamt ist es ganz okay gelaufen. Unser Problem ist, dass wir einen relativ schmalen Kader haben, was im Amateurfußball irgendwo auch normal ist“, lautet das Fazit von SV-Trainer Dominik Lenz. Aufgrund zweier kurzfristiger Abgänge vor Rundenbeginn war die Personaldecke der Medarder noch dünner geworden. Dennoch spielen sie eine gute Rolle und mischen im oberen Drittel mit. „Wir sind auf Tuchfühlung. Es ist noch alles drin. Allerdings haben wir keinen großen Druck, schwimmen derzeit in ruhigen Fahrwassern“, sagt Lenz zu den Ambitionen seiner Auswahl. Der Trainer macht aber keinen Hehl daraus, dass er sich der Möglichkeit, an Platz zwei anzuklopfen, nicht verschließen würde: „Die TuS Waldböckelheim ist ist etwas davongezogen, aber mit einer kleinen Serie ist Rang zwei in Reichweite. Wir wollen so erfolgreich wie möglich auftreten. Natürlich wäre es ein Traum, um den Aufstieg mitzuspielen. Realistisch gesehen ist die A-Klasse eine richtig gute Liga, in der für uns alles nach Plan laufen müsste. Das Potenzial und die Mentalität dazu haben wir aber definitiv.“

Von unserem Mitarbeiter Lukas Erbelding

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