40.000
Aus unserem Archiv
Baumholder

Deutschland-Rallye: Latvala muss einen spannenden Spagat meistern

Gerade für einen der absoluten Weltklassefahrer ist die ADAC Rallye Deutschland etwas ganz Besonderes. "Ich liebe diese Rallye. Es ist ein Heimspiel für mich. Ich bin 80 Kilometer von Trier entfernt aufgewachsen", erzählt der Belgier Thierry Neuville vom Hyundai-Werksteam. Der deutsche WM-Lauf wird am Wochenende im Südwesten ausgetragen. Am Freitag beginnen die ersten Wertungsprüfungen an der Mosel. Am Samstag gastiert die Weltelite dann auf dem Truppenübungsplatz in Baumholder.

Schräglage: Jari-Matti Latvala weiß um die Tücken der Deutschland-Rallye. Im Vorjahr überzeugte er mit seinem VW Polo in den Weinbergen an der Mosel, wo unser Foto entstand, ehe ihn ein Fehler auf der Panzerplatte in Baumholder auf Rang sieben zurückwarf. Foto: Joachim Hähn
Schräglage: Jari-Matti Latvala weiß um die Tücken der Deutschland-Rallye. Im Vorjahr überzeugte er mit seinem VW Polo in den Weinbergen an der Mosel, wo unser Foto entstand, ehe ihn ein Fehler auf der Panzerplatte in Baumholder auf Rang sieben zurückwarf.
Foto: Joachim Hähn

Von unserem Mitarbeiter

Könnte die Überraschung der Deutschland-Rallye werden: Thierry Neuville.  Foto: Joachim Hähn
Könnte die Überraschung der Deutschland-Rallye werden: Thierry Neuville.
Foto: Joachim Hähn

Jan Schüßler

Bereits vor der laufenden Rallye-Saison sorgte der Vizeweltmeister des vergangenen Jahres für Aufsehen. Neuville überraschte mit seinem Wechsel zum neu gegründeten Hyundai Shell World Rally Team. "Ich hatte verschiedene Möglichkeiten. Hyundai ist ein Newcomer mit viel Potenzial", erklärt der 26-Jährige und ergänzt: "Auf Dauer können wir VW schlagen. Ich versuche mit Hyundai Großes aufzubauen." Dieses Jahr sieht der Belgier sein Team jedoch zunächst in einer Übergangssaison.

Im vergangenen Jahr fuhr Neuville noch im Ford Fiesta RS WRC auf den zweiten Rang bei der ADAC Rallye Deutschland. Dieses Ergebnis wird heuer sehr schwer zu bestätigen sein, wenngleich Neuville sich rund um die Panzerplatte wohlfühlt. "Ich kenne die Strecken sehr gut und mag die Wertungsprüfungen in Baumholder", sagt er, "dennoch will ich die Ziele nicht zu hoch stecken."

Weniger zurückhaltend ist da schon Jari-Matti Latvala. Der Volkswagen-Pilot siegte bei der Rallye in Finnland, dem letzten Lauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) vor der Deutschland-Rallye. Auch im vergangenen Jahr zeigte er bei der ADAC Rallye Deutschland eine absolute Topleistung, ehe ihn ein Fehler auf der Panzerplatte zurückwarf. Letztlich reichte es 2013 nur für Rang sieben. "Ich will in Deutschland wieder um einen Top-Platz mitfahren, wenngleich es ein noch engerer Kampf als in Finnland werden könnte", meint Latvala. Anfang des Monats war sein Teamkollege und Weltmeister Sébastien Ogier nur 3,6 Sekunden langsamer als der Finne.

Diese Saison dominiert Volkswagen erneut das Geschehen in der WRC. Ogier führt das Klassement souverän an. Sieben Läufe wurden bisher absolviert. Fünfmal hieß der Sieger Ogier. Doch Latvala ist dem Franzosen auf den Fersen. Am Wochenende muss der 29-Jährige beim VW-Heimspiel einen spannenden Spagat meistern. "Ich muss die Balance finden", erklärt er, "ich kämpfe um die WM-Wertung, wir können aber auch schon die Konstrukteurswertung gewinnen. Daher kann ich keine volle Attacke fahren." Ein schwieriges Unterfangen für den Sohn des ehemaligen Rallyefahrers Jari Latvala. "Die Rallye ist sehr speziell. Viele schmale Straßen und Kurven, das ist anspruchsvoll", blickt Latvala junior voraus.

Doch nicht nur die schwierige Strecke macht die ADAC Rallye Deutschland auch für die absoluten Weltklassefahrer ganz speziell. "Die Stimmung an den Strecken ist einzigartig", sagt Lars Soutschka, der Leiter von ADAC Motorsports. Welcher Topfahrer damit am besten umzugehen weiß, ist eine der vielen spannenden Fragen rund um die Deutschland-Rallye. Der Favorit heißt wohl – wie immer – Ogier, doch auch Latvala und Neuville wollen bei ihren Heimspielen für Furore sorgen.

Motorsport (EL)
Meistgelesene Artikel
Fußball Männer
Fußball Frauen
Neuzugang Yuko Aizawa (links; rechts kommt Mitspielerin Angelika Weber einen Schritt zu spät) steuerte zwei Treffer für den SC 13 zum 4:0-Sieg gegen den MSV Duisburg II bei. Foto: Vollrath

im Rheinland

- Westerwald

- Mittelrhein/Mosel

- Rhein-Lahn

im Südwesten

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Fußball Mix
Kapitän Tim Schulz (links) bemühte sich mit seinen Betzdorfer Mitspielern zwar, doch auch gegen Elversberg reichte es am Ende nicht.

Jugendfußball

- im Rheinland

- im Südwesten

Fußballpokale

Hallenfußball

 späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?Wohin am späten Heiligabend? In welcher Kneipe feiert es sich nach der Bescherung besonders gut?

Regionalsport Mix
Sport-Lokalteile
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach