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Vom Tanzschüler zum Zuschauerbetreuer auf der Panzerplatte

Für Stefan Weber beginnt der Rallyetag auf der Panzerplatte am Samstag bereits um sechs Uhr. Er muss Ordner einteilen. Weber gehört natürlich zum Sportfahrerteam Hunsrück, das die Wertungsprüfungen der ADAC Rallye Deutschland auf der Panzerplatte organisiert, und ist Leiter der Zuschauerplätze. "Ich bin verantwortlich für Zuschauerschutz und -Betreuung", erklärt Weber. Seine Aufgabe besteht grob umrissen darin, Zuschauer vor Unheil zu bewahren beziehungsweise eine Gefährdung des Rallyeablaufs durch Fans und Besucher zu verhindern.

Stefan Weber beim Aufbauen der Arena Panzerplatte.  Foto: Joachim Hähn
Stefan Weber beim Aufbauen der Arena Panzerplatte.
Foto: Joachim Hähn

Der 47-Jährige ist ein gutes Beispiel dafür, warum die Mitglieder des Sportfahrerteams Hunsrück meistens viele Jahre in diesem Motorsportverein dabei sind und eigentlich auch nie heraus wollen. "Unsere Mannschaft ist einfach top. Ich freue mich jedes Mal darauf, die Kollegen des Teams zu sehen", erzählt er.

Motorsport im Allgemeinen und Rallyes im Besonderen sind gar nicht einmal seine ganz große sportliche Leidenschaft. Weber ist Leichtathlet und in den Wurfdisziplinen schon mehrfach für die LG Idar-Oberstein bei Deutschen Meisterschaften vertreten gewesen. "Es ist tatsächlich so, dass mich der Rallyesport erst in zweiter Linie interessiert, ich den STH aber wegen der tollen Gesellschaft nicht missen möchte."

Dass er seit nunmehr 29 Jahren beim STH ist, verdankt er der Idar-Obersteiner Tanzschule Jakob. "Der Huhmann hat auch dort getanzt", lacht Weber, mit dem Hinweis auf den heutigen WP-Leiter Wolfgang Huhmann. "Wir haben uns kennengelernt, und so kam ich zum STH und dann auch in die Sportgruppe des Teams, das heute für den Aufbau der Panzerplatte verantwortlich ist."

Weber ist ein netter, verbindlicher Mann, der aber auch eine "klare Kante" zeigen kann, wenn es sein muss. Er ist also der ideale Mann für die Zuschauerbetreuung. Der 47-Jährige wird den ganzen Tag auf der Panzerplatte unterwegs sein, auch und gerade an jenen Stellen, wo keine offiziellen Zuschauerplätze ausgewiesen sind. "Die Beobachtung der Zuschauer ist wichtig. Wir müssen erkennen, wenn sie sich an gefährdeten Stellen platziert haben und sie dann von dort wegbringen", erklärt er und ergänzt: "Natürlich sind wir auch Ansprechpartner für alle möglichen Fragen." 15 Kilometer wird er am Ende des Tages zu Fuß zurückgelegt haben.

Weber findet seinen Job spannen und interessant. Augenzwinkernd sagt er: "Wir haben viele Nationen und ihre Eigenheiten kennengelernt." Webers Aufgabe ist verantwortungsvoll, und wenn Zuschauer sich in einem gefährdeten Bereich befinden, das aber partout nicht einsehen wollen, dann kann er auch sehr deutlich werden. "Manche muss man fast mit dem Lasso einfangen", lacht er und ergänzt: "Ich habe Funkverbindung zur WP-Leitung. Manchen Zuschauern musste ich schon klar sagen, 'wenn ihr nicht rückt, dann seht ihr gar nichts, weil dann kein Auto fahren wird'". Denn die Leitung im Turm auf der Panzerplatte wird die Strecke selbstverständlich erst dann freigeben, wenn niemand mehr gefährdet ist. Doch längst sind Negativbeispiele die Ausnahme, Weber verteilt ein großes Lob an die Zuschauer bei der WP Panzerplatte: "Das ist immer friedlicher und disziplinierter geworden. Mittlerweile ist es eine echte Kooperation zwischen Zuschauern und Helfern."

Viele Zuschauer begrüßen ihn auch, kennen ihn, obwohl ein Jahr zwischen den WM-Läufen liegt. "So etwas macht mir dann natürlich auch richtig Spaß", sagt Weber. Dieses Miteinander bei der Wertungsprüfung auf der Panzerplatte und die gute Stimmung im Sportfahrerteam Hunsrück wird dafür sorgen, dass Weber weiterhin mit viel Spaß bei der Planung, dem Aufbau und der Durchführung der ADAC Rallye Deutschland dabei ist, obwohl der Rallyesport selbst bei ihm nicht an erster Stelle rangiert.

Motorsport (EL)
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