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Alpenrod

Bei harmonischer Sitzung bedenkliche Entwicklungen thematisiert

Nur 18 Vereine hatten ihre Vertreter zum Kreisjugendtag Westerwald/Sieg nach Alpenrod geschickt. Kreisjugendleiter bleibt Heinz Salzer, der bereits seit 2018 im Amt ist. Dies ergaben die Wahlen, die unter der Regie des scheidenden Kreisvorsitzenden und Versammlungsleiters Friedel Hees durchgeführt wurden. Als Staffelleiter fungieren Dirk Liebscher, Sven Hering, Uwe Röder und als Beisitzer für besondere Aufgaben (Ferien-Camp, Schulungen usw.) Peter Stanger. Die Kreisdelegierten für den Verbandstag 2019 werden Heinz Salzer, Peter Stanger, Dirk Liebscher, Sven Hering, Uwe Röder und Jörg Müller sein, als Ersatzdelegierte wurden Jörg Ochs, Sven Salzer, Horst-Günther Buchner, Klaus Pörtner und Frank Lange nominiert.

Zwar verlief der Kreisjugendtag im überschaubaren Kreis sehr harmonisch, doch wurde nicht nur aufgrund des mangelhaften Interesses deutlich, dass der Jugend- und Mädchenfußball durchaus seine Probleme hat. So zeigten die Mannschaftsmeldungen in den vergangenen Jahren einen Rückgang in allen Altersklassen, besonders bei den F- und E-Jugendlichen. „Die demografische Entwicklung und der Wandel in der Gesellschaft durch immer mehr Freizeitangebote haben den Fußballsport im Nachwuchsbereich vor große Herausforderungen gestellt“, sagte dazu Heinz Salzer. „Eine flexiblere Gestaltung des Spielbetriebes mit Neuner- und Siebener-Mannschaften ist eine Möglichkeit, den Spielbetrieb im Verein aufrecht zu erhalten. Bei den F-Junioren können auch Fünfermannschaften zugelassen werden.“

Die Mädchen- und Frauenreferentin Ina Hobracht berichtete von keinen guten Zeiten im Mädchenfußball. „Es sieht leider alles andere als rosig aus.“ Aktuell gibt es im Fußballkreis Westerwald/Sieg nur vier Vereine, die Mädchenfußball anbieten.

Damit die fußballbegeisterten Kinder optimal gefördert und betreut werden können, sind die Ausbildungen und Qualifizierungen der Trainer und Betreuer in den Vereinen sehr wichtig. „Wir möchten den Jugendtrainern ein erstes Rüstzeug für altersgerechtes Kinder- und Jugendtraining mitgeben. Gerade im Kinder- und Jugendbereich sind ausgebildete Trainer unverzichtbar“, so Salzer. „Hier gehören die besten Trainer hin.“

Absolventen der C- und B-Lizenz

Im Fußballverband Rheinland müssen Trainer von überkreislichen Mannschaften im Jugendbereich mittlerweile Lizenzen vorweisen. Für die Bezirksliga ist die C-Lizenz und für die Rheinland-Liga die B-Lizenz erforderlich. Daher sei es erfreulich, dass in den letzten drei Jahren 48 Personen die Prüfungen für die C-Lizenz und 20 für die B-Lizenz mit Erfolg abgeschlossen haben. Damit gibt es laut Salzer im Westerwald/Sieg-Kreis 89 C- und 87 B-Lizenzen.

Für alle Trainer und Betreuer von Jugendlichen ohne Lizenz, die im Kreis arbeiten, sollte es zeitlich einzurichten sein, wenigstens an einer Kurzschulung im Jahr teilzunehmen. Diese werden zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Regionen angeboten. „Ein einmaliger Zeitaufwand im Jahr von dreieinhalb bis vier Stunden sollte, auch im Interesse der Kinder und des Vereins, für jeden zumutbar sein“, merkte Salzer hierzu an.

Natürlich kann auch jeder Verein eine Kurzschulung anmelden und im Verein durchführen. In den letzten drei Jahren fanden 19 Kurzschulungen mit 390 Teilnehmern statt.

