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Andernach

Frauen der SG 99 Andernach stehen schon in der ersten DFB-Pokalrunde

Schon vor dem Rheinlandpokal-Finale der Fußballfrauen am Samstag um 17 Uhr auf dem Kunstrasenplatz in Straßenhaus stehen sowohl die SG 99 Andernach als auch der gegnerische 1. FFC Montabaur im Prinzip als Sieger fest.

Foto: Andreas Walz

Die Westerwälderinnen allein deshalb, da der Verein kurzfristig und ersatzweise in die Zweite Bundesliga aufrückt, weil der reguläre Regionalligameister TSV Schott Mainz seine Bewerbung nicht fristgerecht eingereicht hat. Das jedenfalls signalisierte der DFB am Mittwoch um 13.56 Uhr per Fax den Westerwäldern, die ihrerseits die Unterlagen vorsorglich und vollständig vor dem Ende der Frist (17. März) auf die Reise brachten.

Dadurch steht schon fest, dass die SG 99 Andernach selbst im Falle einer Finalniederlage neben Montabaur in der ersten Runde um den DFB-Pokal der Frauen steht, die am 23. und 24. August über die Bühne geht. Der Rheinlandmeister genießt dabei Heimrecht gegen einen Erst- oder Zweitligisten. Dass der Aufsteiger sein Handwerk vornehmlich in der Offensive versteht, beweisen die Zahlen der auslaufenden Saison: In bisher 27 Pflichtspielen (26 Siege und ein Unentschieden) erzielten die "Bäckermädchen" stattliche 139 Tore, allein 96 davon gehen auf das Konto von Spielführerin Katharina Sternitzke, Isabelle Stümper (beide je 30), Jana Sebastian (19, erst in der Winterpause gekommen) und Katja Jubelius (17).

Zweimal standen sich Andernach und Montabaur in dieser Saison bereits zu Testzwecken gegenüber: Am 7. August verlor die SG 99 ihr einziges Spiel überhaupt nach Toren von Mirvet Arabaci, Julia Mies und Jessica Walther mit 0:3 in Eschelbach. Die Revanche glückte am 18. Februar in der Winterpause, Andernach gewann auf eigenem Kunstrasen gegen eine allerdings ersatzgeschwächte Elf der Westerwälderinnen nach Toren von Jubelius und Stümper mit 2:0. In den Jahren seit Gründung der Frauen- und Mädchenabteilung 2006 hatte Andernach in Pokal- und Freundschaftsspielen stets den Kürzeren gezogen, daran erinnert sich Abteilungsleiter Bodo Heinemann: "Wir schätzen uns glücklich, dass wir Montabaur nun auf Augenhöhe begegnen können."

Der erfahrene Trainer Karl-Peter "Kappy" Stümper, seit Oktober im Verbund mit Co-Trainerin Silke Kolbeck bei der SG 99 im Amt, ergänzt: "Wir sind erstmals seit Monaten nur Außenseiter." Er trägt dieser fürs Team ungewohnten Situation aber auch Rechnung: "Wir werden taktisch völlig anders und vor allem deutlich defensiver auftreten als sonst." In der vordersten Abteilung bangt der Coach um den Einsatz der erkrankten Sturmspitze Jana Sebastian. Sie ist auch diejenige im Team, die vor einem Jahr noch den Rheinlandpokal stemmen durfte, damals noch im Dress des SC 07 Bad Neuenahr II. Beim finalen 2:0 gegen den TuS Issel erzielte die 23-Jährige beide Treffer. Dafür kann Andernach aber wieder auf die emsige Rechtsverteidigerin Desiree Hennig bauen, die zuletzt zweimal fehlte.

Schon vor dem Ende der auslaufenden Saison kann die SG 99 sechs Neuzugänge für die anstehende Spielzeit in der Regionalliga Südwest vermelden: Ihr Kommen zugesagt haben die beiden Torhüterinnen Elena Bläser (18) und Julia Schürmann (16), die Abwehrspielerinnen Magdalena Schumacher (18) und Melanie Eminger (20) sowie die defensive Mittelfeldspielerin Sarah Krumscheid (21). Alle spielten zuvor beim Zweitliga-Absteiger SC 13 Bad Neuenahr. Zudem wechselt Mittelfeldspielerin Hanna Fuchshofen (24) vom Rheinlandligisten FV Rübenach in die Bäckerjungenstadt.

Im Gegenzug verliert Andernach im Prinzip nur Innenverteidigerin Lisa Krayer an ihren Heimatverein, den Bezirksligisten SG Baar/Herresbach. Bis zu acht weitere Spielerinnen des aktuellen Kaders werden aus unterschiedlichen Gründen im neuen Spieljahr bei der zweiten Mannschaft der SG 99 auflaufen, die mit dem routinierten Volker Haas einen neuen Trainer bekommen hat. Der 57-Jährige war zuvor unter anderem sechs Jahre für den TuS Ahrbach in der Regionalliga verantwortlich.

Andernach hat die für die Dritte Frauenliga Deutschlands erforderlichen Unterlagen deutlich vor dem Ende der Bewerbungsfrist (2. Juni) eingereicht, Heinemann erwartet da keinerlei Probleme. Und auch auf personellem Sektor soll die Mannschaft noch zwei, drei weitere Verstärkungen erhalten, um nicht das Schicksal zu teilen, das in den Vorjahren dem TuS Ahrbach und dem TuS Rodenbach widerfuhr, die nach dem Gewinn der Rheinlandmeisterschaft in der Saison danach sang- und klanglos wieder den umgekehrten Weg antreten mussten.

Am Dienstag und Donnerstag, 10. und 12. Juni, gibt es jeweils ab 19.30 Uhr ein Probetraining für leistungsstarke Interessentinnen auf dem Stadion-Kunstrasenplatz in Andernach.

Frauenfußball (JDABCK)
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