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    Buggingen

    Platz sechs rückt für Andernachs Frauen nach dem 1:5 in weite Ferne

    Mit einem ernüchternden Erlebnis mussten die Fußballfrauen der SG 99 Andernach die Rückreise aus dem Breisgau antreten: Das knapp drei Stunden vor dem Anpfiff auf den Kunstrasen nach Buggingen verlegte Spiel der 2. Bundesliga Süd gegen einen im Abschluss äußerst effizienten SC Freiburg II ging deutlich mit 1:5 (0:2) verloren.

    Magdalena Schumacher (rechts) – hier beim Spiel in Frankfurt im Zweikampf mit FFC-Kapitänin Meike Weber – sorgte beim ernüchternden 1:5 in Freiburg für das einzige Tor der SG 99. Damit kamen die Andernacherinnen nicht einmal in die Nähe eines Punktgewinns.  Foto: Norbert J. Becker
    Magdalena Schumacher (rechts) – hier beim Spiel in Frankfurt im Zweikampf mit FFC-Kapitänin Meike Weber – sorgte beim ernüchternden 1:5 in Freiburg für das einzige Tor der SG 99. Damit kamen die Andernacherinnen nicht einmal in die Nähe eines Punktgewinns.
    Foto: Norbert J. Becker

    Der schnellste Gegentreffer in ihrer noch jungen Zweitliga-Historie ereilte die Bäckermädchen nach sechs absolvierten Minuten. Ein ungewollter Fehlpass von Lisa Umbach landete im Strafraum genau vor den Füßen von Vanessa Ziegler, die nur einzuschieben brauchte. Nach einer Viertelstunde folgte der nächste Nackenschlag. Die diesmal in die Viererabwehrkette beorderte Antonia Hornberg verpasste eine Hereingabe, Leonie Heizler brachte die Freiburgerinnen mit 2:0 in Führung. „Frustrierend, das waren zwei Geschenke nach individuellen Fehlern“, stöhnte der Andernacher Teamchef Kappy Stümper unisono mit Spielertrainerin Isabelle Stümper in Erinnerung an diese folgenschweren Szenen.

    Damit war das Spiel für die bereits am Vortag angereisten Gäste zwar noch nicht verloren. Aber zwei Tore aufholen, zumal die SG 99 zuvor maximal eines pro Spiel erzielt hatte? Um es vorweg zu nehmen: Es gelang trotz aller Bemühungen nicht. Jede noch so gute Idee, das Verändern des üblichen Systems in ein offensiveres 4-4-3, all das war nach dieser Anfangsviertelstunde im Prinzip schon Makulatur. Etwa ab Minute 30 war die SG 99 am Drücker, der dringend nötige Anschlusstreffer wollte aber nicht fallen.

    Besser machte es der Mitaufsteiger, einen Konter verwertete Pia Züfle zum vorentscheidenden 3:0 (68.). Andernach gab aber nicht auf und kam mit einem kernigen Distanzschuss von Magdalena Schumacher zum Torerfolg (74.). Kaum 120 Sekunden nach dem längst fälligen Erfolgserlebnis bot sich der SG 99 die günstige Gelegenheit, den Rückstand weiter zu minimieren. Doch Sarah Krumscheid scheiterte per Elfmeter an SC-Schlussfrau Rafaela Borggräfe, die den Strafstoß zuvor an Isabelle Stümper verursacht hatte.

    Am Ende machte Freiburg kurzen Prozess mit desillusionierten Bäckermädchen: Nicole Eckerle traf zum 4:1 (89.), eine Minute später erhöhte sie gar noch auf 5:1. „Da haben wir aufgemacht, so etwas kann dann mal nach hinten losgehen. Schade, das sieht jetzt irgendwie so aus, als ob Freiburg uns klar überlegen war“, sagte Kappy Stümper. Fußball ist reiner Ergebnissport, insofern ist die Niederlage als verdient zu betrachten. Das globale Ziel (Platz sechs) ist damit vorerst in weite Ferne gerückt, jetzt gilt es für das Andernacher Team – frei nach der Platitüde „wir denken nur von Spiel zu Spiel“ –, sich konzentriert auf die nächste Hausaufgabe am kommenden Sonntag um 14 Uhr gegen den VfL Sindelfingen vorzubereiten.

    Isabelle Stümper bewertet die Situation wie folgt: „Es bringt nichts, uns jetzt ständig diesen Abstand in der Tabelle vor Augen zu halten. Wir müssen den Kopf frei bekommen und weiter an unsere Stärken glauben. Freiburg zum Beispiel war ja grundsätzlich nicht besser als wir, hat aber in den entscheidenden Situationen und zur richtigen Zeit die Tore gemacht. Auf der anderen Seite wurde allein zweimal der Ball in letzter Sekunde von der Torlinie geholt – das sagt für den Moment doch schon fast alles.“ bhm

    SG 99 Andernach: König – Langenfeld, Zimmermann, Schumacher, Hornberg (46. Sternitzke) – Umbach, Asteroth (83. Schneider), Krumscheid (83. Viebranz) – Isabelle Stümper, Jasmin Stümper, Weingarz.

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