Aus der Versammlung wurde kritisch angemerkt, dass einige Vereine sehr aggressiv und mit zumindest fragwürdigen Methoden versuchen, Jugendspieler abzuwerben. So könne es doch nicht sein, dass von einem Verein vier Vorstandsmitglieder bei Eltern und Kind zu Hause auftauchen und auf sie einreden. Peter Stanger ergänzte: „Es werden Spieler nach dem Spiel von anderen Trainern über Whatsapp angeschrieben: „Da hat dich deine Mannschaft aber im Stich gelassen, so was passiert dir bei uns nicht!“ Dies sei eine große Frechheit, dem man entgegenwirken müsse. Salzer bat darum, so etwas zu kommunizieren, damit dies öffentlich angesprochen wird. Diese Vereine seien aber bei den entsprechenden Tagungen leider nie da. Stanger ergänzte, dass sich diese Personen auf sehr dünnem Eis bewegen, da Whatsapp erst ab 16 Jahren erlaubt sei. Kindern so etwas zu schreiben, sei rechtlich sehr grenzwertig. Friedel Hees erklärte, dass solche Nachrichten unsportlich seien und der Spruchkammer gemeldet werden sollten. Heinz Salzer ermunterte: „Macht es!“ Kreissschiedsrichter-Obmann Detlef Schütz schlug vor, dass sich betroffene Vereine beim Kreisvorstand melden sollten, damit dieser die unlauteren Abwerber darauf auch ansprechen könne. Er sei über diese Methoden erschrocken.

Detlef Schütz wies darauf hin, dass die Fahrtkosten der Schiedsrichter nicht geringer werden, wenn die Jugendspielgemeinschaften immer größer werden. Grund dafür ist, dass der Schiedsrichter von einem neutralen Verein kommen muss und dies nicht möglich ist, „wenn eine JSG aus 17 Vereinen besteht. Dann muss ein Schiedsrichter kommen, der etwas weiter weg wohnt und nicht einem dieser Vereine angehört.“

Strafen im überschaubaren Bereich

Von Seiten der Kreisspruchkammer wurden in der vergangenen Saison im Jugendbereich Westerwald/Sieg Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 885 Euro ausgesprochen.

Die Einführung des elektronischen Spielberichtes ist laut Kreisjugendvorstand mittlerweile bei allen Vereinen gut angenommen worden, allerdings werde immer noch von einigen Trainern/Betreuern die Nacharbeit des Spielberichtes nicht erledigt. Neu ist seit dem 1. Juli 2018, dass die digitale Passmappe Pflicht ist. Hierzu sind die Vereine bei mehreren Veranstaltungen belehrt worden.

Im Spielbetrieb gab es bei den A-Junioren eine neue Regelung ab der Saison 2013/2014 für die Bezirksmeisterschaft. Diese Regelung wurde im diesem Jahr letztmals angewandt. Der Aufstieg der A-Junioren zur Bezirksliga Ost wird wieder nach den „alten Regeln“ wie bei den B- bis C-Junioren gespielt. Neu in der kommenden Saison wird sein, dass die letzten drei Mannschaften aus den überkreislichen Ligen absteigen müssen. Bisher gab es die Möglichkeit, dass der Dritt-, bzw. Vorletzte bei Verzicht einer anderen Mannschaft die Klasse noch halten konnte. Sollte nun eine Mannschaft auf ihren sportlich erreichten Klassenverbleib verzichten, wird dieser freie Platz unter Mannschaften innerhalb des Bezirks ausgespielt.

In diesem Sommer gibt es folgende Aufsteiger aus dem Fußballkreis Ww/Sieg in überkreisliche Klassen: B- und C-Jugend der JSG Wisserland in die Rheinlandliga; A-Jugend der JSG Wisserland und der JSG Weitefeld, B-Jugend der JSG Lautzert/Oberdreis und der JSG Westerburg, C-Jugend der JSG Wolfstein sowie D-Jugend der JSG Neunkhausen in die Bezirksliga.

Die jährlichen Aktionen im Kreis, die der Werbung für den Fußball dienen, wie zum Beispiel die Bambini-Treffs, die Hallenkreismeisterschaften im Futsal, der „Tag des Mädchenfußballs“, die Ferien-Camps, das DFB-Stützpunkt-Training sowie Informations-Abende werden anerkennend wahrgenommen. Der nächste Kreisjugendtag steht 2021 an, ein Veranstaltungsort im Kreis Altenkirchen wurde jedoch in Alpenrod noch nicht gefunden. gh/red

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