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    Kruft

    Ein Festtag für engagierte Fußball-Ehrenamtler

    Zum 20. Mal haben die Fußballer der Region den roten Teppich für die Ehrenamtler ausgerollt. Auch diesmal hatte der Fußballkreis Rhein/Ahr bei der Wahl des Veranstaltungsortes für den DFB-Treffpunkt Ehrenamt einen Volltreffer gelandet. Die DJK Kruft/Kretz hat schon mehrfach Professionalität bei der Ausrichtung von Großereignissen bewiesen. So erinnerte Moderator Stephan Pauly an das Rheinlandpokal-Finale im Juni 2007, als TuS Oberwinter erst in der Verlängerung an Eintracht Trier scheiterte.

    Beim Ehrenamtstag des Fußballkreises Rhein/Ahr standen jene im Rampenlicht, die ansonsten eher hinter den Kulissen wirken.  Foto: Hans-Josef Schneider
    Beim Ehrenamtstag des Fußballkreises Rhein/Ahr standen jene im Rampenlicht, die ansonsten eher hinter den Kulissen wirken.
    Foto: Hans-Josef Schneider

    Und als DJK-Geschäftsführer Reiner Plehwe in einem Kurzreferat die gleichberechtigte Teilnahme von Menschen mit Beeinträchtigungen und Handicaps als einen wichtigen Aspekt in der Arbeit seines Vereins darstellte, wusste er noch nicht, dass er wenig später zum Ehrenamts-Preisträger 2016 gekürt werden sollte. "Unser Kapital liegt nicht auf der Bank, das Kapital des Amateurfußballs sind die Menschen, die sich in vielfältiger Weise engagieren. Daher stehen sie auch heute im Mittelpunkt", sagte Verbandspräsident Walter Desch, der sich auch zur jüngsten Diskussion ums liebe Geld äußerte: "Der DFB unterstützt seine Vereine auf andere Weise. Im Masterplan geht es um Qualifizierung, um die Förderung von Jugend und Schiedsrichtern."

    Desch zum Thema Ehrenamt: "Es steht in der Rangliste der Vereinsprobleme an erster Stelle, wie die Dialoge vor Ort ergeben haben. Wir brauchen Menschen, die das können sollten, was sie machen. Kurzum: Wir brauchen professionelle Ehrenamtler."

    Aber auch junge Leute, die erkennen, dass freiwilliges Engagement im Verein nicht nur ein Nehmen ist, sondern auch vieles zurückgibt. Zur Stärkung des jungen Ehrenamtes wurde die Aktion "Fußballhelden" geschaffen. Nach Caroline Schmitz im Vorjahr ist es wieder eine junge Frau, die in diesem Wettbewerb die Nase vorn hat: Preisträgerin 2016 ist Saskia Oebel-Noack, C-Juniorinnen-Trainerin beim SC 13 Bad Neuenahr.

    In seiner Begrüßung hatte Kreisvorsitzender Walter Merten die Ehrenamtler als die wichtigste Säule des Amateurfußballs bezeichnet. Es wird immer schwieriger, Menschen zu finden, denen Vereinsarbeit Spaß macht. Daher findet es Rudi Zens, Vorsitzender beim SV Löf/Kattenes und Beigeordneter des Kreises Mayen-Koblenz, so wichtig, die Arbeit dieser Menschen zu würdigen.

    Fritz Langenhorst, Vorsitzender des Sportkreises Ahrweiler, machte deutlich, dass es im Ehrenamt nicht ums Verdienen, sondern nur ums Dienen gehe. Otmar Luxem, Beigeordneter der VG Pellenz, forderte die Kommunen auf, Vereinen nicht nur verbal, sondern mit Taten zur Seite zu stehen. Lothar Büchel, der Ortsbürgermeister Rudolf Schneichel vertrat, bedauerte, dass viele gar nicht wissen, dass Vereine ohne ihre ehrenamtlich Tätigen gar nicht existieren könnten.

    Ehrenamt im Sport ist bei den Fußballern schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr. Seit 1997 hat sich eine Kultur der Anerkennung entwickelt, die in vielerlei Hinsicht beispielhaft ist. Wolfgang Winter, seit 2012 Ehrenamtsbeauftragter im Rhein/Ahr-Kreis, warf bereits einen Blick voraus: "Im kommenden Jahr feiern wir das 20-jährige Bestehen des Treffpunkts Ehrenamt mit einer zentralen Veranstaltung in Wehr, bei der Stefan Bell, Profi bei Mainz 05, Vorsitzender des FV Vilja Wehr und das Gesicht der DFB-Amateurkampagne, mit allen bisherigen Preisträgern auf Kreisebene zusammentreffen soll.

