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    Kreis Birkenfeld

    Die Panzerplatten-WP bleibt die Königsprüfung

    Die Rallye-WM-Woche hat begonnen. Noch drei Tage sind es, ehe am Donnerstag in Saarbrücken der Startschuss für die ADAC Rallye Deutschland fällt. Vieles ist anders als in den Jahren zuvor, und das liegt natürlich daran, dass die Verantwortung für den deutschen WM-Lauf diesmal beim saarländischen ADAC liegt und nicht mehr beim ADAC Mittelrhein. Zentrum der Rallye ist deshalb nicht mehr Trier, sondern Saarbrücken, St. Wendel und der Bostalsee, wo sich der Servicepark befindet. Die Folge ist auch, dass sich die Deutschlandrallye mit anderen Strecken, mit veränderten Wertungsprüfungen präsentiert. So wird zum Beispiel deutlich weniger in den Moselweinbergen gefahren. Lediglich vier Prüfungen finden dort statt. Für die Rallyefans im Kreis Birkenfeld hat der Wechsel der Organisationsverantwortung aber durchaus Vorteile.

    Der Weltmeister bereitet sich und seinen Ford Fiesta WRC auf die Prüfung auf der Panzerplatte vor: Sebastien Ogier testet am Leitzenberg auf dem Truppenübungsplatz.  Foto: Joachim Hähn
    Der Weltmeister bereitet sich und seinen Ford Fiesta WRC auf die Prüfung auf der Panzerplatte vor: Sebastien Ogier testet am Leitzenberg auf dem Truppenübungsplatz.
    Foto: Joachim Hähn

    Neben der unangetasteten Panzerplatte mit ihren insgesamt fünf Wertungsprüfungen geht die Rallyepost auch in Berschweiler, Mettweiler und Eckersweiler ab. Und so schlägt das Weltmeisterschaftsherz am Samstag im Kreis Birkenfeld. Denn von der Arena Panzerplatte geht es für die Piloten mit ihren Boliden weiter zur Wertungsprüfung Freisen. Die hat ihren Namen zwar von dem Ort im Saarland, wird aber in Berschweiler gestartet.

    Das Sportfahrerteam Hunsrück ist natürlich auch in diesem Jahr für eine der schwierigsten Prüfungen bei der Rallye-Weltmeisterschaft verantwortlich. Die Panzerplatte ist derzeit fest in STH-Hand.  Foto: Joachim Hähn
    Das Sportfahrerteam Hunsrück ist natürlich auch in diesem Jahr für eine der schwierigsten Prüfungen bei der Rallye-Weltmeisterschaft verantwortlich. Die Panzerplatte ist derzeit fest in STH-Hand.
    Foto: Joachim Hähn

    Die Königsprüfung ist und bleibt aber die lange WP auf der Panzerplatte. 41,97 Kilometer ist sie diesmal lang und erfüllt damit einmal mehr die Anforderungen, die das Sportfahrerteam Hunsrück, das wie immer für diese Etappe verantwortlich ist, an sie stellt. „Vorne muss die Vier stehen. Das ist unsere Devise“, sagt Kim-Oliver Rieth, der – auch das ist neu – diesmal die Leitung der Wertungsprüfung übernimmt. Wolfgang „Hufix“ Huhmann, der Vorsitzende des STH und bisherige Chef am Turm auf der Panzerplatte fährt die gesamte Rallye im Auto von Ex-Weltklassefahrerin Michele Mouton, die mittlerweile für die Sicherheit der WM-Rallyes verantwortlich ist und die jede einzelne Wertungsprüfung frei gibt. Ohne ihr Okay wird keine Wertungsprüfung gestartet.

    Sprintprüfungen wieder dabei

    Weiter im Programm sind auch die drei kurzen Sprintprüfungen durch den so genannten „Nudeltopf“, einem Gewirr von Straßen und Wegen, auf der Panzerplatte. Naturgemäß hat auch hier der WP-Leiter gewechselt, denn bei den ersten beiden Austragungen hatte Kim-Oliver Rieth das Sagen. Nach dessen Wechsel zur langen Panzerplatten-WP ist nun Florian Lofi der Boss der Sprint-WP.

    Wie gewohnt können die Zuschauer also auf der Panzerplatte ein echtes Rallyespektakel erleben. Nirgendwo sonst auf der Welt sind die Weltklassefahrer mit Weltmeister Sébastien Ogier an der Spitze und ihre Autos so lange zu sehen wie auf der Panzerplatte. Am Samstagnachmittag führt ein ausgeklügeltes Startsystem wieder dazu, dass dort auf dem Truppenübungsplatz drei Wertungsprüfungen zur gleichen Zeit laufen.

