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Idar-Oberstein

Murat Yasar vergleicht Spiele bei der Stadtmeisterschaft mit Kopfballtrainingseinheiten

Sichtlich enttäuscht schlappten die Fußballer des SC Idar-Oberstein vom Spielfeld in Richtung Kabinentrakt, nachdem sie im Halbfinale gegen den Bollenbacher SV eine 2:3-Niederlage hatten einstecken müssen. Enttäuschend war aber auch die Leistung, die das Team um Kapitän Andre Thom in der Endrunde abgeliefert hatte. „Das war sicherlich nicht das, was wir uns vorgestellt hatten. Der dritte Platz ist nicht zufriedenstellend“, bemängelte Trainer Murat Yasar.

Tatsächlich hatten es die SC-Kicker nicht geschafft, sich spielerisch von Bezirksligateams abzuheben. Die Idarer versuchten es zwar mit vielen Passtaffeten, dabei reihten sich aber zahlreiche Ungenauigkeiten ins Spiel ein. Vereinzelt sprachen Turnierbeobachter sogar von einer Blamage. Soweit wollte Yasar aber nicht gehen: „Natürlich hat uns die Souveränität gefehlt. Ich hätte mir von meiner Mannschaft auch im Gesamtauftreten mehr erhofft. Aber ich kann den Jungs kein lasches oder arrogantes Auftreten unterstellen. Eine Blamage ist für mich etwas anderes.“ Vielmehr ließ der SC Idar laut Yasar grundlegende Tugenden wie die Gier und den nötigen Biss vermissen. „Möglicherweise hat bei den jungen Spielern auch die Nervosität eine Rolle gespielt“, vermutet der Coach.

Denn gerade gegen den Oberligisten sind die anderen Mannschaften natürlich besonders motiviert. Es winkt die zumeist einmalige Chance dem Krösus des Kreises ein Schnippchen schlagen zu können. Doch das ist schon seit 25 Jahren so. Während ehemalige SC-Oberligaspieler wie Tomasz Kakala, Carsten Schneider oder Martin Mayer ihren Gegnern in 1990er und 2000er-Jahren einfach technisch haushoch überlegen waren, bringt die neue Oberliga-Generation des SC diese Qualität aber offenbar nicht mit.

Nicht in die Karten spielen den Schmuckstädtern dabei aber auch die angepassten Hallenregeln. „Ich glaube, dass von diesen Regeln vor allem die technisch schwächeren Mannschaften profitieren“, sagte beispielsweise BSV-Coach Sascha Nicolay. Die Viersekunden- und die Rückpassregel hebeln den Torwart der Mannschaften nämlich beim Aufbauspiel völlig aus. „Ich war insgesamt von dem fußballerischen Niveau extrem enttäuscht“, konstatierte Yasar und erklärte weiter: „Zum Teil hat das für mich nach Kopfballtrainingseinheiten ausgesehen, weil die Torhüter den Ball nur noch durch die Halle werfen. Wir haben uns diesem Niveau natürlich angepasst, aber das hat doch mit Hallenfußball nicht mehr viel zu tun.“

Ein Lob gab es von Yasar dennoch für die Veranstalter: „Der Stadtverband Sport treibender Vereine und das Sportamt haben das Turnier wieder klasse organisiert“, lobt Yasar. Quittiert wurde diese Tatsache durch erneut tolle Zuschauerzahlen. 650 Besucher waren die Halle gekommen. Zudem hatten die Organisatoren auf die Kritik der Auswechselbank-Positionierung reagiert und die Bänke wieder auf Höhe der Mittellinie gestellt. „Wir hatten auch keine andere Möglichkeit, weil wir die Mannschaften nicht auf der Tribüne unterbringen konnte“, erklärte Armin Vogt vom Sportamt, der sich mit dem Ablauf ebenfalls sehr zufrieden zeigte: „Ich denke, wir haben insgesamt ein tolle Turnier gesehen.“ Maximilian Storr

Hallenfußball (L)
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