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Monzingen

Edinger nimmt eine Auszeit

Olaf Paare

Wenn der Tabellendritte mitten in der Rückrunde den Trainer wechselt, dann muss das triftige Gründe haben. Beim TuS Monzingen und der Trennung von Trainer Andreas Edinger hat der Vorstand des Fußball-A-Klassen-Klubs eine Entscheidung getroffen, „um die Vereinsinteressen zu wahren“, wie es Abteilungsleiter Jörg Beddies formuliert.

Nicht mehr Trainer des A-Klassen-Klubs TuS Monzingen: Andreas Edinger.  Foto: TuS Monzingen
Nicht mehr Trainer des A-Klassen-Klubs TuS Monzingen: Andreas Edinger.
Foto: TuS Monzingen

Doch was meint er damit genau? „Es gab diverse Punkte, die zu dem Schritt geführt haben. Im Detail möchte ich aber nicht auf die einzelnen Punkte eingehen. Das sind Interna“, erklärt Beddies. Ihm ist wichtig zu betonen: „Es hat auf gar keinen Fall an der Mannschaft gelegen, sie hat Andreas nicht gestürzt. Sportliche Gründe lagen nicht vor. Ich möchte mich auch sehr gerne für die Zusammenarbeit bei Andreas Edinger bedanken. Er hat einen guten Job gemacht, und ich wünsche ihm alles Gute.“ Einer der Punkte könnte die Konzentration auf die erste Mannschaft gewesen sein, da Beddies ausführt: „Fakt ist, dass eine Mannschaft gut dasteht und die andere nicht.“ Während die A-Klassen-Vertretung Dritter ist, belegt das B-Klassen-Team den letzten Rang.

Edinger selbst fühlt sich von den Monzinger Verantwortlichen vor den Kopf gestoßen. „Ich war völlig überrascht, als ich den Anruf bekam und mir mitgeteilt wurde, dass ich beurlaubt werde“, berichtet der bisherige Coach. Er ergänzt: „Mich wundert das Ganze, weil sich die Mannschaft eindeutig für mich ausgesprochen hat. Es gab einen Beschluss des Spielerrats.“ Aufgrund dessen wurde auch der Vertrag mit dem Trainer in der Winterpause bis zum Sommer 2019 verlängert. „Und zwölf Wochen später ist dann alles aus. Ich bin sehr enttäuscht von den Menschen, die diesen Beschluss gefasst haben“, sagt Edinger.

Er steht weiter in Kontakt zur Mannschaft, die Spieler suchen den Rat des Ex-Trainers. „In der Mannschaft steckt unheimlich viel Potenzial. Die Jungs sind heiß auf den Aufstieg, sei es als Meister oder über die Aufstiegsspiele. Ich wünsche der Mannschaft, dass es klappt, und ich traue es ihr zu, auch ohne mich, obwohl das natürlich sehr wehtut.“ Auch Edinger war zu Ohren gekommen, dass es diverse Kritikpunkte an seiner Arbeit gab. „Da war aber nichts darunter, dass diesen Schritt rechtfertigt. Das hätten die Mannschaft und ich alles klären können. Ich hatte ja auch umgekehrt Kritikpunkte an der Mannschaft. Das Team hat mir auch bestätigt, dass das zu lösen gewesen wäre.“

Auf Edinger folgt bei den Monzingern nun ein Dreier-Gespann. „Michael Minke, Sebastian Muth und Tobias Beltz werden das Team bis zum Saisonende betreuen. Für die neue Saison sind wir auf der Suche nach einer Lösung, führen auch schon Gespräche“, erklärt Beddies, der ein Lob an die Mannschaft hinterherschickt: „Die Jungs haben einen enormen Ehrgeiz und Willen, zudem verstehen sie sich untereinander blendend. Genau das war meine Intention, als ich vor drei Jahren angetreten bin. Und diesen Weg gehen wir weiter.“ Andreas Edinger wird kein Weggefährte mehr sein. Er sagt zu seiner persönlichen Zukunft: „Ich habe beschlossen, erst einmal eine Auszeit zu nehmen und Abstand zu gewinnen. Die aktuelle Enttäuschung ist einfach riesengroß.“

Von unserem Redakteur Olaf Paare

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