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Rhein-Lahn

Aero-Club Nastätten rutscht auf Platz 23 ab – Neue Regel verhindert ein besseres Ergebnis

Der Aero-Club Nastätten hat zuletzt lediglich einen Rundenpunkt für das Gesamtkonto ergattert und ist dadurch in der Segelflug-Bundesliga auf Platz 23 der 30 Teams umfassenden Eliteklasse zurückgefallen.

Die Segelflug-Bundesliga ist beim Aeroclub Nastätten alles andere als eine reine Männer-Domäne: Der Verein vom Blauen Ländchen erfreut sich auch vieler passionierter weiblicher Segler.  Foto: privat
Die Segelflug-Bundesliga ist beim Aeroclub Nastätten alles andere als eine reine Männer-Domäne: Der Verein vom Blauen Ländchen erfreut sich auch vieler passionierter weiblicher Segler.
Foto: privat

Moritz Althaus lieferte mit 123 Kilometern pro Stunde einen schnellen Flug für den ACN ab. In über acht Stunden Flugzeit umrundete er den Luftraum des Flughafens Stuttgart und überquerte dabei Odenwald, Schwäbische Alb und Schwarzwald. Der Wiesbadener Jens-Christian Henke folgte erst den Aufwinden in Richtung des Taunuskamms. Der nahe Luftraum des Flughafens Frankfurt ließ dort jedoch nur eine maximale Flughöhe von etwa 1000 Metern über Grund zu, sodass Henke am großen Feldberg nach Norden in Richtung des Sauerland-Gebirges abbog. Im Jo-Jo-Prinzip flog er dann quer ab von Gießen und Marburg einen Schnitt von 95 Stundenkilometern.

Sowohl Althaus als auch Henke betankten die Tragflächen ihrer Segelflugzeuge vor dem Start mit Wasser. Dabei werden bis zu 200 Liter auf die Tanks verteilt. Zwar steigen die Flugzeuge dann in den Aufwinden langsamer, zwischen den Wolken geht es aber im Geradeausflug dafür schneller voran. Vor der Landung wird das Wasser dann wieder abgeworfen, um das Fahrwerk nicht zu überlasten.

Ebenfalls in die Wertung zu fliegen, gelang Alfred Perlich mit seiner „Echo Lima“. Perlich startete im Rahmen eines Wettbewerbes in Ludwigshafen. Aufgrund von schwierigem Wetter über dem Odenwald war er oft nur wenige hundert Meter über Grund hoch. In geringer Höhe geht es dann darum, eine drohende Außenlandung zu vermeiden. Erst wenn ein rettender Aufwind gefunden ist, kann mit ausreichender Höhe wieder der Bundesligaflug fortgesetzt werden.

Die Gesamtplatzierung der Piloten vom Blauen Ländchen hätte am Ende auch deutlich besser ausfallen können, wäre der Aero-Club nicht zum ersten Mal Leidtragender einer neuen Regel geworden. Schafft man es nämlich nicht bis auf 15 Kilometer an den Startflugplatz zurück, zählt der womöglich vorher schnelle Flug nicht für die Wertung. Dies passierte Youngster Marcel Kaspari, nach über 500 geflogenen Kilometern landete er mit seiner „Kilo“, einem über 40 Jahre alten Segelflugzeug, auf dem kleinen Flugplatz beim zwischen Limburg und Bad Camberg im Goldenen Grund an der A 3 gelegenen Dauborn. Aufziehende Cirrusbewölkung hatte die Sonneneinstrahlung und somit auch die Stärke der Aufwinde gebremst. In der U 25-Bundesliga ergab sich so nur der 38. Rundenplatz. Nach einem furiosen Start liegen die Junioren nun auf Gesamtplatz elf.

Regionalsport extra (R)
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