    „Doc“ beruhigt: Panzerplatte von VW-Ausstieg kaum berührt

    Ausgestiegen aus dem Rallye-Zirkus ist nach dem Abgas-Skandal und seinen Folgen bekanntlich Volkswagen. „Rein sportlich betrachtet, ist das gut. Die Weltmeisterschaft ist so spannend wie lange nicht mehr“, findet Kim-Oliver Rieth. Aber durch den VW-Ausstieg ist auch weniger Geld im Umlauf, und deshalb stand durchaus die Frage im Raum, ob sich die Arena Panzerplatte in diesem Jahr genauso herausgeputzt darstellen kann wie in den Jahren zuvor. In dieser Beziehung kann Werner Rehles beruhigen. Lächelnd verkündet der „Doc“: „Abgesehen davon, dass VW kein VIP-Zelt mehr am Turm auf der Panzerplatte stehen hat, hat sich kaum etwas verändert. Die Zuschauer werden abseits des Rallyegeschehens wie immer an diversen Ständen bestens unterhalten werden.“ Auch die Videowand steht wieder mitten im Nudeltopf. „Sie ist zwar etwas kleiner“, sagt Rehles, „aber Livebilder und eigene Videoproduktionen gibt es trotzdem, so dass den Zuschauern nichts entgehen wird.“

    Zweimal wird am Samstag in Berschweiler gestartet und zweimal wird auch auf der Panzerplatte gefahren. Der erste Durchgang beginnt auf dem Truppenübungsplatz um 9.11 Uhr, ehe es um 15.16 Uhr zum zweiten mal über die Strecken des Militärgeländes unter anderem so genannte Taxifahrten und die FMX-Show von Red Bull mit waghalsigen Rampensprüngen.

    Verändert hat sich das Ticket-System. Bis Mittwoch, also einen Tag vor dem Rallyestart können im Internet Papiertickets erworben werden. Diese ausgedruckten Karten werden dann vor Ort an Infopunkten in die jeweiligen offiziellen Ticketpakete umgetauscht. „Bei uns auf der Panzerplatte geschieht dies am Infopunkt auf dem Parkplatz P1“, informiert Rehles.

    Vier Parkplätze, zwölf Busse

    Apropos Parkplätze: Die Zuschauerlenkung ist bei einem Aufkommen von 15 000 bis 25 000 Besuchern eine wichtige Sache. Auf der Panzerplatte funktioniert sie am Samstag wie immer nach bewährter Art. Vier Parkplätze stehen zur Verfügung. Von den Parkplätzen P1 bis P3 bringen insgesamt zwölf Shuttlebusse die Rallyefans direkt an den Turm auf der Panzerplatte, von wo die Besucher auf top markierten und gesicherten Wegen zu den berühmten Streckenabschnitten „Gina“, „kleine Platte“, „Nudeltopf“ oder „Platte Nord“ gehen können. Parkplatz P4 am Maiwald befindet sich in unmittelbarere Nähe der Strecke.

    Wie immer steht die Sicherheit der Besucher an oberster Stelle. „Doc“ Rehles, als Abschnittsleiter auf der Panzerplatte unter anderem für die Zuschauerlenkung verantwortlich, warnt noch einmal ebenso verschmitzt wie eindringlich: „Eigentlich ist es verboten bei einer Rallye zuzuschauen – außer an den ausgewiesenen Zuschauerpunkten.“ Die sind aber gerade auf der Panzerplatte in einem derart großen Maß vorhanden, dass Rallyefans sicher sein können, dass ihnen nichts entgehen wird.

    Tests am Leitzenberg

    Und die Zuschauer können sich auf eine extrem spannende Rallye gefasst machen. Derzeit laufen die Testfahrten am Leitzenberg auf dem Truppenübungsplatz, wo die Teams und die Weltklassepiloten ihre Fahrzeuge auf die Material mordenden Strecken der Panzerplatte vorbereiten. Am Samstag testete zum Beispiel der Weltmeister. Sébastien Ogier, der in dieser Saison mit einem Ford Fiesta unterwegs ist, möchte natürlich auch auf dem Truppenübungsplatz der Beste sein. Doch er wird es nicht leicht haben. Thierry Neuville, der schnelle Belgier auf Hyundai, Jari-Matti Latvala auf Toyota oder Chris Meeke auf Citroen sind ebenfalls heiß auf den Sieg.

    Und dann wäre da ja auch noch Marijan Griebel. Der Lokalmatador aus Hahnweiler kennt die Strecken wie seine Westentasche und geht mit seinem Skoda in der WRC2 an den Start. „Es ist immer klasse, wenn ein Deutscher auf einem konkurrenzfähigen Auto dabei ist – und wenn er dann noch aus der Region kommt, dann ist das umso schöner“, sagt Kim-Oliver Rieth.

    Keine Frage, auf die Rallye-Fans warten vier spannende Renntage mit dem Höhepunkt am Samstag auf der Panzerplatte.

    Von unserem Redakteur Sascha Nicolay

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