    Die Ehrenamtspreisträger:

    Reiner Plehwe füllt das Inklusionsprojekt in Kruft mit Leben. Er ist verantwortlich für die Durchführung von inklusiven Veranstaltungen wie Trainingscamps und Turnieren. Die waren dafür ausschlaggebend, dass das Projekt viele Ehrungen erfuhr. Durch Sterne des Sports in Bronze und Silber sowie mit Platz vier auf Bundesebene wurden die Inklusionsbemühungen gewürdigt. Plehwe hat alle Teams bei der DJK Kruft/Kretz durchlaufen, war von 1993 bis 1997 Fußball-Abteilungsleiter und danach Geschäftsführer. 2004 rief er die Ü 35 ins Leben, die sich als Rheinland-Meister für die erste Altherren-DM qualifizierte. Der Fachdienstleiter der Caritas-Werkstätten Mayen verfügt über die B-Lizenz. Er setzte sich gegen die Mitbewerber Armin Fischer (SC Mayen), Lars Frey (Grafschafter SV) und Peter Eckhardt (SC 13 Bad Neuenahr) durch.

    Saskia Oebel-Noack ist Trainerin der U 15-Juniorinnen beim SC 13 Bad Neuenahr. Ihre Mannschaft wurde Rheinland- und Südwest-Hallenmeister sowie Rheinlandpokalsieger bei den U 17-Mädchen. Sechs ihrer Spielerinnen schafften bereits den Sprung in die U17-Bundesligamannschaft.

    Ihre Mädchen bilden das Gerüst der Rheinlandauswahl, eines von ihnen gehört inzwischen sogar dem Kader der Nationalmannschaft an. Die 29-jährige Heilpädagogin legt bei ihren Schützlingen sehr viel Wert auf die Förderung des Selbstvertrauens und der sozialen Kompetenz.

    Sie ließ bei der Auswahl der Ehrenamtspreisträgerin die übrigen Bewerber Markus Fischer (SC Mayen), Lukas Roehle und Michael Schumacher (beide Ahrweiler BC) sowie Oliver Feils (TuS GW Mendig) hinter sich.

    Ehrungen durch den Fußballverband Rheinland:

    Anton Reiter (Polch) wurde mit der Goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. Der 73-Jährige ist seit 1960 Mitglied im VfB Polch und seit 1968 im Vorstand tätig. Zudem stand er als Schiedsrichter und Trainer/Betreuer von Jugendteams zur Verfügung. Seit 1996 ist er Vereinsvorsitzender und derzeit noch Betreuer beim jüngsten Fußballnachwuchs. Seit 1982 gehört Reiter der Kreisspruchkammer als Beisitzer an.

    Josef Frings (Ahrbrück) erhielt die Bronzene Ehrennadel. Seit einem Jahr ist der 57-Jährige Fußball-Kreissachbearbeiter. Auf den Plätzen kennt man ihn als Schiedsrichter (seit 1985), er war fünf Jahre SR-Ansetzer und -Obmann, ehe er für vier Jahre als Beisitzer in der Kreisspruchkammer agierte.

    Rudi Pütz (Mendig) bekam den Ehrenbrief. Der 50-Jährige begann 2005 als Schiedsrichter und übt dieses wichtige Amt bis heute aus. Seit elf Jahren gehört er dem Kreisvorstand an als Jugendstaffelleiter (A- bis C-Junioren).

    Klaus Heinz (SG 99 Andernach) erhielt die Verdienstmedaille des Fußballkreises. Der 78-Jährige begann 1975 seine Schiedsrichterlaufbahn. Er pfeift noch, vorwiegend in Jugendklassen und im Schulfußball. Heinz war lange Geschäftsführer und Jugendleiter bei der Spvgg Andernach. Er ist über 40 Jahre Ehrenamtler.

    Die neuen Träger der DFB-Ehrenamtsuhr:

    Bernhard Wagner (SV Herresbach): Er hat nach seiner Aktiven-Laufbahn, davon lange auch als Spielertrainer, sechs Jahre lang Jugendmannschaften trainiert und betreut. Er stand der AH-Abteilung vor und ist zurzeit Sportlicher Leiter und zweiter Vorsitzender.

    Ferdi Jonas (SV Herresbach): Er ist seit nunmehr 27 Jahren im Vereinsvorstand aktiv, zuerst als zweiter Kassierer und bis heute als zweiter Geschäftsführer. Daneben hat er Jugendmannschaften betreut und sich um den Aufbau von Mädchenteams verdient gemacht.

    Hardy Scharrenbach (FV Wehr): Nach Abschluss seiner Torwartkarriere hat er Aufgaben im Verein übernommen. 16 Jahre lang übt er schon das Amt des Geschäftsführers aus. Zudem zeichnet er sich als Koordinator und Organisator aus und ist auch als Ehrenamtsbeauftragter tätig.

    Jörg Koch (SSV Herschbroich): Er hat bereits 23 Jahre als Ehrenamtler auf dem Buckel. Er war Jugendleiter, und er übte das Amt des Platz- und Kassenwarts aus.

    Ewald Krogull (Ahrweiler BC): Er ist fester Bestandteil des Traditionsvereins. In den vergangenen 20 Jahren hat er sich um die AH-Mannschaft gekümmert und war an der Eingliederung der Oldies vom SC 07 Bad Neuenahr maßgeblich beteiligt. hjs

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