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Grafschaft-Ringen

Fußballkreis Rhein/Ahr ehrt verdiente Mitarbeiter – Dank für unbezahlbaren Einsatz im Verein

"Heute rollen wir den roten Teppich aus für unsere Ehrenamtler." So eröffnete Kreisjugendleiter Dieter Sesterheim im Namen des Kreisvorstandes den Ehrenamtstag des Fußballkreises Rhein/Ahr im Bürgerhaus der Gemeinde Grafschaft-Ringen: "Die Leistungen der vielen freiwilligen Helfer und Mitarbeiter in unseren Vereinen ist unbezahlbar. Mit der heutigen Veranstaltung wollen wir dies ins Bewusstsein rücken."

Beim Ehrenamtstag des Fußballkreises Rhein/Ahr standen jene im Rampenlicht, die ansonsten meist hinter den Kulissen wirken.  Foto: Hans-Josef Schneider
Beim Ehrenamtstag des Fußballkreises Rhein/Ahr standen jene im Rampenlicht, die ansonsten meist hinter den Kulissen wirken.
Foto: Hans-Josef Schneider

Kreisbeigeordneter Horst Gies bezeichnete das Ehrenamt als das Fundament im Verein: "Sie warten nicht ab und schauen nicht zu, sie packen an und machen mit." Und Kreissportvorsitzender Fritz Langenhorst machte deutlich, dass es hier nicht ums Verdienen, sondern nur ums Dienen gehe. "Macht weiter so, der Sport braucht euch", forderte er diejenigen auf, die an diesem Abend stellvertretend für viele andere im Kreis ins Rampenlicht rückten. "Ehrenamt kann auch zu Belastungen führen", stellte Dieter Schäfer fest. Der Vorsitzende der ausrichtenden Grafschafter Spielvereinigung weiß, wovon er spricht, und ist anderseits überzeugt, dass das Ehrenamt auch viel zurückgibt.

Ehrenamt im Sport ist schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr. Seit 1997 hat sich auf Betreiben des Deutschen Fußballbundes (DFB) eine Kultur der Anerkennung entwickelt, die in vielerlei Hinsicht beispielhaft ist. "Gewinnen – Qualifizieren – Binden – Verabschieden: Das sind die Schwerpunkte des Ehrenamtsmanagements", stellte Wolfgang Winter heraus, seit 2012 Ehrenamtsbeauftragter im Rhein/Ahr-Kreis: "Ein eigenes Konzept und eine gute Öffentlichkeitsarbeit helfen dabei, das Image des Ehrenamts im Verein zu verbessern." In diesem Jahr galt es, neben dem Kreis-Ehrenamtspreisträger noch den Sieger des zusätzlichen Wettbewerbs "Fußballhelden 2015 – Aktion junges Ehrenamt" zu küren. Hier konnte die 21-jährige Caroline Schmitz vom TuWi Adenau mit ihrem bisher gezeigten Engagement überzeugen: bei ihrem einjährigen Einsatz im Bundesfreiwilligendienst, beim Kinderturnen, als Leiterin einer Fußball-AG im Rahmen des Verbandsprojekts "Fußball macht Schule", als Gründerin einer E-Mädchen-Mannschaft und als inzwischen lizenzierte Trainerin der F-Junioren.

Um den Titel des Ehrenamts-Preisträgers gab es vier Bewerbungen. Das Rennen machte Uwe Kroll von der SG 99 Andernach. Die Mitbewerber Frank Groß (SV Eich), Michael Wilkes (FC Plaidt) und Marion Heuskel (SSV Herschbroich) erhielten einen Adventskalender der Stiftung "Fußball hilft". Zwei Frauen und zehn Männer wurden für ihren langjährigen Einsatz mit der DFB-Ehrenamtsuhr ausgezeichnet.

Der neue Ehrenamtspreisträger 2015 heißt Uwe Kroll. Er ist seit 1993 bei mehreren Vereinen als Trainer tätig. Zunächst war der inzwischen 50-Jährige Jugendleiter beim FC Plaidt, ab 2008 bei der SG 99 Andernach. Er ist dort für 15 Jugendmannschaften verantwortlich und trainiert selbst noch zwei Teams. Die Pfingstturniere mit bis zu 100 teilnehmenden Mannschaften wären ohne ihn als Organisator nicht denkbar. Gleiches gilt für das jährliche Fußball-Ferien-Camp. Es geht Kroll stets darum, möglichst vielen Jugendlichen das Fußballspielen zu ermöglichen, das gilt auch für syrische Flüchtlingskinder, um die er sich derzeit kümmert.

Die neuen Träger der DFB-Ehrenamtsuhr im Kurzporträt:

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Gerd Wagner (DJK Baar): Er ist seit 26 Jahren im Verein aktiv, davon 18 Jahre als zweiter Geschäftsführer, sieben Jahre als Beisitzer, derzeit ist er zweiter Vorsitzender und betreut noch eine Jugendmannschaft.

Georg Wagner (DJK Baar): Bereits mit 16 Jahren übernahm er für sieben Jahre das Amt des zweiten Geschäftsführers. Anschließend war er 14 Jahre lang erster Geschäftsführer. Diese Funktion übt er nach einer mehrjährigen Unterbrechung wieder seit 2009 aus.

Helmut Jonas (DJK Baar): Rund zehn Jahre war als Jugendbetreuer tätig. Von 1999 bis heute übt er im Vorstand das Amt des Beisitzers aus und ist wegen seines handwerklichen Geschicks ein stets gefragter Mann.

Angelika Krause (Grafschafter SV): Sie ist seit 1991 für die Reinigung und Pflege der Sportkleidung der GSV-Aktiven verantwortlich und trägt damit entscheidend bei zum Erscheinungsbild und Ansehen des Vereins.

Rainer Oelkuch (Grafschafter SV): Er ist seit 1999 im Vorstand verantwortlich für den Technikbereich, seit 2015 ist er dritter Vorsitzender.

Berthold Hansen (Grafschafter SV): Er hat es schon auf zwei Jahrzehnte Vorstandsarbeit gebracht. Nach 18 Jahren als zweiter Vorsitzender übte er noch zwei Jahre das Amt des dritten Vorsitzenden aus.

Klaus Schmitt (Spvgg Nickenich): Er war von 1993 bis 2007 Jugendtrainer und erwarb 2006 die Übungsleiter-Lizenz. Von 2006 bis heute ist er als Zeug- und Gerätewart tätig.

Christian Müller (SV Dernau): Er begann 1999 als Bambini-Trainer, um sich dann von 2002 bis heute um die F-Junioren zu kümmern. Beim Bau des neuen Kunstrasenplatzes hat er sich besonders ins Zeug gelegt und hilft aus, wo Not am Mann ist.

Hans Schmitt (VfR Waldorf): Als Beisitzer begann er seine Funktionärskarriere, ehe er von 1990 bis 2013 das Amt des zweiten Vorsitzenden ausübte. Bei Baumaßnahmen des Vereins hat er sich über das normale Maß hinaus engagiert.

Werner Krupp (VfR Waldorf): Er war 23 Jahre lang in verschiedenen Vorstandsfunktionen tätig, davon jeweils sechs Jahre als Jugendleiter und Jugendtrainer sowie zuletzt zehn Jahre als Geschäftsführer. Bei Bauarbeiten am Sportplatz hat er engagiert mitgewirkt.

Maria Bongart (SV Insul): Sie führt seit 2003 ununterbrochen die Geschäfte des Vereins in vorbildlicher Weise.

Rouven Perling (SC Saffig): Er ist seit 2000 im Vorstand aktiv, zuerst zehn Jahre als zweiter Geschäftsführer, seit 2010 als erster Kassierer. hjs

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