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Le Mans/Neuwied

Rockenfeller fährt die 24 Stunden in Le Mans

Farid Wagner

Keine andere Automobilsport-Veranstaltung in Europa hat einen so legendären Ruf wie die 24 Stunden von Le Mans. Unzählige Geschichten wurden seit der ersten Auflage im Jahr 1923 über den Langstreckenklassiker geschrieben und spätestens mit dem 1970 gedrehten, gleichnamigen Kinofilm von und mit dem populären US-Darsteller Steve Mc Queen war der Mythos Le Mans geboren. Deshalb ist es keine Überraschung, dass fast jeder Rennfahrer einen Start auf dem 13,8 Kilometer langen Kurs im Nordwesten Frankreichs auf seinem Wunschzettel hat.

Mike Rockenfeller bei der Autogrammstunde in Le Mans am vergangenen Sonntag.  Foto: PS Group/Bernhard Schoke
Mike Rockenfeller bei der Autogrammstunde in Le Mans am vergangenen Sonntag.
Foto: PS Group/Bernhard Schoke

Für Mike Rockenfeller bedeutet die Reise in das Département Sarthe eine Rückkehr an den Ort eines seiner größten Erfolge im Motorsport. Als Teil des Sportwagen-Engagements seines Arbeitgebers Audi nahm der aus Neuwied stammende Pilot bereits ab dem Jahr 2007 parallel zu den Rennen der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) auch an den 24-Stunden-Rennen von Le Mans teil. In den ersten beiden Jahren teilte er sich dort das Cockpit eines Audi R 10 TDI Prototypen mit dem Koblenzer Lucas Luhr sowie dem Franzosen Alexandre Prémat, verpasste jedoch als Vierter knapp den Sprung auf das Siegerpodest.

2010 folgte dann jedoch der große Triumph. Wieder war Rockenfeller Teil eines deutsch-französischen Trios und mit dem inzwischen weiterentwickelten Audi R 15 TDI Plus sah er zusammen mit dem Homburger Timo Bernhard sowie Romain Dumas als Gesamtsieger die schwarz-weiß-karierte Flagge.

In diesem Jahr sind die Vorzeichen jedoch völlig anders. Audi Sport hat sich bereits Ende 2016 von der internationalen Sportprototypen-Bühne verabschiedet und nachdem auch Porsche sich mittlerweile ausschließlich auf den GT-Sport konzentriert und Toyota als einziges Werksteam übrig geblieben ist, befindet sich die LMP1-Szene im Umbruch. Mike Rockenfeller hat jedoch das Glück, dass Audi ihn in der rennfreien Zeit der DTM gelegentlich für Rennen mit anderen Fabrikaten freistellt. So durfte der 34-jährige Kfz-Mechaniker in den vergangenen Jahren auch am Steuer einer Corvette in den USA Erfolge feiern. Jetzt darf er ausnahmsweise auch in Europa mit dem Sportwagen aus dem General Motors-Konzern an den Start gehen. „Es ist toll, wieder in Frankreich bei den 24 Stunden von Le Mans dabei zu sein“, schreibt „Rocky“ seinen Followern auf Twitter. „Mein letztes Rennen hier war 2012 mit einem Audi R 18 ultra, da wurde ich Dritter zusammen mit Oliver Jarvis und Marco Bonanomi. Jetzt freue ich mich auf das diesjährige Rennen mit Corvette Racing.“

Das Teilnehmerfeld ist nach wie vor in vier Klassen aufgeteilt, die Prototypen LMP 1 und LMP 2 sowie die Sportwagen der Kategorien GTE-Pro für aktuelle, mit Profirennfahrern besetzte Fahrzeuge und GTE-AM für ältere Fahrzeuge, in denen mindestens einer der drei Piloten ein Amateur ist. Die von Corvette Racing eingesetzte Chevrolet Corvette C 7.R mit der Startnummer 63 teilt sich Mike Rockenfeller mit dem dänischen Ex-DTM-Piloten Jan Magnussen sowie dem Spanier Antonio Garcia.

Obwohl das amerikanische Muscle-Car unter der Bezeichnung Stingray bereits 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, hat der veranstaltende Automobil Club de l’Ouest (ACO) das Team auf Grund seiner exzellenten Fahrerbesetzung in die Kategorie GTE-Pro eingestuft. Um den Gesamtsieg können Rockenfeller und seine Teamkollegen in Le Mans unter realistischen Bedingungen gegen die LMP-Boliden nicht mitfahren, ein Podiumsplatz in der Klasse ist trotz der starken Konkurrenz von Aston Martin, BMW, Ferrari, Ford und Porsche aber durchaus im Bereich des Möglichen.

Bereits am vergangenen Sonntag begann die Le Mans-Woche mit einer Autogrammstunde und der technischen Abnahme der Fahrzeuge, welche traditionell nicht an der Strecke sondern mitten zwischen den Fans im Stadtkern der knapp 150 000 Einwohner zählenden Metropole stattfindet. Der Rennbetrieb wurde am Mittwoch mit dem ersten freien Training eröffnet, wo die Teams die Gelegenheit nutzten, um das Fahrwerk ihrer Sportwagen möglichst optimal auf den Hochgeschwindigkeitskurs, der teilweise über öffentliche Straßen führt, abzustimmen. Am Donnerstagabend wird es ernst, denn im Zeittraining gilt es, eine möglichst schnelle Runde zu drehen, um in der Startaufstellung so weit wie möglich vorne zu stehen. Pünktlich am Samstag um 15 Uhr werden die 60 Fahrzeuge dann in den Marathon zwei Mal rund um die Uhr geschickt.

Von unserem Mitarbeiter Farid Wagner

Motorsport (ABCK)
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